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Letztes Update 17.12.17 23:30:37
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Steckbrief

Noriyuki Haga

Rennfahrer

Vorname: Noriyuki
Nachname: Haga
Spitzname: Nitro-Nori
Webseite: www.nki41.com
Twitter:
Nationalität: Japan
Geburtsdatum: 02.03.1975 in Nagoya, Japan (42 Jahre, 9 Monate und 16 Tage)
Familienstand: Verheiratet
Wohnort: Mailand
Größe: 168 cm
Gewicht: 65 kg
Hobbys: Snowboard, Golf
Lieblingssportart(en):
Lieblingsstrecke: Laguna Seca
Lieblingsspeise(n): Japanische Küche
Lieblingsmusik: Hip Hop

Im zarten Alter von vier Jahren begann Noriyuki Haga 1979 mit dem Motorradfahren. Sein Vater schenkte ihm ein Pocket-Bike, mit dem er bereits 1980 sein erstes Rennen fuhr.

Über etliche Stationen in der Japanischen Meisterschaft kam «Nitro Nori» aber erst 1996 zu seinem ersten großen Erfolg. Gemeinsam mit Colin Edwards (USA) gewann er das legendäre Acht-Stunden-Rennen von Suzuka. Im selben Jahr startete er mit einer Wildcard beim Superbike-WM-Lauf in Sugo und wurde Zweiter.

1997 gewann Haga endlich die Japanische Superbike-Meisterschaft. In Sugo fuhr er erneut in der Superbike-WM mit, diesmal als Ersatz für den verletzten Colin Edwards: Im ersten Lauf wurde er Zweiter, den zweiten gewann er. Das war der Startschuss für seine internationale Karriere.

Mit einer Yamaha YZF 750 SP ging Haga 1998 in der Superbike-Weltmeisterschaft an den Start und wurde auf Anhieb Sechster. Auch in der GP-Szene machte er auf sich aufmerksam. Als Gaststarter erreichte er beim 500er-GP-Lauf in Suzuka den dritten Rang.

Die Superbike-WM-Saison 1999 verlief für Haga unauffällig: Er belegte den siebten Platz im Gesamtklassement.

Das Jahr 2000 war erfolgreicher für Haga: Hinter Colin Edwards wurde er Superbike-Vizeweltmeister. Haga wurde jedoch positiv auf eine verbotene Substanz getestet und bestraft (Punkte aberkannt und Sperre für einen Monat). Später stellte sich raus, dass die verbotene Substanz ein Nahrungsergänzungsmittel war (Abnehmhilfe).

Für das Red Bull Yamaha WCM-Team pilotierte Haga 2001 eine 500er. Mit dem aggressiven Zweitakter hatte der passionierte Golfer Mühe und stürzte häufig, die Saison beendete auf nur auf dem 14. WM-Platz.

Nach diesem Dämpfer suchte Haga eine neue Herausforderung und fand sie mit Aprilia in der Superbike-WM. Als WM-Vierter zog sich Noriyuki achtbar aus der Affäre.

Im selben Jahr wurden in MotoGP die Viertakter eingeführt und Aprilia schickte Haga 2003 mit einem Dreizylinder-Bike an den Start. Aber das neue Motorrad war eine Fehlentwicklung: Haga fuhr zwar regelmäßig WM-Punkte ein, am Ende war er aber nur 14. im Klassement.

Erneut ging es für Haga zurück in die Superbike-WM. 2004 mit Ducati, von 2005 bis 2008 für Yamaha. Der Japaner fuhr immer vorne mit, erreichte vier dritte WM-Ränge und wurde einmal Vizeweltmeister. Während dieser Periode fuhr sich Haga mit seinem waghalsigen aber fairen Fahrstil in die Herzen der Fans.

2009 trat er für das Ducati-Werksteam an, dieses Mal wollte er sich die WM-Krone aufsetzen. Doch er hatte die Rechnung ohne Neueinsteiger Ben Spies (USA) gemacht. Acht Mal sicherte sich Haga zwar den Sieg und belegte immer Platzierungen in den Top-10. Ben Spies war jedoch stärker und sicherte sich mit 14 Siegen und sechs Punkten Vorsprung auf Haga den WM-Titel. Beim Rennen in Monza war Haga mit einem Vogel kollidiert, der dortige Punktverlust und die anschließende Verletzung raubte ihm alle Titelchancen.

Haga blieb 2010 bei Ducati, war aber nur noch ein Schatten seiner selbst. Er konnte zwar zwei Siege verbuchen, kam aber nicht über WM-Rang 6 hinaus.

Auch 2011 im privaten Pata-Team mit Aprilia wies Haga keine Konstanz auf und wirkte unmotiviert. Für die Saison 2012 fand er, auch wegen überzogener Gehaltsvorstellungen, kein Motorrad. Seine Karriere in der Superbike-WM schien beendet, bis Haga 2013 in Imola für einen Gaststart mit einer privaten BMW zurückkehrte. Er erreichte in beiden Rennen Platz 15. Es blieb bei einem einmaligen Auftritt.

Im selben Jahr fuhr Haga mit Kevin Schwantz und Yukio Kagayama noch einmal das Acht-Stunden-Rennen von Suzuka und wurde guter Dritter. Seitdem absolvierte Haga verschiedene Rennen in nationalen Serien und der Endurance-WM (Suzuka 8h).

Die Söhne von Haga eifern ihrem Vater nach und fahren in der italienischen Meisterschaft. 

Noriyuki Haga © Suzuki Noriyuki Haga Noriyuki Haga 2005 © Gold & Goose Noriyuki Haga 2005 Noriyuki Haga 2002 © Gold & Goose Noriyuki Haga 2002 Noriyuki Haga 2003 © Gold & Goose Noriyuki Haga 2003

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