MotoGP

Yamaha: Kein Preiskampf um Jorge Lorenzo für 2017

Von - 05.03.2016 16:18

Yamaha will Weltmeister Jorge Lorenzo für 2017 unbedingt im Werksteam halten. Aber nicht um jeden Preis, sagt Rennchef Lin Jarvis. Er vertraut auf das attraktive Gesamtpaket von Yamaha. Aber Ducati hat Marlboro-Geld.

MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo ist in der Königsklasse in diesem Jahr bisher der Mann der Stunde: Bestzeit mit 0,976 sec Vorsprung auf Rossi mit harten Reifen beim Sepang-Test, immerhin Platz 4 auf Phillip Island, jetzt wieder überlegene Bestzeit (0,516 sec vor Redding) beim Wüsten-Auftritt in Doha/Katar.

Und demnächst werden die Transferverhandlungen zwischen Jorge Lorenzo und Yamaha intensiviert. Lorenzo will so früh wie möglich Klarheit über seine Zukunft.

Dass ihn besonders Ducati mit einem höchst lukrativen Angebot ködern wird, gilt als selbstverständlich.

Aber Yamaha will sich nicht auf einen Bieterkrieg und auf keinen Preiskampf mit dem Scheckbuch einlassen, um die Unterschrift von Lorenzo für die Saison 2017 zu bekommen.

Die Yamaha-Rennmanager werden auch keinen Bankraub begehen, um den hoch eingeschätzten spanischen Moto2-Helden Alex Rins unter ihre Fittiche zu bekommen.

Rins, letztes Jahr als Rookie gleich Vizeweltmeister in der Moto2-Klasse, wird ein enger Kontakt zum Tech3-Yamaha-Team nachgesagt, das jetzt mit Pol Espargaró (dritte Saison) und Bradley Smith (vierte Saison) fährt, aber immer nach jungen Talenten Ausschau hält.

Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis gab gegenüber SPEEDWEEK.com bereits im Februar zu, dass er mit einem heftigen Angebot von Ducati für Lorenzo rechnet.

Ducati hat dank Sponsor und Tabakgigant Phillip Morris (Marlboro) eine ausreichende finanzielle Power, um den dreifachen MotoGP-Champion Lorenzo ein verlockendes Angebot machen zu können.

Da am Ende dieser Saison fast alle Fahrerverträge in der MotoGP-WM auslaufen, wird mit einem heissen Transfersommer gerechnet.

«Wir lassen uns auf keinen Bieterkrieg ein», erklärte Lin Jarvis. «Das ist ganz einfach. Wir kennen den Markt, wir kennen die Preise, aber das entspricht nicht unserem Stil. Wir sind immer bereit, Marktpreise für unsere Fahrer zu bezahlen, aber wir gehen nicht darüber hinaus. Wir sind in der glücklichen Lage, den Werksfahrern sehr viel anbieten zu können. Denn unsere Motorräder sind sehr konkurrenzfähig, unser Team und unser Unternehmen sind sehr gut. Wir befinden uns also nicht in einer Situation, in der wir mit Geld herumwerfen müssen... Wir müssen niemanden überbieten. Es geht ja nicht nur ums Geld. Es geht um das Gesamtpaket, das wir anbieten können. Ich denke, es ist für die meisten Fahrer eine attraktive Gelegenheit, wenn sie in das Factory-Programm von Yamaha einsteigen können. Besonders jetzt, wo wir unsere Konkurrenzfähigkeit deutlich unter Beweis gestellt haben. Unser Motorrad und unser System sind sehr attraktiv.»

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

MotoGP

MotoGP 2019 Sachsenring - Vanessa Guerra unterwegs mit Marc Marquez und Stefan Bradl

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

GP-Show Red Bull Ring und Silverstone: Die Gründe

​Nach dem Frankreich-GP brach das grosse Wehklagen aus: Gegen diese Formel Gähn müsse dringend etwas übernommen werden. Aber die Rennen in Österreich und England waren Kracher. Wir sagen wieso.

» weiterlesen

 

tv programm

Nordschleife

Do. 18.07., 07:25, Motorvision TV


High Octane

Do. 18.07., 08:45, Motorvision TV


Motorsport

Do. 18.07., 09:25, Eurosport


Anixe Motor-Magazin

Do. 18.07., 10:25, Anixe HD


Pannonia Carnuntum Rallye, Highlights

Do. 18.07., 11:45, ORF Sport+


High Octane

Do. 18.07., 12:10, Motorvision TV


Anixe Motor-Magazin

Do. 18.07., 13:00, Anixe HD


Classic

Do. 18.07., 13:25, Motorvision TV


Top Speed Classic

Do. 18.07., 13:55, Motorvision TV


Formel E: FIA-Meisterschaft

Do. 18.07., 14:00, Eurosport 2


Zum TV Programm
123