MotoGP

Barcelona: Valentino Rossi feiert grandiosen Sieg

Von - 05.06.2016 14:54

Vor heimischer Kulisse ließ Marc Márquez nichts unversucht, um Valentino Rossi zu bezwingen, doch am Ende lag der «Doctor» vorne und brachte die Menge zum Jubeln. Jorge Lorenzo erlebte ein Desaster.

Marc Márquez ging von der Pole-Position in seinen Heim-Grand-Prix in Barcelona. Mit ihm in Reihe 1 standen Weltmeister Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa. Valentino Rossi hatte sich Startplatz 5 hinter Ducati-Satellitenpilot Héctor Barberá gesichert und war Schnellster im Warm-up. In der Gesamtwertung lag Lorenzo vor dem Barcelona-GP zehn Punkte vor Márquez und 37 vor Rossi.

Der Streckenverlauf auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya wurde nach dem tragischen Unfall von Luis Salom vom Freitag geändert. Auf die Kurve 12, in der Salom verunglückt war, wurde ab dem Samstag verzichtet, es wurde die Formel 1-Schikane vor der Zielkurve gefahren.

Während sich Lorenzo (Yamaha), Rossi (Yamaha) und Márquez (Honda) vorne und hinten für die härteste Reifenvariante entschieden, setzte der leichte Honda-Pilot Dani Pedrosa den Medium-Hinterreifen ein. Die Tech3-Yamaha-Piloten Pol Espargaró und Bradley Smith wählten vorne und hinten die Medium-Mischung.

Start: Jorge Lorenzo startet wie gewohnt stark und führt in die erste Kurve vor Márquez und Iannone, der aus Reihe 3 nach vorne geschossen ist.

Runde 1: Pedrosa schnappt sich Iannone. Márquez und Pedrosa jagen Lorenzo, der versucht, sich von seinen Verfolgern abzusetzen. Rossi schnappt sich Viñales und Iannone und liegt auf Rang 4.

Runde 2: Lorenzo führt 0,4 sec vor Márquez, Pedrosa, Rossi, Viñales, Iannone, Dovizioso, Pol Espargaró und Petrucci. Suzuki-Pilot Viñales will bei seinem Angriff auf den Doctor zu viel und fällt 0,5 sec hinter Rossi zurück.

Runde 3: Bradley Smith war in der vorhergegangenen Runde drei Sekunden langsamer als die Spitze und liegt nur auf Platz 21. Lorenzo hat 0,5 sec Vorsprung auf Márquez. Rossi geht auch an Pedrosa vorbei. Viñales zieht nach und ist nun Vierter, Pedrosa kontert.

Runde 4: Rossi liegt 0,6 sec hinter Márquez. Lorenzo hat 0,5 sec Vorsprung auf den Repsol-Honda-Star. Stefan Bradl liegt mit der Aprilia auf Platz 17. Viñales geht wieder weit, Pedrosa ist Vierter.

Runde 5: Rossi war im letzten Umlauf 0,3 sec schneller als Lorenzo und Márquez. 1:46,102 min ist ein neuer Rundenrekord für Rossi.

Runde 6: Neuer Rundenrekord von Suzuki-Pilot Viñales auf Platz 5 mit 1:45,971 min. In Kurve 4 schnappt sich Rossi Márquez. Lorenzo hat nur noch 0,2 sec Vorsprung.

Runde 7: Rossi klebt an Lorenzos Hinterrad und übernimmt mit einem großartigen Manöver nach der Start-Ziel-Gerade die Führung. Auch Márquez geht an Lorenzo vorbei. Smith steuert die Tech3-Box an. Schaltprobleme wurden als Grund genannt.

Runde 8: Márquez bleibt an Rossi dran, Lorenzo liegt schon 0,5 sec zurück. Pedrosa holt zum Weltmeister auf. Bradl hält sich weiter auf Platz 17.

Runde 9: Lorenzo fällt weiter zurück, Pedrosa schnappt sich den Yamaha-Fahrer in Kurve 1. Nun klebt Viñales an Lorenzos Hinterrad.

