MotoGP

ServusTV überrascht mit neuem MotoGP-Sendekonzept

Von - 02.10.2018 18:37

Der österreichische Privatsender ServusTV wird in Deutschland 2019 die MotoGP-Fans mit einigen Änderungen überraschen. Das Freitag-Training wird nur noch im Internet übertragen.

Seit dem vergangenen Mai ist bekannt, dass der österreichische Privatsender ServusTV die Live-TV-Rechte für das deutsche Sendegebiet für die MotoGP-Weltmeisterschaft für die fünf Jahre von 2019 bis inklusive 2013 erworben hat. Die Live-Rechte für Österreich hat ServusTV bereits seit drei Jahren inne, sie bleiben fünf weitere Jahre erhalten. Dazu überträgt ServusTV auch künftig die Superbike-WM in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Zuletzt hat Eurosport vier Jahre lang die deutschen MotoGP-TV-Rechte besessen, vorher war Sport1 an der Reihe. Eurosport besitzt in Deutschland bis zum Saisonende 2018 die exklusiven Live-Rechte für Free- und Pay-TV, Eurosport 1 über Kabel, Satellit und Digital-Terrestrisch. 

Die Rechtepakete wurden von der Dorna vor einem Jahr für 2019 und die folgenden vier Jahre neu ausgeschrieben.  

Über die Kosten für die TV-Rechte wurde Stillschweigen vereinbart. Sport1 hat bis 2014 jedes Jahr 4,5 Millionen Euro bezahlt.

Für die MotoGP-Saison 2019 steckt ServusTV noch in der Programmplanung. Es wurden noch keine Einzelheiten kommuniziert, aber es steht fest: ServusTV wird 2019 und in den Jahren danach Samstag und Sonntag immer alle drei Klassen im Free-TV in HD-Qualität übertragen, aber das Freitag-Training wird nur im Livestream im Internet gezeigt, weil die Einschaltquoten am Freitag zu wünschen übrig lassen.

«So kann unser Team am Freitag in Ruhe recherchieren und das Wochenende besser vorbereiten», ist von ServusTV zu hören.

Nur beim Sachsenring- und Österreich-GP könnte auch bereits vom Freitag-Training gesendet werden – zumindest in der MotoGP-Klasse.

Natürlich wären einige Europort-Reporter gern zu ServusTV übersiedelt, aber der österreichische Sender tritt zumindest bei den Europa-GP bereits mit zehn Mitarbeitern auf. Und da das Programm nicht ausgeweitet wird, ist auch keine Personalaufstockung geplant.

Bisher berichten Christian Brugger und Experte Alex Hofmann aus der Kabine, Andrea Schlager tritt als Presenterin auf und ist für die Interviews in der Boxengasse zuständig. Stefan Bradl und der fünffache 125-ccm-GP-Sieger Gustl Auinger stehen ihr als Experten zur Seite. Die Kommentatoren Walter Zipser und Ex-Superbike-Pilot Andreas Meklau verstärkten 2018 manchmal das SBK-Aufgebot von ServusTV, bei dem Philipp Krummholz und Gustl Auinger die Hauptrolle spielen.

Der rot-weiß-rote Sender aus dem Red Bull Media House unterhält die MotoGP-TV-Zuschauer schon jetzt in Österreich mit zahlreichen exklusiven Features, Interviews und Technik-Beiträgen. Dazu stellt Alex Hofmann im Sattel einer KTM Super Duke 1190 R jeweils die europäischen Rennstrecken im Detail vor.

In der Sendung «Sport und Talk im Hangar-7» am Montagabend werden regelmäßig MotoGP-Beträge gesendet und prominente Gäste aus dem GP-Sport eingeladen.

Das Konzept der Österreicher fand jedenfalls bei Dorna-TV-Direktor Manel Arroyo mehr Gefallen als das Angebot von Eurosport – auch in Frankreich verlor Eurosport die Rechte, dort an den Sender «canal+».

Und die MotoGP-Fans freuen sich, weil die Werbung künftig in Split-Screen eingeblendet wird, also die wichtigsten Szenen immer beobachtet werden können.

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Die ServusTV-Experten Stefan Bradl (li.) und Alex Hofmann © Glänzel Die ServusTV-Experten Stefan Bradl (li.) und Alex Hofmann Stefan Bradl (li.) mit Andrea Schlager © Glänzel Stefan Bradl (li.) mit Andrea Schlager
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