MotoGP

MotoGP-Champion Marc Márquez: Die ersten WM-Jahre

Von - 06.11.2018 07:15

Repsol-Honda-Star Marc Márquez durfte bereits bei seinem sechsten GP-Einsatz einen Podestplatz bejubeln. Auf den ersten GP-Sieg musste er etwas länger warten, wie ein Blick in die Vergangenheit des Spaniers zeigt.

Neun GP-Siege durfte Marc Márquez in dieser Saison bereits feiern, gewinnt der Repsol-Honda-Star auch den letzten WM-Lauf, dann hat er mehr als die Hälfte aller diesjährigen WM-Läufe gewonnen. Auch in den Jahren davor stand der 25-Jährige aus Cervera regelmässig auf dem höchsten Podesttreppchen.

Tatsächlich muss man in den Geschichtsbüchern ein ganzes Stück zurückblättern, um eine Saison zu finden, in der Márquez keinen GP-Sieg erringen konnte – zu den Anfängen seiner WM-Karriere, die mit dem dritten 125-ccm-Rennen des Jahres 2008 ihren Anfang nahm. Marc debütierte mit dem Repsol-KTM-Team, nachdem er die ersten beiden Saisonläufe wegen einer Verletzung am rechten Arm verpasst hatte, weil er sich in der Vorsaison zu einem ungünstigen Zeitpunkt verletzt hatte.

Bereits bei seiner sechsten WM-Teilnahme beim britischen Grand Prix gelang ihm ein Meilenstein in der Geschichte des Motorradrennsports, als er Dritter und damit der jüngste GP-Pilot aller Zeiten wurde, der es aufs Podium geschafft hatte. Danach hatte er nicht mehr so viel Glück, weil er einige Male stürzte. Trotzdem beendete er einige Rennen in der Top-5. Sein erster GP-Sieg liess allerdings noch eine Weile auf sich warten.

Der erste GP-Sieg und der erste WM-Titel (2010)

2010 entschied sich Marc, ins Ajo Motorsport Team zu wechseln, wo er eine Derbi fuhr. Schon in der Vorsaison zeigte er eine rekordverdächtige Pace und passte sich gut seinem neuen Motorrad und seinem neuen Team an. Bei seinem ersten Rennen in Katar sicherte sich Marc die Pole-Position und beendete das Rennen auf dem Podest. Beim folgenden Rennen in Jerez stürzte er in der ersten Rennrunde, nachdem seine Auspuffanlage kaputt gegangen war.

Zwei Wochen später landete er in Frankreich erneut auf dem Podium und zwei weitere Wochen später, am 6. Juni 2010, feierte er den ersten Sieg seiner Karriere in Mugello. Er gewann alle vier darauffolgenden Rennen in Silverstone, Assen, Barcelona und am Sachsenring, wobei er jedes dieser Rennen von der Pole-Position aus in Angriff nehmen durfte. Ein paar Probleme während der Sommerpause unterbrachen Marcs Siegeszug, aber in San Marino gewann er erneut und dann folgte eine weitere Reihe von vier Siegen in Folge in Motegi, Sepang, Phillip Island und Estoril.

Das bedeutete, dass der Kampf um den Titel in Valencia zwischen Marc und Nico Terol entschieden werden würde. Marc hatte zu diesem Zeitpunkt einen Vorsprung von 17 Punkten in der WM-Gesamtwertung und im Rennen verzichtete er unerwartet darauf, sich im Kampf um den Sieg zu beteiligen. Sein vierter Platz erlaubte es ihm, als Weltmeister über die Ziellinie zu fahren. So wurde er 2010 mit 17 Jahren zum ersten Mal Champion, nachdem er in der 125ccm-Klasse zehn Siege und zwölf Pole-Positions ergattert hatte.

Moto2-Vizeweltmeister in seinem ersten Jahr (2011)

Nachdem er den Titel gewonnen hatte, war der nächste logische Schritt für den jungen Rennfahrer der Aufstieg in die Moto2. Marc kam in ein Team, das extra für ihn gegründet wurde und nur aus den besten Mechanikern und Techniker aus der Moto2 und der MotoGP bestand. Das spiegelte sich zunächst nicht in den Ergebnissen wieder. In den ersten vier Rennen stürzte er dreimal, lernte dann aber schnell, wie es in der neuen Klasse läuft und beim GP in Frankreich sahen seine Gegner, dass er ein ernstzunehmender Konkurrent war. Er gewann in Le Mans und wurde Zweiter in Montmélo, aber ein Rennen später stürzte er erneut, als er in Grossbritannien um den Sieg kämpfte.

Das war der letzte Unfall vor einem grossartigen Comeback, bei dem er dreimal in Folge gewann (Assen, Italien und Deutschland), dann einen zweiten Platz holte (Brünn) und danach nochmals dreimal nacheinander die Ziellinie als Erster kreuzte (Indianapolis, San Marino und Aragón). Es folgte ein weiterer zweiter Platz (in Motegi). Er hätte auch in Australien ein weiteres Comeback an der Spitze feiern können, aber er wurde im freien Training für einen Verstoss bestraft und musste am Sonntag beim Rennen vom 38. Startplatz losfahren.

Von dort aus überholte er 35 Gegner, sicherte sich damit den dritten Platz auf dem Podium und reduzierte seinen Abstand auf den ersten Platz in der Gesamtwertung auf drei Punkte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 83 Punkte auf den WM-Leader Stefan Bradl aufgeholt, aber ein Sturz im FP1 in Malaysia sorgte dafür, dass er bei den letzten beiden Rennen der Saison nicht mitfahren konnte. So musste Marc den Titel dem Deutschen überlassen, obwohl er sieben erste, drei zweite und einen dritten Platz geholt hatte. Marc wurde Rookie des Jahres und Vizeweltmeister in der Moto2-WM.

Moto2-Weltmeister (2012)

Der Beginn der Saison 2012 war nicht einfach für Márquez, da er nahezu die gesamte Vorsaison verpasst hatte, weil er sich von seiner Verletzung im freien Training in Malaysia erholen musste. Er hatte Probleme mit der Sicht und es folgten drei Monate ohne Aussicht auf Verbesserung, deshalb legte er sich am 16. Januar 2012 unters Messer. Die Operation war ein Erfolg und er erholte sich rechtzeitig für den ersten Grand Prix in Katar. Marc enttäuschte nicht und holte in der Wüste den Sieg und damit, dass er komplett geheilt und bereit war, um den Titel zu kämpfen.

Es folgten ein zweiter Platz in Jerez und ein weiterer erster Rang in Portugal, ehe er in Le Mans im Nassen stürzte. Danach sicherte er sich zwölf weitere Podestplätze: Er gewann in Katar, Portugal, Holland, Deutschland, Indianapolis, Tschechien, San Marino und Japan, wurde in Barcelona und Grossbritannien jeweils Zweiter sowie in Jerez und Aragón jeweils Dritter. Im Rennen in Malaysia fand sich Marc im Regen wieder. Drei Runden nach Rennstart, fiel er aus. Glücklicherweise erlaubte ihm der Vorsprung, den er während der letzten Rennen ausgebaut hatte, sich nur eine Woche später in Australien die Moto2-Krone aufzusetzen.

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