Superbike-WM

Zehn Gründe warum die SBK-WM 2019 großartig wird

Von - 01.01.2019 10:12

Neue Namen, neue Motorräder und neue Regeln – die Saison 2019 der Superbike-WM wird zwar anders, ihre Faszination wird die seriennahe Weltmeisterschaft aber behalten. Auch durch 14 Champions, die am Start stehen.

 Alle jagen Jonathan Rea und Kawasaki

Die Superbike-WM sehen wir so viel Werke engagiert wie lange nicht mehr. Aprilia steigt zwar aus, dafür kehren BMW und Honda mit starken Teams gewaltig in die seriennahe Motorradweltmeisterschaft zurück. Bei Ducati beginnt mit der Panigale V4R eine neue Ära – sieben Jahre ohne WM-Titel ist dem erfolgreichsten Hersteller in der Superbike-WM genug. Yamaha ist auch siegfähig.

Superbike-WM mit zwei Deutschen

Deutschsprachige Piloten in der Superbike-WM waren schon immer selten. Noch immer ist Max Neukirchner mit zwei Laufsiegen der erfolgreichsten Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2019 nehmen mit Sandro Cortese (Yamaha) und Markus Reiterberger (BMW) gleich zwei Deutsche an der Serie teil, beide sind mit Werksmaterial ausgestattet.

Neue Fahrer

Mit Álvaro Bautista bei Aruba Ducati wechselt ein prominenter Name aus der MotoGP in die Superbike-WM. Die SBK-Serie kann nur gewinnen. Schlägt Bautista auf Anhieb die etablierten Piloten, erhöht der Spanier das Niveau. Kann er sich nicht nachhaltig durchsetzen, spricht das bereits für das hohe Level der seriennahen Weltmeisterschaft.

Ducati beginnt neue Ära in der Superbike-WM

Mit dem traditionellen V2-Motor avancierte Ducati zum erfolgreichsten Hersteller der seriennahen Motorradweltmeisterschaft, der letzte WM-Titel gewann jedoch vor langen sieben Jahren Carlos Checa 2011 mit der 1198R. Die Panigale R war das erste V2-Bike aus Bologna, das keinen WM-Titel erreichte. Daher entschied sich Ducati zur Revolution und entwickelte mit der V4R ein Motorrad mit vielen MotoGP-Genen und V4-Motor. Bei Testfahrten bewiesen sich die Werkspiloten Chaz Davies und Álvaro Bautista mindestens auf Augenhöhe mit Yamaha, auch Kawasaki scheint wieder in Reichweite zu sein.

Hochkarätiges Fahrerfeld mit 14 Champions

Das Teilnehmerfeld der Superbike-WM 2019 ist mit aktuell 19 Piloten zwar kurz, aber knackig. Mit Jonathan Rea (4x SBK-WM), Michael van der Mark (1x SSP-WM), Sandro Cortese (1x Moto3, 1x SSP-WM), Marco Melandri (1x 250-WM), Álvaro Vautista (1x 250-WM), Tom Sykes (1x SBK-WM) stehen sechs Weltmeister mit zusammen zehn Titel am Start. Nimmt man Titel in Europa- und nationalen Serien hinzu, wächst die Anzahl von Champions deutlich: Markus Reiterberger (1x STK-1000-EM, 3x IDM), Ryuichi Kiyonari (3x BSB), Leon Haslam (1x BSB), Leon Camier (1x BSB), Michael Rinaldi (1x STK-1000-EM), Alex Lowes (1x BSB), Leandro Mercado (1x STK-1000-EM) und Toprak Razgatlioglu (1x STK-600-EM).

BMW greift wieder an – echter Werkseinsatz

Im Stocksport gilt die BMW S1000RR als kaum zu schlagendes Paket, in der Superbike-WM reichte es dennoch nicht zum Durchbruch – und das lag an der halbherzigen Herangehensweise des BMW-Managements, als der Werkseinsatz Ende 2012 dem Rotstift zum Opfer fiel – dabei hatte Marco Melandri sechs Saisonsiege eingefahren und führte die WM zeitweise an! Ab 2019 soll das britische SMR-Team sowie Tom Sykes und Markus Reiterberger die Mission zu Ende bringen und den WM-Titel einfahren. Drei Jahre hat sich BMW verpflichtet, den Werksauftritt durchzuhalten. Eine aktuelle S1000RR verspricht, technisch auf der Höhe mit der Konkurrenz zu sein.

Drei Superbike-Rennen

2019 erleben wir erstmals in der Geschichte der Superbike-WM ein eigenständiges dritten Rennen. Das auf 10 Runden limitierte Sprintrennen wird in den offiziellen Zeitplan «Tissot Superpole Race» genannt und findet am Sonntag zwischen Warm-up und dem Rennen der Supersport-WM statt.

Kalender ohne Wackelkandidaten

Der Kalender der Superbike-WM 2019 kommt ohne neue Austragungsorte aus, was positiv ist, und ist eine bunte Mischung aus Traditionspisten wie Phillip Island, Assen, Donington, Imola, Laguna Seca oder Magny-Cours sowie spektakulären neuen Events wie Buriram oder San Juan Villicum – die Events in Thailand und Argentinien begeisterten mit großem Fan- Zuspruch und großartiger Stimmung. Drohende Absagen und Unsicherheiten wird es kommende Saison nicht geben.

Anderes Rahmenprogramm

Markus Reiterberger geht als letzter Champion der Superstock-1000 in die Geschichte ein – weil die Superbike-WM immer seriennäher wurde, hat die beliebte Stock-Klasse ihre Daseinsberechtigung verloren. Zukünftig werden im Rahmen der Superbike-WM, wie in der MotoGP, drei Rennserien stattfinden. Neben der SBK-WM sind die Supersport-WM und die Supersport-WM 300. Die 300er Nachwuchsserie wird dafür auf 70 Piloten erweitert. Das zieht nach sich, dass alle Trainings doppelt ausgetragen werden müssen. Das Fahrerfeld wird in zwei Gruppen aufgeteilt, wir werden also die freien Trainings sowie das Qualifying doppelt sehen.

Von der Superpole bleibt nur der Name

Einerseits ist die Abschaffung der Superpole (in allen Serien) zu bedauern, andererseits war es ohnehin nicht mehr der spektakuläre Shoot-Out über eine heiße Runde – dieser wurde bereits nach der Saison 2008 abgeschafft und durch ein dreistufiges Verfahren abgelöst, bei dem jeweils eine bestimmte Anzahl von Piloten ausgesiebt wurde. Zwischen 2014 und 2018 wurde in zwei 15-minütigen Session über die Poleposition entschieden. Zukünftig wird es nur eine Session über 25 Minuten mit allen Teilnehmern geben. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig mehr Runden als bisher gefahren wird.

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