Motocross-WM MXGP

Chance für MX-Sport? Infront erwirbt Youthstream

Von - 31.01.2019 20:02

Das Sportmarketing-Unternehmen Infront steigt in die Motocross-WM ein: Der Erwerb von Youthstream bis 2036 wurde am Donnerstag verkündet – was sich Giuseppe Luongo und die weiteren Beteiligten davon erhoffen.

Infront gab am heutigen Donnerstag bekannt, Youthstream, Eigentümer der exklusiven TV-, Marketing- und globalen Werberechte der FIM Motocross-Weltmeisterschaft, bis ins Jahr 2036 erworben zu haben. Das Abkommen beinhaltet auch eine Serie von Events, darunter das «Motocross of Nations», die Motocross-Weltmeisterschaft der Frauen, die Snowcross-Weltmeisterschaft sowie die Motocross Europameisterschaft inklusive Europäisches Motocross der Nationen. Das Youthstream-Management bleibt unverändert: Giuseppe Luongo tritt weiterhin als Präsident auf, David Luongo als CEO und Daniele Rizzi als COO.

Infront gehört zu den größten Vermarktungsagenturen der Welt: Mehr als 1.000 Mitarbeiter sind in 39 Büros, die auf 14 Länder verteilt sind, beschäftigt und kümmern sich um die Abwicklung von Sport-Events, die jährlich 4.100 Veranstaltungstage umfassen. Das Unternehmen mit Sitz in Zug in der Schweiz ist unter anderem Partner aller sieben Olympischen Wintersportverbände und repräsentiert 40 führende Fußballmarken. Infront Motor Sports gehörte außerdem die Superbike-WM, bevor diese im Herbst 2012 von Dorna gekauft wurde.

«Wir freuen uns sehr, Youthstream in der Infront Group willkommen zu heißen. Unter dem bewährten Management und deren Expertise ist die Motocross-Weltmeisterschaft zum Premier-Event im Offroad-Motorsport geworden. Nach der erfolgreichen Eigentümerschaft und dem Management der Superbike-Weltmeisterschaft von 2007 bis 2012 garantiert uns dieser Kauf ein weiteres Mal Langzeit-Eigentumsrechte im internationalen Motorsport und stärkt damit unser umfassendes Portfolio. Wir werden sehr eng zusammenarbeiten, um das Fan-Erlebnis und die Inhalte weiter zu verbessern und die globale Motocross-Gemeinde zu vergrößern», kommentierte der Präsident und CEO von Infront, Phillippe Blatter, der übrigens der Neffe Sepp Blatter ist.

Auch Youthstream-Präsident Giuseppe Luongo sieht den Einstieg von Infront als Chance für die Motocross-WM: «Wir haben dieses Unternehmen über mehr als drei Jahrzehnte lang erfolgreich aufgebaut und freuen uns nun sehr darauf, unsere ehrgeizige Vision für den Motocross-Sport gemeinsam mit Infront, einem der führenden Player im globalen Sport-Business, weiter zu entwickeln. Diese Einigung kommt zur rechten Zeit für die MXGP-Weltmeisterschaft und erlaubt Youthstream, die internationale Entwicklung zu beschleunigen. Ich bin sicher, dass die Synergien, die wir erzeugen, für alle Beteiligten von großem Vorteil sind.»

«Die Motocross-Weltmeisterschaft ist ein aufregendes Segment, mit einem klaren Wachstumspotential. Wir freuen uns darauf, den Sport auf das nächste Level des kommerziellen Erfolgs zu heben, indem wir unser weitläufiges Medien- und Sponsoring-Netzwerk aktivieren, genauso wie unsere komplette Palette an innovativen Sportlösungen. Das läuft Hand in Hand mit einer Steigerung der verkauften Medienrechte und einer Stärkung der digitalen Marketingaktivitäten, darunter auch der Ausbau der MXGP-TV-Plattform für die Fans auf der ganzen Welt», fügte Julien Ternisien, Vizepräsident bei Infront Summer Sports, hinzu.

«Die Motocross-Weltmeisterschaft ist eine der Motorsport-Serien, die am schnellsten wachsen und zu den vielversprechendsten gehören. Wir sind zuversichtlich, dass die starke Marktposition, die Ressourcen und die Marketingfähigkeiten von Infront gemeinsam mit den starken Erfahrungswerten und der Expertise von Youthstream helfen werden, die Latte noch höher zu legen, wenn es um das Wachstum und die Beliebtheit der Serie geht», zeigte sich FIM-Präsident Jorge Viegas optimistisch.

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Phillippe Blatter, Präsident und CEO von Infront, und Youthstream-Präsident Giuseppe Luongo © FIM Phillippe Blatter, Präsident und CEO von Infront, und Youthstream-Präsident Giuseppe Luongo
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