MotoGP

Valencia-GP: Lorenzo Weltmeister, Drama für Rossi

Von - 08.11.2015 15:00

Er tat was in seiner Macht stand – und das war gewaltig! Doch Platz 4 reichte Valentino Rossi nicht zum Gewinn der MotoGP-WM 2015. Weltmeister 2015 wurde Valencia-Sieger Jorge Lorenzo.

Die Voraussetzungen für die WM-Entscheidung beim Saisonfinale der MotoGP in Valencia konnten kaum unterschiedlicher sein: Der WM-Zweite Jorge Lorenzo startete nach einem überragenden Qualifying von der Pole-Position. WM-Leader Valentino Rossi (7 Punkte Vorsprung) ging wiederum von der letzten Position ins Rennen, weil er nach dem Zwischenfall von Sepang vier Strafpunkte auf dem Konto hatte.

Doch der Ausnahmekönner aus Tavullia zeigte im Verlauf seiner Karriere bereits mehrfach, zu was er in der Lage sein kann. Im Fall von Valencia bedeutete das, dass er bei einem Lorenzo-Sieg einen Sprint auf Platz 2 vorführen müsste.

Mit strahlendem Sonnenschein und 23 Grad bot Valencia ideale Bedingungen für ein spannenden Saisonfinale über 30 Runden! 110 Tausend Zuschauer liessen sich dieses Spektaktel vor Ort nicht entgehen.

Und tatsächlich stellte Rossi seine ungeheute Kämpfernatur eindrucksvoll unter Beweis. Nach einem fantastischen Start machte der Yamaha-Pilot in der ersten Runde neun Plätze gut, mit jeder Runde liess er Konkurrent um Konkurrent hinter sich. Derweil machten sich jedoch vorne Lorenzo sowie die beiden Repsol-Honda-Asse aus dem Staub. Auf Platz 4 endete der Vorwärtsdrang von Rossi, auch bei freier Fahrt konnte der MotoGP-Superstar nicht dieselben Rundenzeiten wie die Top-3 fahren. Sein Rückstand wurde immer größer.

Es endete wie es die Experten vorhersagten: Lorenzo gewann vor den Honda-Assen Marc Marquez und Dani Pedrosa, Rossi wurde mit 18 sec Rückstand abgeschlagen nur Vierter – der WM-Titel 2015 fällt im letzten Saisonrennen in die Hände seines Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo!

Als Fünfter beendete Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) das Rennen vor seinem Teamkollegen Bradley Smith und Ducati-Ass Andrea Dovizioso, dessen Teamkollege wiederum in der Anfangsphase stürzte.

Die beste Suzuki pilotierte Aleix Espargaro auf der achten Position ins Ziel.

Im Pech war beim Valencia-GP Cal Crutchlow. Der LCR-Honda-Pilot musste aus der Boxengasse starten, weil sein Bike in der Startaufstellung streikte. Seine Aufholjagd endete auf einem ordentlichen neunten Rang.

Nach einer tollen Anfangsphase belegte Stefan Bradl für eine Weile den zehnten Rang, fiel im Verlauf des Rennens jedoch sukzessive zurück. In der letzten Runde rutschte er aus den Punkterängen auf Platz 18.

Ebenfalls keine Punkte erhielt Nicky Hayden, der in seinem letzten MotoGP-Rennen auf Platz 17 ins Ziel kam.

Als bester Open-Pilot sah Hector Barbera (Ducati) auf Position 16 das Ziel. Der Avintia-Pilot wurde mit 33 Punkten vor Loris Baz (28 P.) auch Open-Champion 2015.

So lief das Rennen:

Start: Lorenzo vorn, dann Marquez, Pedrosa und Iannmone. Bradl P10. Rossi schon P15.

Runde 1: Lorenzo, Marquez, Pedrosa, Iannoni, Dovizioso, Aleix Espargaro.

Runde 2: Bradl fällt hinter Pirro auf P11 zurück. Rossi P12.

Runde 3: Lorenzo Marquez Pedrosa. Rossi vorbei an Bradl und Pirro auf P10! Sturz Iannone.

Runde 4: Die Top-3 schon 4 sec vor Dovizioso. Rossi P9, Bradl P11.

Runde 5: Rossi läuft auf Smith Co au.

Runde 6: Es wird härter für Rossi. Smith, Petrucci und Espargaro fighten um P6 und winken ihn nicht durch. Crutchlow P16. Rossi überholt Smith.

Runde 7: Lorenzo macht vorne die Pace, Marquez und Pedrosa mit Respektabstand. Dovi (P4) schon 6,5 sec zurück. Petrucci lässt Rossi durch. Smith schlüpft mit durch.

