Superbike-WM

Chaz Davies (Ducati): So ist der WM-Titel unmöglich

Von - 09.06.2018 19:29

Während Marco Melandri im ersten Rennen der Superbike-WM in Brünn mit seiner Panigale auf Platz 2 donnerte, endete Ducati-Teamkollege Chaz Davies auf Platz 8 – und war am Boden zerstört.

Die Enttäuschung war Chaz Davies ins Gesicht geschrieben, als sich SPEEDWEEK.com mit dem Vizeweltmeister in der Ducati-Box traf. Pirelli-Rennchef Giorgio Barbier saß vor ihm auf dem Boden, gemeinsam versuchten sie herauszufinden, was im Rennen schief lief.

Der Waliser kam nur als Achter ins Ziel, zu Sieger Jonathan Rea (Kawasaki) fehlen ihm 17,743 sec. Der Rückstand in der WM-Wertung hat sich auf 81 Punkte erhöht, Rea fährt zielstrebig seinem vierten Titel in Folge entgegen. Und Davies bleiben wieder nur die Trostpreise.

«Ich hatte unglaubliche Gripprobleme», hielt der Ducati-Star fest. «In jeder Kurve musste ich mich bemühen, auf dem Motorrad sitzen zu bleiben. In FP4 am Samstagmorgen hatte ich ein gutes Gefühl für das Motorrad, die höheren Temperaturen am Nachmittag haben uns sicher nicht geholfen. Das war einer der schwierigsten Tage, an die ich mich erinnern kann. Ich verlor 12 sec auf Marco, in Donington war es anders herum. Es ist offensichtlich, dass das Motorrad schnell sein kann. Aber jeder von uns muss für sich schauen, wie er das hinbekommt.»

«Bei beiden Rennstarts, dem normalen und dem Neustart, war es unfassbar, wie schlecht der Grip war», hielt der 29-fache Laufsieger fest. «Der Griplevel war furchtbar, einfach nur furchtbar. Ob wir nur Pech hatten mit den Hinterreifen oder ob das Motorrad total falsch eingestellt war, kann ich noch nicht sagen.»

Davies will nichts davon hören, dass Platz 8 unter diesen Umständen Schadensbegrenzung ist: «Ivo, das war eines der schlechtesten Rennen, an die ich mich erinnern kann. Ich hatte dieses Jahr einige harte Rennen. Ich konnte das Gas gar nicht so sanft öffnen, dass der Hinterreifen nicht durchdrehte – es war wie im Dirt-Track. Normalerweise sind Marco und ich auf einem ähnlichen Level, mal schlägt das Pendel in die eine und mal in die andere Richtung aus. Brünn ist eine gute Strecke für Marco, hoffentlich kann ich für Sonntag etwas von ihm lernen.»

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