MotoGP

Poncharal (Tech3): «Noch viel Arbeit mit der KTM»

Von - 18.03.2019 09:40

Das Red Bull KTM Tech3-Team hat den ersten MotoGP-Einsatz mit der KTM RC16 hinter sich. Teambesitzer Hervé Poncharal zieht eine positive Bilanz und bewertet seine Schützlinge Miguel Oliveira und Hafizh Syahrin.

Das erste MotoGP-Wochenende der neuen Saison brachte für das Red Bull KTM Tech3-Team zwar keine WM-Punkte, dennoch zieht Hervé Poncharal nach dem ersten Einsatz mit der KTM RC16 eine positive Zwischenbilanz. Der Teambesitzer, der nach 20 Yamaha-Jahren mit den Österreichern ein neues Kapitel aufschlägt, fasst im Gespräch mit «MotoGP.com» zusammen: «Insgesamt würde ich sagen, dass wir es gut hinbekommen haben.»

Dabei machte sich Rookie Miguel Oliveira das Leben schon vor dem Rennstart schwer. «Miguel hat sich auf Augenhöhe mit Pol Espargaró qualifiziert, wohl wissend, dass die Werksfahrer unser Massstab sind. Leider würgte er sein Bike auf der Startaufstellung ab, was im Wirbel um Fabio Quartararo fast unterging. Im Gegensatz zu ihm konnte Miguel die Boxengasse aber noch rechtzeitig verlassen und sich am Ende des des Startfelds einreihen», erzählt Poncharal.

«Ich muss zugeben, dass ich am Start verblüfft war, denn bis zur ersten Kurve hatte er bereits acht Fahrer überholt», lobt der Franzose den MotoGP-Aufsteiger aus Portugal. «Danach hat er auch noch beide Werksfahrer und Jorge Lorenzo geschnappt und ist bis auf den elften Platz vorgefahren. Aber leider hat er zu Rennbeginn seine Reifen wohl etwas zu sehr beansprucht, weshalb er zum Ende hin dann Probleme bekundete.»

«Ich schätze, das ist auf die fehlende Erfahrung zurückzuführen», ist sich Poncharal sicher. Und mit Blick auf die KTM erklärt er zufrieden: «Die Performance des Bikes war ziemlich gut, auch wenn wir natürlich wissen, dass noch viel Arbeit mit der KTM vor uns liegt. Aber Miguel hatte ein sehr gutes Feeling und mich hat sein Tempo, seine Ruhe und seine Fähigkeit, Dinge zu analysieren, auf jeden Fall beeindruckt.»

Und was sagt das Teamoberhaupt zu Hafizh Syahrin, der die Ziellinie als Zwanzigster kreuzte? «Es steht fest, dass Hafizh bisher mehr Mühe hatte, sich anzupassen, und das bricht mir das Herz, denn er ist so ein freundlicher Junge, der bei allem, was er macht, sein Herzblut reinsteckt. Wir geben sicherlich nicht auf und wir werden alles daran setzen, um ihm zu helfen. Einige brauchen etwas länger, um sich anzupassen. Ich kenne sein Potenzial und wir haben gesehen, was sein Teamkollege mit dem gleichen Bike anstellen kann. Das reicht, um ihn zu motivieren.»

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