Superbike-WM

Tom Sykes verblüffte: «Fuhr mit einer Standard-BMW»

Von - 08.02.2019 07:07

BMW-Ass Tom Sykes betonte bei den Superbike-Testfahrten in Jerez und Portimao wiederholt, dass er mit einem «sehr seriennahen Motorrad» unterwegs gewesen sei. Teamchef Shaun Muir muss Aufklärungsarbeit leisten.

Rennfahrer denken in anderen Kategorien als normale Motorradfahrer. Wenn Ex-Weltmeister Tom Sykes davon spricht, dass seine BMW bei den Testfahrten «sehr Standard» gewesen sei, dann muss trotzdem jedem klar sein, dass seine S1000RR mit einer gemeinen Maschine direkt aus dem Laden nur sehr wenig zu tun hat.

Das WM-Superbike hat andere Bremsen und Federelemente als eine Serien-S1000RR, auch die Verkleidung, der Tank und die Schwinge unterscheiden sich. Der Motor und die Abgasanlage sowieso. Die eingesetzten Slicks von Pirelli gibt es auch nur theoretisch im Laden zu kaufen. Wo das Gleiche drauf steht, ist nicht immer das Gleiche drin.

Wenn Sykes von «Standard» spricht, dann meint er damit die erste Entwicklungsstufe im umfangreichen BMW-Programm, wie Teamchef Shaun Muir SPEEDWEEK.com erklärte: «Die Motoren waren Einzelstücke, das war die erste Ausbaustufe der Superbike-Aggregate, wir stehen noch am Anfang. Mit diesen Motoren werden wir bis Aragon fahren, für den Europa-Auftakt im April bekommen wir die nächste Ausbaustufe.»

BMW-Motorsport-Direktor Marc Bongers verdeutlichte: «In der ersten Februar-Woche wird das Material nach Australien geschickt. Alle Teile, die du jetzt hast, brauchst du in genügender Menge. Dadurch bist du die ersten zwei Monate handlungsunfähig. Eine Leistungsstufe des Motors oder komplexere Themen wie Fahrwerksgeometrie lassen sich auch nicht so einfach umsetzen. Das muss man berechnen, produzieren, testen, frei fahren und den Vorteil, den es auf dem Papier gibt, beweisen.»

Zeiten Portimao-Test, 27./28. Januar 2019:

1 Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:40,855 min
2 Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:41,814
3 Alvaro Bautista (E), Ducati, 1:41,934
4 Leon Haslam (GB), Kawasaki, 1:42,144
5 Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:42,191
6 Tom Sykes (GB), BMW, 1:42,246
7 Sandro Cortese (D), Yamaha, 1:42,469
8 Marco Melandri (I), Yamaha, 1:42,507
9 Toprak Razgatlioglu (TR), Kawasaki, 1:42,537
10 Markus Reiterberger (D), BMW, 1:43,146
11 Chaz Davies (GB), Ducati, 1:43,361
12 Michael Rinaldi (I), Ducati, 1:43,834
13 Eugene Laverty (IRL), Ducati, 1:43,950
14 Alessandro Delbianco (I), Honda, 1:44,885

Zeiten Jerez-Test, Donnerstag, 23./24. Januar 2019:

1 Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:39,160 min
2 Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:39,372
3 Leon Haslam (GB), Kawasaki, 1:39,502
4 Alvaro Bautista (E), Ducati, 1:39,620
5 Toprak Razgatlioglu (TR), Kawasaki, 1:39,942
6 Sandro Cortese (D), Yamaha, 1:40,075
7 Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:40,145
8 Marco Melandri (I), Yamaha, 1:40,469
9 Michael Ruben Rinaldi (I), Ducati, 1:40,540
10 Chaz Davies (GB), Ducati, 1:40,621
11 Leandro Mercado (RA), Kawasaki, 1:40,794
12 Eugene Laverty (IRL), Ducati, 1:40,879
13 Jordi Torres (E), Kawasaki, 1:41,066
14 Tom Sykes (GB), BMW, 1:41,206 (1:40,7 ohne Transponder)
15 Markus Reiterberger (D), BMW, 1:41,231
16 Alessandro Delbianco (I), Honda, 1:42,353

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Tom Sykes’ BMW hat nicht viel von einer Serien-S1000RR © Gold & Goose Tom Sykes’ BMW hat nicht viel von einer Serien-S1000RR Tom Sykes © Gold & Goose Tom Sykes Teamchef Shaun Muir © Gold & Goose Teamchef Shaun Muir
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