Superbike-WM

Eugene Laverty komplett zerstört: Zu frühes Comeback?

Von - 15.05.2018 09:20

Sieben Wochen lagen zwischen dem schweren Sturz von Eugene Laverty (Milwaukee Aprilia) bei der Superbike-WM in Thailand und seinem Comeback in Imola. Mehr Zeit hätte dem Nordiren gut getan.

Aprilia-Teamchef Shaun Muir hatte seiner Nummer 1 Eugene Laverty eingebläut, dass er erst zurückkommen braucht, wenn er «auf dem Level von vor seinem Sturz» fahren kann.

In den drei freien Trainings lag der 31-Jährige in Italien einmal vor Teamkollege Lorenzo Savadori und zweimal hinter ihm. Als es in der Superpole um die Startplätze ging, wurde Laverty respektabler Sechster und Savadori Neunter. Zumindest über eine Runde war der Comeback-Mann schnell.

Doch über die 19 Runden Renndistanz (93,784 km) tat er sich schwer: Nur die Plätze 12 und 9, während Savadori im ersten Rennen Achter wurde und im zweiten stürzte.

«Ich war nach dem zweiten Rennen komplett zerstört», räumte Laverty ein. «Das war das wahrscheinlich körperlich anstrengendste Rennen meiner Karriere, es war nicht einfach. Das war kein Genuss. Ich wollte unbedingt wieder aufs Motorrad steigen. Aber wenn du von einer Verletzung zurückkommst, ist Imola ein Härtetest. Das ist die anstrengendste Strecke im Kalender und ich war weit entfernt von 100-prozentig fit. Als nächstes kommt Donington, eine viele flüssigere Strecke, die der Aprilia viel mehr entgegenkommt. Hoffen wir, dass wir dann deutlich näher an der Spitze dran sind.»

Muir hatte Laverty gewarnt, dass er Imola nicht als Testfahrt für Donington nützen braucht. Gleichzeitig meinte der Engländer aber auch: «Wir brauchen Eugene so schnell wie möglich auf dem Motorrad zurück, er ist der schnellere Fahrer.»

Am 25. März wurde Laverty nach seinem Crash im zweiten Lauf in Buriram vom unschuldigen Jordi Torres (MV Agusta) gerammt und erlitt dabei zwei Frakturen des Sitzbeins rechts, das ist der unterste Teil des Beckens. Außerdem zog er sich einen Harnröhrenriss zu.

In der Weltmeisterschaft liegen Savadori und Laverty nach 10 von 26 Läufen auf den für Aprilia blamablen Rängen 13 und 16.

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