Superbike-WM

Morbidelli wie Max Biaggi und Kocinski – anders herum

Von - 13.11.2017 13:12

Die Moto2-WM 2017 wurde von Franco Morbidelli dominiert. Das Talent des Italieners wurde aber bereits in der seriennahen Motorrad-WM offensichtlich. Er ist der erste GP-Weltmeister mit Wurzeln im Superbike-Paddock.

Mit acht Siegen, zwölf Podestplätzen und sieben schnellsten Rennrunden krönte sich Franco Morbidelli im belgischen Marc VDS-Team zum Moto2-Weltmeister 2017 – nach der Verletzung von Tom Lüthi letztlich kampflos.

Morbidellis Mutter stammt aus Brasilien, sein Vater Livio (er nahm sich 2014 das Leben) aus Rom. Seit 2005 wohnt der heute 22-Jährige in Tavullia, dem Heimatort von Valentino Rossi und wurde später in dessen 2014 gegründeten VR46-Academy aufgenommen.

Doch schon 2012 absolvierte Morbidelli seine erste volle Saison in der Superstock-600-EM und holte beim Meeting auf dem Nürburgring als Dritter sein erstes Podium. 2013 im Team Italia, finanziert von der italienischen Föderation FMI, gelang ihm der Durchbruch: Titelgewinn mit zwei Siegen und drei zweiten Plätzen in zehn Rennen. Im selben Jahr debütierte Morbidelli im Gresini-Team in der Moto2-Klasse.

Morbidelli steigerte sich kontinuierlich: 2014 Gesamtelfter, dann Zehnter, Vierter, dann Champion. Damit ist er der erste GP-Weltmeister mit Wurzeln im Superbike-Paddock!

Umgekehrt, also von den Prototypen-Bikes zu den seriennahen Motorrädern, gelang es nur John Kocinski (250-WM 1990, SBK-Weltmeister 1997) und Max Biaggi (4x 250-WM, Superbike-Weltmeister 2010 und 2012), Meisterschaften zu gewinnen.

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