Air Race

Hannes Arch: Absturz wegen Orientierungsverlust

Von - 28.06.2018 12:19

Fast zwei Jahre nach dem tragischen Hubschrauber-Absturz von Hannes Arch liegt der Endbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes vor. Sie kommt zum Schluss, dass Orientierungsverlust den Crash verursacht hat.

Mehr als eineinhalb Jahre dauerte die Untersuchung des tragischen Hubschrauber-Absturzes, der AirRace-Ass Hannes Arch das Leben gekostet hat. Nun liegt der Abschlussbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) vor, und darin wird festgehalten, dass die Faktoren Blendung und Dunkelheit zum tödlichen Unfall vom 8. September 2016 im Grossglockner-Gebiet geführt haben. Wetterbedingungen sowie physische Beeinträchtigungen des Piloten konnten als Unfallursache ausgeschlossen werden.

Die Untersuchung brachte hervor, dass Arch vom Landescheinwerfer seines Hubschraubers sowie der nicht getimten Instrumentenbeleuchtung geblendet war, als er auf dem Weg von der Ebenbilder Hütte nach Salzburg mit einem Felsen kollidierte. Laut Bericht war der Hubschrauber für Flüge nach Sichtflugregeln und Nachtsichtflugregeln ausgerüstet und zugelassen. Dem Unfall gingen Kursschwankungen hervor, denn Arch war ohne Hilfe seines portablen Navigationssystem unterwegs, nachdem dieses kein Signal bekommen hatte.

Laut Archs Passagier – dem Hüttenwirt, der sich spontan entschlossen hatte, nach Salzburg mitzufliegen und der den Absturz schwer verletzt überlebt hat – hatte der geübte Kunstflieger gesagt, dass es «nichts ausmache», dass sein Navi nicht funktionierte. Der Bericht hält darüber hinaus fest, dass eine Horizontfindung ausserhalb des Lichtkegels durch die gegeben Umstände deutlich erschwert wurde. Denn zum Unfallzeitpunkt war es stockfinster, es gab auch keine künstlichen Lichtquellen im Tal, die dem Piloten zur Orientierung hätten dienen können.

Nach eineinhalb Minuten Flugzeit tauchten plötzlich Steine und Felsen im Lichtkegel des Scheinwerfers auf, wie der Augenzeuge berichtete. Arch zog den Hubschrauber steil nach oben, kurz darauf kollidierte er mit dem steinigen Untergrund. Denn der Landescheinwerfer reichte nur 60 Meter weit. Das heisst, Arch blieben nur 2,2 Sekunden, um einem Objekt auszuweichen. Das reichte nicht, um die Kollision zu vermeiden, bei dem er sich einen Genickbruch zugezogen hatte und sein Mitreisender multiple Brüche erlitt.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

Air Race

Air Race 2019 Dammam Demo - Highlights

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Günther Wiesinger

Niki Lauda: Motten in der Geldbörse und andere Storys

Niki Lauda prägte die Formel 1. Er war eine Persönlichkeit, die man nur alle 100 Jahre findet. Lesen Sie herzhafte Einzelheiten, die nicht alltäglich sind und heute aus der Zeit gefallen wirken.

» weiterlesen

 

tv programm

On Tour

Fr. 24.05., 12:45, Motorvision TV


Formel 1: Großer Preis von Monaco

Fr. 24.05., 13:00, Sky Sport 2


Car History

Fr. 24.05., 13:35, Motorvision TV


High Octane

Fr. 24.05., 15:55, Motorvision TV


Anixe Motor-Magazin

Fr. 24.05., 16:00, Anixe HD


Formel 1: Großer Preis von Monaco

Fr. 24.05., 18:00, Sky Sport 2


Servus Sport aktuell

Fr. 24.05., 19:15, ServusTV Österreich


Motorsport - DTM

Fr. 24.05., 19:25, Sport1


Formel 1: Großer Preis von Monaco

Fr. 24.05., 19:30, Sky Sport 2


Rennlegenden - Speed

Fr. 24.05., 20:15, N-TV


Zum TV Programm
17