Superbike-WM

Jerez: Wieder Baumaschinen auf der Rennstrecke

Von - 12.01.2019 11:15

Nachdem sich die SBK-WM-Teilnehmer und MotoGP-Stars beklagt haben, wird der Circuito de Jerez erneut neu asphaltiert. Dabei wurde die Pistenoberfläche erst im Sommer 2017 erneuert. Doch die Qualität stimmte nicht.

Die Freude war gross, als die Motorrad-Stars aus der Superbike-WM und der MotoGP im Sommer 2017 erfuhren, dass der Circuito de Jerez einen neuen Asphalt bekommen sollte. Denn bereits 2016 hatte man auf dem andalusischen Kurs Grip-Probleme bekundet. Und auch 2017 bot die Strecke allen Grund zur Klage. Der 835.000 Euro teure Umbau, der auch einige Modifikationen der Auslaufzonen und der Metall-Leitplanken an der Innenseite der Angel-Nieto-Kurve umfasste, wurde Ende August 2017 schliesslich abgeschlossen und erwies sich zunächst auch als erfolgreich.

Doch das hielt sich nicht lange, aus dem Fahrerlager der Superbike-Stars waren bald einige Klagen zu hören. So vermutete etwa Jordi Torres bereits im Rahmen des 2017er-Wochenendes der SBK-WM, dass der neue Belag von Jerez die Ursache für das schlechte Abschneiden von BMW verantwortlich war.

Auch MotoGP-Routinier Andrea Iannone erklärte beim MotoGP-Wochenende von 2018, dass der anfängliche Grip, der bei den Jerez-Tests 2017 noch gelobt worden war, bis zum GP-Wochenende wieder verschwunden war. «Letztes Jahr im November, als wir zum ersten Mal auf dem neuen Asphalt fuhren, war die Strecke viel schneller», wunderte sich der 29-jährige Ducati-Pilot. «Damals war die Strecke besser. Es ist nicht so, dass sie heute mehr Wellen hat – aber weniger Grip. Ich fuhr während der Tests eine Sekunde schneller, obwohl die Temperatur vergleichbar und die Reifen die gleichen geblieben sind.»

Die Streckenbetreiber reagierten auf die Klagen und den mangelhaften Asphalt und liessen die Bauherren noch einmal antraben. Berichten zufolge sorgen diese nun im Rahmen der Garantie, die für den neuen Belag von 2017 ausgesprochen wurde, für eine bessere Pistenoberfläche – damit wird der spanische Rundkurs nach 1985, 2001, 2009 und 2017 zum fünften Mal neu asphaltiert. Die Kosten für die neuerlichen Arbeiten werden auf 400.000 Euro geschätzt.

Der Zeitrahmen ist eng gesteckt, denn die Planungsphase hat schon begonnen. Diese soll nur bis Freitag dauern. Die Bauarbeiten sollen bis am 18. Januar abgeschlossen sein, sodass der Streckenbetrieb am 23. Januar wieder aufgenommen werden kann.

Die Moto2- und Moto3-Talente können sich im Rahmen der IRTA-Wintertests (20. bis 22. Februar) mit dem neuen Asphalt vertraut machen. Das GP-Wochenende geht dann vom 3. bis 5. Mai über die Bühne – einen Monat vor dem Besuch der SBK-WM, die vom 7. bis 9. Juni auf dem Circuito de Jerez unterwegs ist.

Die Planungsphase, die am Dienstag begann, soll bis Freitag dauern. Die Neuasphaltierung sollte dann bis Freitag, den 18. Januar, erfolgen, damit die Streckenaktivitäten am 23. Januar wieder aufgenommen werden können.

Moto2- und Moto3-Fahrer werden diese neue Oberfläche zwischen dem 20. und 22. Februar während der IRTA-Wintertests entdecken, während der MotoGP-Grand-Prix vom 3. bis 5. Mai stattfindet, einen Monat bevor die WSBK-Teilnehmer dort vom 7. bis 9. Juni starten.

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Der Circuito de Jerez bekommt schon wieder einen neuen Asphalt © Twitter/@circuitodejerez Der Circuito de Jerez bekommt schon wieder einen neuen Asphalt Die Arbeiten sollen bis 18. Januar dauern © Twitter/@circuitodejerez Die Arbeiten sollen bis 18. Januar dauern Am 23. Januar soll der Streckenbetrieb wieder aufgenommen werden © Twitter/@circuitodejerez Am 23. Januar soll der Streckenbetrieb wieder aufgenommen werden
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