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Valentino Rossi: Wo er sich überall verbessern muss

Von - 25.09.2013-10:13

Valentino Rossi verliert in den ersten Rennrunden zu viel Zeit auf Blitzstarter Jorge Lorenzo. Sein Crew-Chief Jeremy Burgess kennt die Ursache.

Valentino Rossi will seine frustrierende Serie von vierten Plätzen endlich beenden und endlich wieder einmal einen Podestplatz erreichen. Aber der elektrisierende Speed seiner Gegner Jorge Lorenzo und meist auch von Marc Márquez in der Anfangsphase haben Rossi zuletzt regelmässig daran gehindert, unter die ersten drei zu fahren.

Lorenzo fuhr zum Beispiel in Misano in drei Runden einen Vorsprung von zwei Sekunden heraus. Sein fünfter Saisonsieg stand danach nie mehr in Zweifel.

Rossi hingegen ist bei den letzten vier Rennen jeweils auf Platz 4 gelandet.

Sein Crew-Chief Jeremy Burgess ist sich bewusst, dass der neunfache Weltmeister künftig in der Startphase aggressiver agieren muss. «Wir müssen Starts hinlegen wie Jorge», erklärte Burgess im Gespräch mit MCN. «Das ist der grosse neue Trick von Jorge. Langsam wegzufahren und sich nach zwei Runden allmählich ins Rennen einzufädeln, das ist nicht mehr die Art, wie man heute zum Erfolg kommt. Das ist eine neue Generation von Rennfahrern. Und so etwas ist leichter gesagt als getan. Wenn ein Fahrer in der ersten Runde um 1,2 Sekunden wegfahren kann und wenn manchmal die Rennen mit weniger als einer Sekunde Vorsprung gewonnen werden, dann muss schon in der ersten Runde der Speed passen.»

Burgess meint, Lorenzos Überlegenheit in der Anfangsphase liege an seinem riesigen Vertrauen zu den Bridgestone-Reifen, wenn sie noch ganz neu sind. «Das ist der grösste Pfeil in Jorgs Köcher», betont Burgess. «Und es gibt kaum einen Fahrer, der in der ersten Runde schon dieses Vertrauen hat. Valentino war in Misano in der ersten Runde beim Rausfahren aus Turn 5 bis zur Gegengeraden gleich schnell wie Jorge. Aber er steckte dann hinter Aleix Espargaró fest, der einen Frühstart gemacht hatte...»

Lorenzos Werks-Yamaha YZR-M1 hat in den ersten Runden auch mehr Seitengrip als die Honda RC213V. Burgess: «Dani Pedrosa sagt, sie müssen in den ersten zwei Runden die äusserste Reifenkante stärker beanspruchen als Jorge. Wir haben das auch schon bei Fahrern wie Max Biaggi gesehen, die aus der 250er-WM kamen. Sie konnten das Bike einfach umlegen und die Seitenhaftung voll nützen.»

«Honda ist mit den Starts ihrer Maschinen nicht glücklich», weiss Burgess. «Die Yamaha hingegen sind brillant. Honda wird sich das Kupplungssystem genauer anschauen müssen... Die Fahrer müssen auch ihren Teil dazu beitragen. Sie brauchen ein Set-up, das ihnen in der ersten Runde maximalen Grip und mehr Schräglage erlaubt. Es ist eine Kombination all dieser Dinge.»

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