Superbike-WM

BMW, Honda, MV Agusta erfolglos: Jetzt mehr Drehzahl!

Von - 08.06.2018 09:02

In der Superbike-WM 2018 werden die Motorräder erstmals über die erlaubte Maximaldrehzahl balanciert. Vor dem siebten Event in Brünn am kommenden Wochenende gibt es eine Anpassung.

Alle drei Events wird die erlaubte Maximaldrehzahl pro Hersteller festgelegt. Wer mehr oder weniger Drehzahl bekommt, wird anhand eines komplizierten Algorithmus errechnet, die Korrekturen erfolgen in Schritten von 250/min nach oben oder unten.

Nach den ersten drei Events wurden keine Änderungen vorgenommen, nach dem sechsten Event in Donington Park bekamen BMW, Honda und MV Agusta 250/min mehr Maximaldrehzahl zugesprochen. Diese Werte gelten ab Brünn.

Bislang sahen die Maximaldrehzahlen so aus:

Aprilia 14.700/min
BMW 14.700/min
MV Agusta 14.700/min
Yamaha 14.700/min
Suzuki 14.700/min
Honda 14.300/min
Kawasaki 14.100/min
Ducati Twin 12.400/min

Ab Brünn sind folgende Drehzahlen festgelegt:

BMW 14.950/min
MV Agusta 14.950/min
Aprilia 14.700/min
Yamaha 14.700/min
Suzuki 14.700/min
Honda 14.550/min
Kawasaki 14.100/min
Ducati Twin 12.400/min

«Die Analyse der Daten hat ergeben, dass die drei langsamsten Hersteller ab Brünn mit einer zusätzlichen Drehzahl von 250/min fahren dürfen, bei den Top-4 Yamaha, Kawasaki, Ducati und Aprilia bleibt alles wie gehabt», erklärte Scott Smart, Technical Director des Motorrad-Weltverbands FIM für die Superbike-WM, im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Der Grund, dass wir uns dafür entschieden haben, Honda, BMW und MV Agusta 250/min mehr zu geben, und nicht den Top-4 250/min wegzunehmen, ist, weil die Balance an der Spitze momentan stimmt. Wir halten es für sinnvoller, den schlechteren Herstellern mehr Drehzahl zuzugestehen, anstatt die besseren zu bestrafen. Außerdem hat noch kein Hersteller außer Aprilia die Motor-Ausbaustufe mit den Konzessionsteilen gebracht.»

Wären die besten Bikes reduziert worden, hätte man die Kawasaki ZX-10RR von 14.100/min auf 13.850/min kastriert. «Dann würde das Motorrad weniger hoch als die Serienmaschine drehen, das wollten wir nicht», hielt Smart fest. «Die Regeln lassen es uns frei, ob wir die Drehzahlen der betroffenen Hersteller erhöhen und zurückschrauben.»

Interessant im Fall MV Agusta: Weil sonst die Haltbarkeit nicht mehr garantiert ist, drehen die aktuellen Motoren nicht einmal die bislang erlaubten 14.700/min. Zusätzliche 250/min bringen dem Hersteller aus Varese zumindest vorläufig nichts.

«Auf MV hat die Änderung keine Auswirkung», räumte Smart ein. «Auf Honda und BMW hat es zumindest eine kleine Auswirkung. Beide haben damit eine höhere Drehzahl, als sie letztes Jahr hatten.»

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Honda, BMW und MV Agusta bekommen 250/min mehr © Gold & Goose Honda, BMW und MV Agusta bekommen 250/min mehr
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