Superbike-WM

Ducati überzeugt: V4 der beste Motor aller Zeiten

Von - 15.12.2018 07:29

Seit 2011 hat Ducati in der Superbike-WM keinen Fahrertitel gewonnen, die neue Panigale V4 soll das Blatt wenden. «Wir können die Vergangenheit nicht ändern», weiß Rennchef Gigi Dall’Igna.

Seit der Gründung der Superbike 1988 bis 2011 gewann Ducati in 24 Jahren 14 Mal die Fahrer-WM, seit 2012 triumphierten Aprilia und Kawasaki, die Japaner zuletzt mit Jonathan Rea viermal in Folge.

Jahrzehntelang kämpfte Ducati mit seinen Zweizylinder-Maschinen gegen die Vierzylinder-Konkurrenz. 2019 treten in der Superbike-WM erstmals alle Hersteller unter gleichen technischen Voraussetzungen an, Ducati ist mit der neuen Panigale V4 dabei, deren Motor über 16.000/min drehen wird.

SPEEDWEEK.com sprach mit Gigi Dall’Igna, General Manager Ducati Corse, über die Technik des neuen Bikes und die Erwartungen für nächstes Jahr.

Gigi, warum kam es zum Wechsel vom V2- auf den V4-Motor? Geschah das wegen der MotoGP-Erfahrung oder ging es darum, in der Superbike-WM konkurrenzfähiger zu sein? Oder beides?

Das ist das bestmögliche Motorrad für die Superbike-WM unter den aktuellen Regeln. Ich bin glücklich über die Veränderung. Der V4 ist der Ducati-Motor – aufgrund der Desmodromik und einigen anderen Dingen. Ich bin ein Renningenieur, deshalb spreche ich nur für den Rennsport und nicht für die Serienproduktion.

Hättest du an der V4 gerne einen üblichen Kastenrahmen gesehen und nicht die einzelnen Rahmenteile der Panigale? Oder ist das keine Entscheidung, die du treffen kannst?

Ich bin mit der Lösung ziemlich glücklich. In den Entwicklungstests habe ich keine echten Probleme gesehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser Konfiguration keine Probleme haben werden.

Glaubst du, dass das 1200-ccm-Zweizylinder-Konzept, unabhängig davon wer es verwendet, für die Superbike-WM nicht mehr gut genug ist?

Es ist wirklich schwierig, in diesem Moment mit einem Zweizylinder in der Superbike-WM konkurrenzfähig zu sein. Das gilt für alle.

Also waren die Ergebnisse mit dem V2 am Ende das Maximum, was man gegen die Vierzylinder-Konkurrenz herausholen konnte?

Die Panigale war in der letzten Phase ihrer Entwicklung. Es war nicht möglich, sie noch zu verbessern. Ich glaube, dass dies das Maximum ist, welches wir erreichen können.

Hättest du in einer idealen Welt gerne ein Jahr früher einen V4 für die Superbike-WM gehabt?

Ja, kann sein, aber wir können die Vergangenheit nicht ändern.

Was sagst du zum Druck, dem Ducati jetzt ausgesetzt ist, weil es die Erwartung gibt, dass man mit diesem neuen Motorrad von Anfang an Rennen gewinnen sollte?

Ich glaube, jedes unserer Projekte bringt Druck mit sich. Es ist kein wirkliches Problem, weil Ducati sowieso gewinnen muss. Der Druck, unter den mich alle setzen, ist nichts im Vergleich zu dem Druck, den ich mir selbst auferlege! Das ist kein Problem.

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Der Motor der Ducati V4 dreht über 16.000/min © Gold & Goose Der Motor der Ducati V4 dreht über 16.000/min Ducati-Rennchef Gigi Dall’Igna © Ducati Ducati-Rennchef Gigi Dall’Igna
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