Runde 11: Rossi liegt 0,4 sec vor Márquez, Pedrosa, Lorenzo, Viñales, Iannone, Pol Espargaró, Dovizioso und Crutchlow. Lorenzo hat Probleme mit fehlendem Grip auf der Reifenflanke.

Runde 12: Viñales überholt Lorenzo, der mit stumpfen Waffen kämpft. Der Suzuki-Pilot kann sofort einige Meter zwischen sich und den WM-Leader bringen. Márquez liegt 0,3 sec hinter Rossi. Pedrosa fährt 2,6 sec dahinter. Hernandez kürzte in der Schikane ab und muss sich daher eine Position zurückfallen lassen.

Runde 14: Rossi prescht dem Feld 0,2 sec vor Márquez voraus. Dahinter folgen Pedrosa, Viñales, Lorenzo, der schon zwei Sekunden hinter dem Suzuki-Fahrer liegt, Iannone, Pol Espargaró, Crutchlow, Dovizioso, Petrucci und Barberá, der von Startplatz 4 losgefahren war.

Runde 18: Fassungslosigkeit bei Ducati, ein Déjà-vu: Andrea Iannone räumt nach dem Argentinien-GP schon wieder einen Gegner ab. In Kurve 10 bremst er viel zu spät und schießt WM-Leader Jorge Lorenzo ab. Im Kiesbett will sich Ducati-Pilot Iannone für sein leichtsinniges und folgenschweres Manöver entschuldigen, Lorenzo wehrt ab. Rossi liegt währenddessen weiter an der Spitze, während Márquez nur ganz knapp einen Sturz verhindern konnte.

Runde 19: Rossi fährt 0,603 sec vor Márquez. Auf Platz 3 liegt Pedrosa vor Viñales, Pol Espargaró, Cruchtlow, Dovizioso, Petrucci, Barberá und Aprilia-Pilot Alvaró Bautista auf Platz 10. Stefan Bradl ist auf Platz 13 nach vorne gerückt.

Runde 20: Márquez hat 0,3 sec auf Rossi gutgemacht. Bradl fährt auf Platz 12 hinter Bautista und Miller.

Runde 21: Márquez geht in Führung, Rossi kontert. Die Menge in Barcelona jubelt.

Runde 22: Rossi führt vor Márquez, vier Runden sind noch zu fahren. Márquez setzt den 37-Jährigen unter Druck.

Runde 23: Márquez geht aus dem Windschatten an Rossi vorbei, bremst hart und hält die Führung.

Runde 24: Rossi schießt nach der Start-Ziel-Gerade vorbei und führt wieder. Márquez fällt eine halbe Sekunde zurück, als er in Kurve 7 weit geht. Dies war wohl der entscheidende Fehler von Márquez.

Letzte Runde: Rossi hat sieben Zehntel Vorsprung auf Márquez. 20 Punkte bedeuten für Márquez die Führung in der Gesamtwertung. Er lässt Rossi ziehen.

Ziel: Rossi sicherte ungefährdet seinen zweiten Sieg in dieser Saison nach Jerez mit 2,6 sec Vorsprung auf Marc Márquez. Dani Pedrosa erreichte seinen zweiten Podestplatz 2016. Dahinter folgten Maverick Viñales (Suzuki), Pol Espargaró (Yamaha), Cal Crutchlow (Honda) und Andrea Dovizioso (Ducati).

Aprilia-Pilot Alvaró Bautista sicherte mit Platz 8 sein bestes Ergebnis in dieser Saison. Danilo Petrucci, Jack Miller, Héctor Barberá und Stefan Bradl als Zwölfter folgten dahinter.

Sieger Rossi erklärte im Parc Fermé: «Ich lag lange vorne und pushte, aber ich konnte die Lücke zu Márquez nicht so groß machen, dass ich entkommen konnte. Am Ende war ich besorgt, als er mich überholte. Als er vorne lag, sah ich aber, dass ich es schaffen kann. Ich konnte eine Lücke erzeugen, die sehr wichtig war, um nicht in der letzten Runde kämpfen zu müssen. Das ist ein großartiger Sieg, einer der besten meiner Karriere. Ich widme ihn Luis Salom und seiner ganzen Familie.»

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