Motocross-WM MXGP

Tony Cairoli wie Valentino Rossi: «Prado pusht mich»

Von - 23.05.2019 07:13

Die Trainingsgruppe um die Red Bull-KTM-Piloten Antonio Cairoli und Jorge Prado führt nach Agueda die MXGP- und die MX2-WM an. «Mit Jorge heißt es immer Vollgas», verriet Tony.

Die Red Bull-KTM-Stars Antonio Cairoli und Jorge Prado liegen jeweils an der Spitze der MXGP- und der MX2-WM, nachdem sich der Spanier in Agueda mit seinem fünften Doppelsieg der Saison die «Red Plate» zurückgeholt hat. Cairoli (33) und Prado (18) trainieren schon seit dem Vorjahr gemeinsam, der neunfache Weltmeister nimmt für den Teenager – neben Teammanager Claudio De Carli – die Rolle des Mentors ein. Ein weiteres Beispiel dafür, wie die KTM Group auch hinter den Kulissen die Fäden des Erfolgs zieht. So sind etwa die von Aldon Baker betreuten Trainingsgruppen in Florida längst ein Teil des Erfolgsrezepts, das zu drei Supercross-WM-Titeln in Folge führte – mit unterschiedlichen Fahrern.

Zwischen den neunfachen Weltmeistern Cairoli (der zweitälteste Fahrer in der MXGP-Serie) und Valentino Rossi (mit seinen 40 Jahren der älteste MotoGP-Pilot) wurden schon viele Parallelen gezogen. Dass beide mit jungen Talenten trainieren und sich somit selbst jung halten, ist eine weitere Gemeinsamkeit der italienischen Zweiradstars. Rossi hat sich als Fahrer dank seiner VR46 Riders Academy weiter entwickelt – und die letzten zwei Moto2-Titel gingen an seine Schützlinge Franco Morbidelli und Francesco Bagnaia. Cairoli ist immer noch in der Lage, den Ton in der MXGP-Klasse anzugeben, wenn es um Intensität und Performance geht – und Prado hat in der von De Carli geschaffenen Struktur einen Anteil daran.

«Mit Jorge heißt es immer Vollgas, jede Woche. Er pusht und pusht einfach immer, ich kann mich nicht zurücklehnen», verriet Tony. «Natürlich ist das gut. Wir fahren und trainieren immer zusammen, das hilft während der Woche, das hilft ihm auch. Das passt gut zusammen.»

Der Sizilianer kann die Energie und die Ausgelassenheit des 18-Jährigen für sich nutzen. Am Ende profitieren beide voneinander: Prado ist in den zehn Läufen, bei denen er mit seiner 250 SX-F in dieser Saison am Start stand, noch ungeschlagen. «Ich habe das Glück, mit Tony zu trainieren», weiß der MX2-Weltmeister. «Das bedeutet, dass ich die beste Referenz habe. Manchmal sind wir an der Strecke und er fährt eine wirklich gute Rundenzeit, an die ich einfach nicht herankomme! Dann weiß ich, dass ich mich noch verbessern kann! Ich merke, dass noch viel Arbeit vor mir liegt, um diesen Standard zu erreichen. Auf diesem Level ist es schwierig, besser zu werden... Aber mit Tony als Anhaltspunkt schaffe ich es, jeden Tag zu pushen.»

«Ich glaube, ich bin fast der älteste Fahrer in der Klasse, aber es fühlt sich nicht so an. Ich habe immer noch Freude am Fahren, am Trainieren und an den Rennen», versicherte Cairoli. Das habe vor allem zwei Gründe: «Zum Glück hatte ich in meiner Karriere nicht so viele Verletzungen, das hilft mir eine Menge, weil ich in der Früh aufwache und keine Beschwerden habe, wie vielleicht andere Leute. Und ich glaube, dass die Leidenschaft für das Motorrad und den Sport mir in all diesen Jahren eine Menge geholfen hat. Solange ich mich so fühle, werde ich weitermachen.»

Die #222 steht aktuell bei 89 GP-Siegen und neun WM-Titeln. Damit nähert sich Tony den Rekorden von Stefan Everts an, der seine Karriere 2006 nach 101 Siegen und zehn gewonnen Weltmeisterschaften beendet hat.

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