Superbike-WM

Ducati-Fahrer: Wo stehen sie mit der V4R wirklich?

Von - 06.02.2019 16:49

Nach den Superbike-Testfahrten in Jerez und Portimao sind sich die Experten nur in einem Punkt einig: Der vierfache Weltmeister Jonathan Rea und Kawasaki liegen weiterhin voraus. Wo Werksfahrer Chaz Davies Ducati sieht.

Bei den ersten Wintertests im November in Aragon und Jerez war Ducati mit der neuen V4R sofort auf Augenhöhe mit Yamaha, die Japaner setzen die aktuelle R1 bereits die vierte Saison in der Superbike-WM ein. Beide Hersteller hatten einen deutlichen Rückstand auf Jonathan Rea und Kawasaki.

Bei den Tests im Januar in Jerez und Portimao war Yamaha-Werksfahrer Alex Lowes näher an Rea dran, gleichzeitig war eine Lücke zwischen Yamaha und Ducati erkennbar.

Da wir nicht wissen, wie die Testprogramme der Hersteller aussahen und wann welcher Fahrer mit welchen Reifen auf der Strecke war, sind die Testzeiten nicht viel mehr als ein grober Orientierungspunkt.

«Das sind immer nur Momentaufnahmen, erklärte Ducati-Werksfahrer Chaz Davies SPEEDWEEK.com. «Es kommt so viel auf die Streckenbedingungen an, und welches Gefühl der Fahrer zu diesem Zeitpunkt für sein Motorrad hat. Mal will ein Fahrer pushen, aber die Strecke lässt es nicht zu. Oder die Strecke wäre sehr gut, und der Fahrer steckt in seinem Testprogramm.»

Von den vier Ducati-Piloten konnte in Jerez und Portimao nur Superbike-Rookie Alvaro Bautista vorne mitmischen. Und das auch nur, wenn er mit einem Qualifyer-Reifen ausrückte. Auf Rennreifen verlor auch er mindestens eine halbe Sekunde auf die Besten.

Davies ist für seine Zurückhaltung bei Testfahrten bekannt und landete nur auf den Rängen 10 (Jerez) und 11 (Portimao). «Die Basis des Motorrads ist gut, jetzt müssen wir es nur noch auf mich zuschneiden», bemerkte der Vizeweltmeister.

Bautista ergänzte: «Ich bin Realist und weiß, dass wir noch nicht bereit sind für Siege. Aber wir arbeiten daran. Ducati verfügt über viel Erfahrung und hat gute Motorräder. Das Potenzial der V4R ist sehr hoch, aber das Bike ist noch sehr jung.»

2018 gewann Marco Melandri beim Saisonstart auf Phillip Island mit der Ducati beide Rennen, Carlos Checa schaffte es 2013 im ersten Rennen mit der Panigale 1199R, die nie einen WM-Titel gewann, auf Anhieb auf Pole-Position. «Phillip Island ist so speziell, diese Strecke sagt nichts über die wahre Leistungsfähigkeit des Motorrads aus», weiß Davies. «Auch Buriram danach ist wegen der Hitze sehr speziell. Erst in Aragon oder Assen werden wir wissen, wo genau wir stehen.»

Zeiten Portimao-Test, 27./28. Januar 2019:

1 Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:40,855 min
2 Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:41,814
3 Alvaro Bautista (E), Ducati, 1:41,934
4 Leon Haslam (GB), Kawasaki, 1:42,144
5 Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:42,191
6 Tom Sykes (GB), BMW, 1:42,246
7 Sandro Cortese (D), Yamaha, 1:42,469
8 Marco Melandri (I), Yamaha, 1:42,507
9 Toprak Razgatlioglu (TR), Kawasaki, 1:42,537
10 Markus Reiterberger (D), BMW, 1:43,146
11 Chaz Davies (GB), Ducati, 1:43,361
12 Michael Rinaldi (I), Ducati, 1:43,834
13 Eugene Laverty (IRL), Ducati, 1:43,950
14 Alessandro Delbianco (I), Honda, 1:44,885

Zeiten Jerez-Test, Donnerstag, 23./24. Januar 2019:

1 Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:39,160 min
2 Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:39,372
3 Leon Haslam (GB), Kawasaki, 1:39,502
4 Alvaro Bautista (E), Ducati, 1:39,620
5 Toprak Razgatlioglu (TR), Kawasaki, 1:39,942
6 Sandro Cortese (D), Yamaha, 1:40,075
7 Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:40,145
8 Marco Melandri (I), Yamaha, 1:40,469
9 Michael Ruben Rinaldi (I), Ducati, 1:40,540
10 Chaz Davies (GB), Ducati, 1:40,621
11 Leandro Mercado (RA), Kawasaki, 1:40,794
12 Eugene Laverty (IRL), Ducati, 1:40,879
13 Jordi Torres (E), Kawasaki, 1:41,066
14 Tom Sykes (GB), BMW, 1:41,206 (1:40,7 ohne Transponder)
15 Markus Reiterberger (D), BMW, 1:41,231
16 Alessandro Delbianco (I), Honda, 1:42,353

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