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Marc Márquez: Der Druck wird grösser

Von - 13.02.2013-13:56

Der MotoGP-Aufsteiger spricht über den gelungenen ersten Sepang-Test, den ersten Sturz und was er sich für das nächste Training vorgenommen hat.

Beim MotoGP-Test in Sepang bestätigte Marc Márquez, welch unglaubliches Talent er in die Königsklasse mitbringt. Der bald 20-jährige Rookie hielt sich an allen drei Tagen stets in den Top-4 auf, also im Kreise seines Repsol-Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa und den beiden Yamaha-Werksfahrern Jorge Lorenzo und Valentino Rossi.



Wie bewertest du diese drei Tage in Malaysia?
Das erste Training ist immer etwas Spezielles, weil man nach der Winterpause immer nervös ist. Ich fühlte mich sehr gut auf dem Motorrad, besser als erwartet. Mit dem Team klappte alles gut und wir beginnen, uns langsam zu integrieren. Ich habe neue Dinge ausprobiert und stürzte auch zum ersten Mal mit der MotoGP-Maschine. Es war aber kein schlimmer Sturz. Schritt für Schritt lernen wir das Motorrad besser kennen, darum geht es in den Vorsaisontests ja auch.

Was hast du am meisten genossen und was war das Schwierigste beim Fahren?
Noch immer ist das Bremsen am schwierigsten für mich, immer denselben Referenzpunkt zu haben und konstant zu sein. Was ich am meisten mag – obwohl ich die Zeit auf einem Motorrad immer geniesse – ist die Kraft und die Beschleunigung. Nun kann ich dies schon besser kontrollieren, ich kann es immer mehr geniessen.

Warst du total ausgepumpt nach dem Test?
Am zweiten Tat tat mir alles weh, aber die Physiotherapeuten haben ganze Arbeit geleistet. Das ist beim ersten Test normal.

Ist es immer noch das Motorrad, das mit dir fährt, oder bist du schon entspannter geworden?
Im Moment hat bei einigen Aspekten noch immer das Bike das Sagen. In einigen Kurven kann ich mit meiner Körperposition herumspielen, ich muss mich noch mehr and das Motorrad anpassen.

Ist es möglich, Spass auf dem Motorrad zu haben?
Ja, das ist möglich. Ich hatte bei einigen Ausfahrten meinen Spass, etwa  wenn ich auf alten Reifen gedriftet bin und begonnen habe, die Reaktionen zu verstehen. Das ist ein Motorrad, mit dem man sehr viel Spass haben kann.

Ist es auch aufregend, die Honda zu steuern?
Die erste Runde nach der Winterpause ist aufregend. Speziell dann, wenn du dich am Ende der Gerade bei 300 km/h aufrichtest. Nach dem ersten Tag hatte ich ein bisschen Nackenschmerzen. Das sind derart kraftvolle Maschinen.

Bist du auf der Strecke anderen Fahrern begegnet?
Einigen wenigen, wie Lorenzo, Dani und Valentino. Wir haben einander ein paar Mal gesehen, aber das war nicht bei schnellem Tempo, deshalb konnte ich nicht viel abschauen.

Hast du erwartet, dass du auf diesem Niveau fahren kannst? Gibt es durch die gute Rundenzeit zusätzlichen Druck?
Ich habe nicht erwartet, auf demselben Level wie Dani, Valentino und Lorenzo zu sein. Ich habe mich gut gefühlt. Im Moment sind die Zeiten nicht wichtig, weil sie viele verschiedene Dinge getestet haben. Aber natürlich ist es besser, vorne dabei zu sein als zurückzuliegen.

Ende Monat steht der zweite Sepang-Test auf dem Programm. Was ist dein Plan?
Derzeit habe ich das Limit des Motorrads noch nicht gefunden. Im ersten Test war ich das Limit, weil ich mich an das Bike angepasst habe. Beim nächsten Test ist die Idee, dass wir das Motorrad meinem Fahrstil anpassen.

Nimmst du in der Königsklasse bereits Druck wahr?
Ja, Schritt für Schritt wird es spürbarer. Natürlich ist da nicht nur der Wechsel des Motorrads, es kommen auch die ganzen Interviews und das alles hinzu. Das ist ein bisschen seltsam am Anfang.

Welche Sprache wird in de Box gesprochen?
Englisch. Aber in der Freizeit herrscht im Team Italienisch und ein bisschen Spanisch vor. Italienisch dominiert, aber bei der Arbeit wird Englisch gesprochen.
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