Sandbahn

Nicki Pedersen vor Einstieg in den Langbahn-Sport

Von - 16.10.2018 13:42

Am gestrigen Montag testete Nicki Pedersen auf der Sandbahn in Scheeßel, betreut wurde er von den Tunern Matthias Kröger und Brian Karger. SPEEDWEEK.com deckt die Hintergründe auf.

Seit 2001 fuhr der dreifache Speedway-Weltmeister Nicki Pedersen ununterbrochen im Grand Prix, nach dieser Saison war Schluss. Als WM-Elfter bekam er keine der vier Dauer-Wildcards für 2019, der 41-Jährige kündigte umgehend an: «Es ist an der Zeit für mich, neue Ziele zu erreichen. Ich verspreche euch, 2019 wird voll sein mit neuen Zielen.»

Nach seinem gestrigen Test auf der 1000-Meter-Sandbahn in Scheeßel liegt der Schluss nahe, dass sich Pedersen im Langbahn-Sport versuchen will.

SPEEDWEEK.com sprach mit Ex-Rennfahrer und Tuner Matthias Kröger, der Pedersen eines seiner Motorräder stellte und für die technische Betreuung vor Ort sorgte. Als weiteren Betreuer hatte Nicki den dänischen Tuner Brian Karger dabei.

Matthias, weshalb warst du mit Nicki Pedersen beim Sandbahn-Training?

Man hat mich gefragt, ob ich ein vernünftiges Motorrad mit gutem Set-up habe, in Dänemark habe ich keinen schlechten Ruf. Nicki hat vor Langbahn zu fahren, sie haben mich gefragt und das hat sich so ergeben.

Ich habe den Termin in Scheeßel gemanagt und wir waren dort Montagnachmittag zum Testen. Ein großes Dankeschön an den Club, die haben das alles super gemacht.

Was war das für ein Motorrad?

Das war mein letztes Motorrad, ein Jawa-Modell mit Jawa-Motor. Es steht bei mir in der Werkstatt und wartet auf einen Einsatz.

Pedersen hat fest vor, in den Langbahn-Sport einzusteigen?

Auf jeden Fall sind die Gedankengänge von ihm so. Er hat sich zu nichts entschieden, wie ich das rausgehört habe, aber das Interesse ist sehr stark. Das sah auch gut aus, was er gemacht hat. Klar war das eine Geschwindigkeit, mit der er nicht sofort loslegen konnte. Aber der Ansatz war gut, es kommt mit Sicherheit noch zu mehreren Tests.

Woher kennt ihr euch?

Ich habe schon mal einen Zahnriementest mit ihm zusammen gemacht und wir kennen uns aus der dänischen Liga. Wie sich Fahrer eben so kennen.

Es gab Speedway-Fahrer wie Erik Gundersen, die wurden aus dem Stand Langbahn-Weltmeister. Was traust du Pedersen zu?

Er saß das erste Mal auf dem Langbahn-Motorrad. Wenn er sich entscheidet da mitzufahren, dann schätze ich seinen Ehrgeiz ziemlich hoch ein und denke, dass er alles daran setzen wird, um vorne mitzufahren.

Langbahnfahren macht für ihn ja nur Sinn, wenn er Grand Prix fährt?

Das ist sein Gedanke, schätze ich. Wenn er anfängt, dass er sich dann um eine Wildcard bewirbt. Sein Ziel ist bestimmt, an der WM teilzunehmen. So direkt haben wir nicht darüber gesprochen, aber so habe ich das rausgehört.

Was könnte er auf den derzeitigen Grand-Prix-Bahnen erreichen, sollte er eine Wildcard bekommen?

Die Schwierigkeit werden die Grasbahnen werden, die kennt er ja noch gar nicht. Ich kann auch nicht einschätzen, wie er sich dort verkaufen kann. Aber auf Bahnen wie Morizes wird er kein Problem haben.

Wenn er sich zum Langbahn-Sport entschließt, dann wird er schon so arbeiten, dass er das hinkriegt.

Bräuchte er für die Langbahn neue Leute im Team? Leute wie dich oder Karger oder John Jörgensen, die Langbahn-Erfahrung haben.

Er bräuchte ein Langbahn-Team. Das kannst du gut bei Chris Harris sehen, der in Eenrum Matt Read bei sich hatte und richtig gut fuhr. Mit dem Speedway-Team ist es nicht so einfach, auf der Langbahn Fuß zu fassen. Du brauchst die Erfahrung fürs Set-up und die Bahnen. Umsonst ist Erik Riss nicht so schnell Weltmeister geworden.

Kannst du dir vorstellen, dass er dann Motoren von dir fährt?

Das kann ich dir nicht sagen, das ist noch zu weit weg.

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Nicki Pedersen am Montag in Scheeßel © Pedersen Nicki Pedersen am Montag in Scheeßel Hat neue Ziele: Nicki Pedersen © Pabijan Hat neue Ziele: Nicki Pedersen Matthias Kröger sorgte für die technische Betreuung © Strohhammer Matthias Kröger sorgte für die technische Betreuung
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