Runde 8: Rossi jetzt Siebter, Bradl im Positionskampf mit Hernandez um P12.

Runde 9: Die erste Runde in der Rossi keine Position gut machen kann. Lorenzo 0,7 sec vor Marquez und 2,2 sec vor Pedrosa. Dovizioso auf P4 8 sec zurück.

Runde 10: Rossi vorbei an Pol Espargaro. Bradl jetzt im Infight mit Vinales.

Runde 11: Fantastisch – Rossi fährt trotz Überholmanöver nur unwesentlich langsamer als die Spitze!

Runde 12: Aleix Espargaro ist Rossis nächstes Opfer.

Runde 13: Lorenzo, Marquez und Pedrosa mit identischen Rundenzeit 13 sec vor RossiDovizioso Vierter vor den Espargaro-Brüdern und Smith. Bradl P14.

Runde 14: Noch 16 Runden für Rossi, um die beiden vor ihm liegenden Honda-Piloten niederzuringen.

Runde 15: Die Top-3 fahren 1,31er Rundenzeiten, Rossi nur niedrige 1,32 min! Crutchlow P11. Bradl (P14) unter Druck von Bautista.

Runde 16: Rossis Rückstand wächst – er muss auf Schützenhilfe der drei Spanier hoffen. Bautista vorbei an Bradl (P15), Hayden P16.

Runde 17: Lorenzo und Marquez schütteln Pedrosa ab. Der Honda-Pilot liegt schon 2,2 sec zurück. Rossi 12,4 sec hinter Pedrosa. Bei diesem Stand würde Lorenzo mit 5 P Vorsprung neuer Weltmeister. Crutchlow jetzt P10.

Runde 20: Marquez folgt Lorenzo locker – den Sieg hat Lorenzo noch längst nicht in der Tasche. Rossi von den Top-4 am langsamsten und schon 16 sec hinter Lorenzo.

Runde 22: Die Top-15 – Lorenzo, Marquez, Pedrosa, Rossi, P. Espargaro, Dovizioso, Smith, A. Espargaro, Petrucci, Crutchlow, Vinales, Pirro, Hernandez, Bautista, Bradl. Broc Parkes steuert die Boxengasse an.

Runde 24: Eugene Laverty beendet das Rennen in der Box. Marquez bereitet ein Überholmanöver vor! Crutchlow vorbei an Petrucci auf P9.

Runde 25: Marquez am Hinterrad von Lorenzo, doch noch zögert er. Die schnellsten Rundenzeten fährt jedoch Pedrosa, der nur noch 1,2 sec zurück liegt

Runde 27: Marquez nur 81/1000 hinter Lorenzo, Pedrosa 0,4 sec!

Runde 28: Lorenzo, Marquez und Pedrosa nur innerhalb 0,3 sec!

Runde 29: Positionskampf zwischen Marquez und Pedrosa verschafft Lorenzo wieder etwas Luft. Rossi abgeschlagen 18 sec zurück.

Runde 30: Lorenzo gewinnt vor Marquez und Pedrosa und ist MotoGP-Weltmeister 2015! Rossi wird als Vierter nur Vizeweltmeister. Bradl (P18) verliert in der letzten Runde drei Positionen an Barbera, Redding und Hayden.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

MotoGP

MotoGP 2018 Repsol Honda - "Gracias" Dani Pedrosa

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

Robert Kubica: Nicht alle schaffen das Comeback

​In Abu Dhabi hat Williams bestätigt: Robert Kubica wird 2019 wieder Grand-Prix-Fahrer. Die Geschichte zeigt – nicht alle Fahrer haben nach einer Verletzungspause an frühere Leistungen anknüpfen können.

» weiterlesen

 

tv programm

Freestyle Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Do. 13.12., 05:30, Eurosport 2


SPORT1 News

Do. 13.12., 06:50, SPORT1+


Nordschleife

Do. 13.12., 07:10, Motorvision TV


Deutschland, deine Geschichte - Das Beste aus der Deutschen Wochenschau

Do. 13.12., 08:05, Spiegel Geschichte


High Octane

Do. 13.12., 08:35, Motorvision TV


Formel E: FIA-Meisterschaft

Do. 13.12., 09:00, Eurosport 2


Freestyle Motocross: FIM-Weltmeisterschaft

Do. 13.12., 09:30, Eurosport 2


Formel E

Do. 13.12., 10:00, Eurosport


car port

Do. 13.12., 10:15, Hamburg 1


SPORT1 News

Do. 13.12., 10:35, SPORT1+


Zum TV Programm
82