Motocross-Gespann-DM

MX-Gespann-DM 2019: Comeback von Walter/Vonbun

Von - 20.03.2019 06:53

Am Sonntag finden die ersten Läufe zur Deutschen Motocross-Meisterschaft der Seitenwagen im schwäbischen Heidenheim-Schnaitheim statt. Und wie immer werden dort neue Formationen am Start stehen.

Überraschend melden sich Martin Walter/Johannes Vonbun zurück. Die deutschen Vizemeister von 2014 verabschiedten sich ein Jahr später mit dem vierten DM-Rang aus dem Renngeschehen, mit einer Rückkehr rechnete mittlerweile wohl niemand mehr ernsthaft. Sollten der Schwabe und sein Vorarlberger Beifahrer an ihre Form von damals anknüpfen, können sie durchaus wieder ein gewichtiges Wort im Titelkampf mitreden.

Dabei treffen sie auf den zweifachen Meister Andreas Clohse, der mit neuer Formation antritt. Mit dem Schweizer Beifahrer Marius Strauss startete der in Deutschland lebende Belgier bereits 2013. Keine Erfahrung hat das Duo allerdings mit der Motorentechnik. Im Fahrwerk von WSP Sidecar (Berry Willemsen) sorgt der Einzylinder-Zweitakter PM07 von Panthera. Der im kanadischen Quebec ansässige Hersteller liefert das Triebwerk mit Sechsganggetriebe sowie Kick- und Elektrostarter. Aus 550 Kubik soll der mit 94 x 79 Millimetern standesgemäß kurzhubig ausgelegte Motor mit Ein- und Auslass-Steuerung zwischen 92 und 102 PS leisten. Wenn man die Leistungsangaben von Rübig (Mega) und Zabel für deren hubraumstärkere Aggregate damit vergleicht, scheint dieser Wert überaus optimistisch.

Zu den Sieganwärtern in Schnaitheim gehören weiterhin die Letten Kert Varik/Lauris Daiders, im letzten Jahr WM-Siebte. Tobias Blank hat mit dem Italiener Lemuel Ravera einen neuen Partner gefunden, Adrian Peter konnte Miroslav Zatloukal in sein Boot holen. Der Tscheche war auch von Marcel Faustmann umworben worden, doch nun schaut der Vizemeister von 2016 mangels Beifahrer durch die sprichwörtliche Röhre.

Gespannt sein darf man auf die Nachwuchsteams Eddie Janecke/Gordon Bothur, Robin Ohl/Patrick Reinert und Heiko Müller/Pirmin Hofmeier. Diese geben nach ihren letztjährigen Auftritten Anlass zu einigen Hoffnungen. Doch auch in der DM müssen sie sich nicht nur gegen etablierte heimische Gespanne, sondern auch gegen Konkurrenz aus den Nachbarländern behaupten. Dazu gehören unter anderem die Schweizer Marco Heinzer/Ruedi Betschart und David Bolliger/Meinrad Schelbert. So ist der international besetzte DM-Auftakt auf der Schwäbischen Alb eine erste Standortbestimmung für die deutschen Teams. Wie in den Jahren zuvor starten die Gespanne der DMSB-Pokalwertung gemeinsam mit den DM-Teilnehmern.

Im Rahmenprogramm am Sonntag (17.3.) finden die ersten Läufe zur DM-Open und zum Ladies Cup statt. Das Pflichttraining beginnt um 9.35 h, die Rennen um 13.10 h. Weitere Informationen: motocross-schnaitheim.de.

Es bleibt die traurige Nachricht anzufügen, dass in der letzten Woche Klaus Malzer an einem Lungenleiden verstarb. Der Oberpfälzer begann seine Karriere in der Geländemeisterschaft der späten 1970er Jahre, errang 1982 mit Günter Forster den Titel und gehörte bis 1988 zu den Top-Fahrern in dieser Klasse. Dann wechselte Malzer in das Motocross-Lager, dem er bis 2008 treu blieb. Gespannrennen waren seine Leidenschaft, der große Durchbruch blieb ihm allerdings versagt. Aber für den immer bescheidenen Klaus Malzer war es nicht wichtig, im Rampenlicht zu stehen. Ihm ging es vor allem darum, an den Rennen teilzunehmen und dabei mit seinen Möglichkeiten sein Bestes zu geben. Und das hat er umgesetzt, solange seine Fitnesss und seine Motivation Renneinsätze zuließen. Schließlich galt der drahtige Malzer als einer der 'harten Knochen', für die Aufgeben keine Option darstellte. Und schon deshalb gebührt Kaus Malzer unser aller Respekt.

Termine DM Seitenwagen und DMSB-Pokal Seitenwagen

24.3. Schnaitheim
31.3. Hänchen
28.4. Dolle
1.5. Kamp-Lintfort
5.5. Geisleden
26.5. Pflückuff
22./23.6. Schopfheim
30.6. Jauer
20./21.7. Aichwald
4.8. Gerstetten

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Abschied von Klaus Malzer, hier 2006 mit Herbert Reiss © Koenigsbeck Abschied von Klaus Malzer, hier 2006 mit Herbert Reiss Comeback von Martin Walter und Johannes Vonbun © Koenigsbeck Comeback von Martin Walter und Johannes Vonbun

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