Superbike-WM

Yamaha wird vorgeführt: Zweifel am Potenzial der R1

Von - 15.11.2018 11:34

Yamaha geht mit der R1 nächstes Jahr in die vierte Saison in der Superbike-WM. Dass Ducati am ersten Testtag mit der neuen V4R auf Anhieb gleich schnell war, gibt Yamaha-Werksfahrer Alex Lowes zu denken.

«Es gibt neue Bikes und neue Bikes», sagte Ducati-Star Chaz Davies nach dem ersten Testtag im MotorLand Aragon. «Die Ducati ist eine grundlegend neue Maschine, die Kawasaki lediglich eine leichte Evolution des letztjährigen Bikes.»

Während Ducati mit der neuen V4R bei null beginnt, kann Kawasaki auf die Erfahrung der letzten Jahre aufbauen – Yamaha ebenso.

Dass Kawasaki mit Jonathan Rea vornewegfährt, hat niemanden überrascht. Dass Ducati bereits am ersten Tag auf Augenhöhe mit Yamaha ist, gibt zu denken.

«Die neue Schwinge macht hier und da eine Zehntelsekunde aus, wir liegen aber hinter Ducati und Kawasaki», grübelte Yamaha-Werksfahrer Alex Lowes im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Sie haben neue Motorräder und das Potenzial besser zu werden. Wenn wir mit der Schwinge eine halbe oder eine Zehntelsekunde finden, dann ist das nicht genug. Es ist kein gutes Zeichen, dass Ducati jetzt schon so schnell ist wie wir. Kawasaki hat mehr oder weniger das gleiche Motorrad wie letztes Jahr, nur mit mehr Speed. Sie werden also noch weiter vorne liegen.»

Yamaha hat in Aragonien eine neue Schwinge dabei, die sich Lowes und Michael van der Mark teilen müssen. Öhlins hat die neue Vordergabel mitgebracht. «Wenn ich in den Kurven die Bremse löse, ist sie etwas stabiler und ich kann die Linie besser halten», erklärte Lowes. «Ich bin glücklich mit der neuen Gabel, ich fuhr den ganzen Mittwoch Vergleichstests mit der diesjährigen. Die neue Schwinge hat Vor- und Nachteile. Wir müssen schauen, dass wir schneller aus den Kurven kommen – den erhofften Schritt haben wir bislang nicht gemacht. Wir müssen mehr als nur ein paar Zehntelsekunden finden, und das ist schon schwer. Deshalb fällt es mir schwer, besonders optimistisch zu sein.»

Lowes traut sich nicht zu beurteilen, wieviel Potenzial noch in der Yamaha steckt. «Ich glaube, dass man sich immer verbessern kann», hielt der Engländer fest. «Dieses Jahr war es so, dass Michael und ich in einem Rennen auf dem Podest standen, und im nächsten Probleme hatten Sechster zu werden. Das zeigt mir, dass wir zu nahe am Limit sind. Wir fahren nie mit 95 Prozent, sondern immer mit 100. Mein Ziel für nächstes Jahr ist, konstant auf einem höheren Level zu sein. Johnny Rea hat immer noch etwas Zeit in der Hinterhand, wir nicht. Wir sind alle gute Fahrer. Wenn wir eine Woche auf dem Podium stehen, dann verlernen wir bis zum nächsten Rennen nicht wie man fährt. Es sieht so aus, als könnte Kawasaki als einziger Hersteller etwas unter Maximum fahren und trotzdem konkurrenzfähig sein. Hinzu kommt, dass Rea alles sehr gut macht.»

Die Zeiten am Mittwoch unterstreichen das. Rea fuhr in 1:49,668 min auf Rennreifen überlegene Bestzeit und blieb damit 1,489 sec vor dem zweitbesten Lowes. Der Nordire unterbot die schnellste Rennrunde in Aragon (Chaz Davies, Ducati, 2016, 1:50,421 min) um über 7/10 sec, zum Pole-Rekord (Davies, Ducati, 2017, 1:49,319 min) fehlen ihm auf Rennreifen nur gut 3/10 sec!

Zeiten Superbike-Test Aragon 14. November 2019:

1. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:49,668 min
2. Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:51,157
3. Chaz Davies (GB), Ducati, 1:51,180
4. Leon Haslam (GB), Kawasaki, 1:51,479
5. Michael Rinaldi (I), Ducati, 1:51,656
6. Michael van der Mark (NL), 1:51,852

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