Superbike-WM

Triple-M-Boss Moser: «Das kann ich dementieren»

Von - 14.06.2018 18:07

Bis Ende Juli will Honda Motor Europe alle Fahrer für die Superbike-WM 2019 unter Vertrag haben. Wie die Pläne für das deutsche Satelliten-Team Triple-M aussehen, verriet Eigentümer Matthias Moser SPEEDWEEK.com.

2018 unterstützt Honda zum ersten Mal seit vielen Jahren zwei Teams in der Superbike-WM: Neben Red Bull Honda (Ten Kate) auch das Satelliten-Team Triple-M, das dem Frankfurter Matthias Moser gehört.

Bei Red Bull stehen Leon Camier und Jake Gagne unter Vertrag, bei Triple-M Patrick Jacobsen. Die beiden Amerikaner haben 24 und 21 WM-Punkte, Camier trotz seiner langen Verletzungspause 72.

Honda Motor Europe wird demnächst die Option auf Camier einlösen, der schnelle Engländer fährt auch 2019 im Red-Bull-Team. Für den zweiten Platz neben ihm soll ein Fahrer gefunden, der nach Möglichkeiten gleich schnell ist. Am Schweizer Moto2-Pilot Dominique Aegerter besteht Interesse, auch Alvaro Bautista ist reizvoll. Oder Alex Lowes, falls Yamaha seinen Vertrag trotz seines Brünn-Siegs nicht verlängert.

Wie die Pläne für Triple-M aussehen, verriet Teameigentümer Matthias Moser im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com.

Matthias, wird Jacobsen auch nächstes Jahr bei dir fahren?

Honda Motor Europe hat noch nicht mit mir darüber gesprochen. Mir wurde nur gesagt, dass bis in sechs Wochen alles spruchreif sein soll.

In Brünn machte die Geschichte die Runde, dass du für 2019 auf zwei Fahrer aufstockst und mit Jacobsen und Gagne fährst.

Das kann ich eindeutig dementieren.

Wenn Honda an mich herantritt und mir einen riesen Scheck ausstellt, damit ich mit zwei Fahrern fahre, dann überlege ich mir, ob ich das hinkriege. Man darf nicht vergessen: Das Team ist gar nicht ausgerüstet für zwei Fahrer. Die ganze Organisation ist auf einen Fahrer zugeschnitten und das funktioniert auch gut. Wir stehen am Anfang, das ist unsere erste Superbike-Saison. Jetzt gleich auf zwei Fahrer aufzurüsten, dem stehe ich nicht positiv gegenüber. Meine Präferenz ist, mit einem Fahrer weiterzumachen.

Ist es dein Wunsch, mit Jacobsen weiterzumachen?

Da möchte ich mich noch nicht festlegen.

Ich sage ja sehr viel Positives über den Patrick, aber er ist nicht mein Fahrer. Er ist Honda-Angestellter. Ich kenne auch den Vertrag nicht, den Honda mit ihm hat. Ich weiß noch nicht mal, ob es ein Ein- oder Zwei-Jahres-Vertrag ist.

Honda stellt mir einen Fahrer, den nehme ich dann.

Camier ist der einzige Honda-Fahrer, der regelmäßig für gute Ergebnisse sorgt, Gagne und Jacobsen liegen deutlich weiter hinten auf Augenhöhe. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass dein Team mit einem Fahrer der Klasse Camier auf demselben Niveau wäre?

Das wäre schön, wir sind als Team aber noch ganz am Anfang. Wir profitieren sehr davon, dass wir ständigen Datenaustausch mit Ten Kate haben. Beim Fahrwerk und der Elektronik profitieren wir von Erfahrungen, die wir nicht haben.

So gerne ich das glauben wollte, dass wir genauso gut sein könnten wie Ten Kate mit einem genauso guten Fahrer, so wenig glaube ich daran. Unser Team muss lernen, unser Elektronik-Ingenieur hat bis letztes Jahr Superstock gemacht. Manuel Cappelletti hat zwar viel Ahnung vom Einstellen des Fahrwerks, wir sind aber trotzdem am Anfang. Wir sind auf jeder Rennstrecke bislang einmal gefahren. Mit einem Camier so gut zu sein wie Ten Kate – da glaube ich nicht dran.

Wenn dein Team schlechtere Arbeit als Ten Kate leistet, dann zeigt Jacobsen bessere Leistungen als Gagne, weil sie fast immer auf Augenhöhe fahren. Jacobsen hat nur drei WM-Punkte weniger.

Naja, ist das wirklich so, dass Patrick immer die gleichen Leistungen zeigt? Zum Beispiel im zweiten Rennen in Donington war Gagne nach meiner Beurteilung besser. In Brünn im zweiten Rennen waren sie in etwa auf Augenhöhe.

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Honda-Pilot Patrick Jacobsen, rechts hinten Matthias Moser © Honda Honda-Pilot Patrick Jacobsen, rechts hinten Matthias Moser
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