Superbike-WM

Die Superbike-WM taugt kaum als MotoGP-Talentschmiede

Von - 08.12.2017 07:08

Nur selten suchen MotoGP-Teams im Superbike-Paddock nach künftigen Stars. Die Manager Paolo Ciabatti (Ducati) und Lin Jarvis (Yamaha) kennen die Gründe dafür.

Durch die Spanische Meisterschaft (CEV) und den Red Bull Rookies Cup strömen talentierte Fahrer aus aller Welt in die kleinen WM-Klassen Moto3 und Moto2. Die Besten unter ihnen bahnen sich dann den Weg in die Königsklasse. Doch es gibt auch einige Quereinsteiger, die sich zuerst in der Supersport- oder Superbike-WM bewiesen, bevor sie den Sprung in die MotoGP-WM schaffen. Beispiele hierfür sind in der jüngeren Vergangenheit Troy Bayliss, Colin Edwards, Ben Spies, James Toseland, Cal Crutchlow oder Loris Baz.

Wo sind mehr talentierte Fahrer zu finden? In der Superbike- oder der MotoGP-WM? «Ich würde sagen, der Ort, an dem wir vorrangig nach talentierten Fahrern Ausschau halten, ist schon der GP-Paddock, denn die Klassen Moto3 und Moto2 beherbergen zahlreiche vielversprechende Fahrer», betont Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis. «Die Dorna finanziert und unterstützt auch viele Programme, um dort Piloten für die Zukunft aufzubauen. Das gilt auch für die VR46 Academy, mit der wir eng zusammenarbeiten. Ohne Frage: Der Fokus liegt für uns auf dem GP-Paddock. Manchmal findest du natürlich auch Fahrer aus anderen Meisterschaften. Die Superbike-WM hat ihren Wert und wichtige Ziele. Es wäre aber eine Ausnahme, einen jungen Fahrer von dort zu holen. Die meisten Fahrer wechseln schon früh in die GP-Klassen.»

Für den erkrankten Jonas Folger durfte 2017 Superbike-Pilot Michael van der Mark einspringen und die Tech3-Yamaha pilotieren. Doch der Niederländer, Gesamtsechster der Superbike-WM 2017, schaffte es nicht in die Punkteränge, während Rookie Folger auf dem Sachsenring mit dieser Maschine noch auf dem Podest landete.

«Wir sind auch in der Superbike-WM engagiert. Es gibt Fahrer, die aus der Superbike-WM kamen und hier sehr erfolgreich sind wie Cal Crutchlow oder Danilo Petrucci. Doch das sind Ausnahmen und nicht die Regel», stimmt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti zu. «Mit allen Programmen, die mit unserer Weltmeisterschaft zusammenhängen, ist es einfacher, talentierte und junge Fahrer in den kleinen Klassen zu finden. So ist es auch für uns einfacher, die Entwicklung mancher Fahrer genau und vor Ort zu beobachten. Es kommt mehr Talent aus der Moto3- und Moto2-Klasse als aus der Superbike-WM.»

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Die MotoGP-Piloten Cal Crutchlow (li.) und Danilo Petrucci kommen aus dem Superbike-Paddock © Gold & Goose Die MotoGP-Piloten Cal Crutchlow (li.) und Danilo Petrucci kommen aus dem Superbike-Paddock
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