George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Gigi Dall'Igna wirkte müde, als er sich am späten Donnerstagabend in der Dunkelheit des Sepang Circuit den Fragen einer kleinen Journalistenschar stellte. Aber er hatte einen Lichtblick verzeichnet, denn Andrea Dovizioso rückte am letzten Tag auf Platz 7 vor, auch der Rückstand wurde auf überschaubare 0,837 Sekunden dezimiert.
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Die weiteren Ducati-Piloten Andrea Iannone, Cal Crutchlow und Yonny Hernandez (er fährt in der Open-Klasse) landeten auf den Rängen 10, 12 und 18. Es bleibt also noch viel zu tun.
Für einen gehörigen Schreck sorgte Andrea Iannone in den letzten fünf Minuten des Trainings. Er verwandelte seine Pramac-Ducati-GP14 in einen Totalschaden ersten Ranges, die Maschine zerbrach buchstäblich in zwei Teile.
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Als neuer General Manager von Ducati Corse muss Dall'Igna bis 28. Februar entscheiden, ob er neben Hernandez auch die drei Ducati-Werksfahrer Dovizioso, Crutchlow und Iannone im Open- statt im Factory-Status antreten lässt. Die Vorteil der Open-Kategorie: 24 statt 20 Liter, Motorenentwicklung nicht eingefroren, zwölf statt fünf Motoren und dazu weichere Hinterreifen, die zwischen 0,5 und 0,8 sec pro Runde bringen.
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"Heute kann ich dazu gar nichts sagen", beteuerte der Italiener. "Wir müssen zuerst heimfliegen und dann eine Menge Daten analysieren. Für mich hat momentan ganz klar Vorrang, die GP14 konkurrenzfähig zu machen. Ich habe seit dem Valencia-Test noch ein paar Veränderungen und Anpassungen an diesem Motorrad gemacht. Manche haben sich bewährt, manche nicht. Das ist normal in diesem Geschäft. Wir haben nach meiner Heimkehr mehr als zwei Wochen Zeit, um zu überlegen, ob wir im Factory-Status fahren oder im Open-Format."
Möglich: Dovi als Factory, Crutchlow im Open-Format Gigi Dall'Igna offenbarte erstmals auch die Möglichkeit, nicht alle drei Werksfahrer in der Factory-Kategorie antreten zu lassen. "Es ist alles vorstellbar. Wir können zum Beispiel Andrea Dovizioso als Factory fahren lassen, Cal Crutchlow nach der Open-Formel. Oder umgekehrt. Bei Andrea Iannone müssen wir uns auch entscheiden."
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Der Ducati-Rennchef erzählte, er habe seit Mitte November noch keine personellen Veränderungen vorgenommen. "Aber ich habe begonnen, die Schlüsselfiguren zu bestimmen. Diese Techniker werden künftig nicht entweder im werk oder an der Rennstrecke arbeiten, sondern an beiden Schauplätzen. Denn wir müssen die Connection von Borgo Panigale zum Racing-Team verbessern, damit alle immer wissen, was vor sich geht und was getan wird. Die Ingenieure werden auch rotieren. Einmal werden sie an der Strecke sein, dann im Werk. Dieses System habe ich immer so gehandhabt, auch in meiner bisherigen Firma. Der Informationsfluss muss besser werden zwischen Borgo Panigale und der Rennstrecke. Diese Reorganisation wird sich bis zum Jahresende hinziehen. Dann werde ich mein Team installiert haben. Das sind dann auch die Mitarbeiter, die die Arbeit machen. Ich bin ja nicht der, der die Arbeit macht." Gigi Dall'Igna will nicht über seine Zielsetzungen für 2014 sprechen. Er will das Motorrad verbessern und Ducati wieder dorthin bringen, wo dieser Rennstall hingehört – und wo er zu Casey Stoners Zeiten gewesen ist. "Im Moment ist nicht Marc Márquez unsere Zielscheibe", betont Dall'Igna. "Es wäre verrückt, wenn wir uns jetzt mit ihm messen würden. Es gibt 20 oder 30 Bereiche, wo wir uns verbessern müssen. Beim Motor, beim Chassis, bei der Aerodynamik – überall. Ich kann jetzt nicht sagen, wir müssen ein bestimmtes Problem lösen, damit wir wieder vorne sind. Klar, das Untersteuern plagt uns. Aber ein Symptom wie Untersteuern hat viele Ursachen. Es gibt nicht irgendeinen Zaubertrick, mit dem es sich beseitigen lässt." Die Zeiten von Donnerstag, 6. Februar 2014
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