MotoGP

Alex De Angelis: GP-Arzt gibt leichte Entwarnung

Von - 10.10.2015 16:56

Alex De Angelis ist schwer verletzt. Aber die neuesten Untersuchungen geben Anlass zu Optimismus. Wenn keine Komplikationen auftreten, sind keine bleibenden Schäden zu befürchten.

Alex De Angelis stürzte am Samstag im vierten freien MotoGP-Training in Motegi schwer, er flog beim Rausbeschleunigen aus Kurve 9 spektakulär von seiner ART-Aprilia.

Seither bangen das ganze Fahrerlager, die Fans auf der ganzen Welt und das E-Motion IodaRacing Team um die Gesundheit des aus San Marino stammenden vierfachen GP-Siegers, der sich für 2016 bei IodaRacing nichts sehnlicher wünschte als eine konkurrenzfähigere Maschine, zumindest ein 2015-Bike von Aprilia.

De Angelis wurde nach der medizinischen Erstversorgung in das Dokkyo Hospital in Mibu geflogen, wo weitere Untersuchungen stattfinden.

Nach dem Unfall wurde das FP4 von Race-Director Mike Webb mit der roten Flagge gestoppt. Die ersten Informationen berichteten, De Angelis seit nach dem Crash rasch wieder zu Bewusstsein gekommen und atme selbständig.

Alex De Angelis hat inzwischen eine Computer-Tomografie hinter sich. Er hat eine Lungenquetschung erlitten, dazu kommen einige Rippenbrüche. Auch eine Rückenwirbel-CT wurde vorgenommen, dabei kamen Brüche an den Rückenwirbeln T7, T8 und T9 zum Vorschein, dazu ein Bruch des Lendenwirbels L4 sowie gebrochene Wirbelfortsätze bei T2, T4 und T8.

Medical Director Dr. Michele Macchiagodena: «Alex hat ein Thoraxtrauma erlitten mit Rippenbrüchen auf beiden Seiten. Dazu kommt eine Gehirnerschütterung. Die CT-Aufnahmen zeigen aber keine Gehirnschäden und geben keine Rückschlüsse auf Blutgerinnsel. Aber Alex muss trotzdem ein paar Tage unter Beobachtung bleiben. Die Lungenquetschung verlangt besondere Aufmerksamkeit. Wir müssen diesen Aspekt genau im Auge behalten und sicherstellen, dass die Atmung dadurch nicht beeinträchtigt wird und es dadurch zu keinen Infektionen kommt. Die ersten Untersuchungen haben auch fünf Rückenwirbelbrüche ans Tageslicht gebracht, von denen drei Einfluss auf den Rückenwirbelkörper zu haben scheinen. Momentan sind keine neurologischen Beschädigungen zu entdecken. Aber wir müssen sicherstellen, dass sich diese Brüche nicht verschieben, damit das Rückenmark nicht beschädigt wird. Wir müssen diese Brüche genau beobachten, damit wir herausfinden, ob sich ein chirurgischer Eingriff vermeiden lässt.»

Das bedeutet: Es besteht keine Lähmungsgefahr, das Rückenmark ist heil geblieben, die Wirbelbrüche können auch ohne Operation verheilen. Der San Marineser wird aber einige Wochen regungslos in einem Korsett zubringen müssen, damit sich die Wirbelbrüche nicht verschieben.

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