Superbike-WM

Lucio Pedercini über Torres: «Es passiert wirklich!»

Von - 17.04.2019 12:20

Innerhalb nur vier Meetings hat sich Jordi Torres zum besten Kawasaki-Kundenpilot gemausert. Den talentierten Top Razgatlioglu mit dem Werksmotorrad im Puccetti-Team hat der Pedercini-Pilot in Assen hinter sich gelassen.

Eine kluge Entscheidung hatte Jordi Torres in der Saison 2018 nicht getroffen, als er für den verletzten Tito Rabat bei Avintia Ducati in der MotoGP einsprang – es folgte die unterjährige Kündigung durch MV Agusta in der Superbike-WM. Erst als im Pedercini-Team die Verträge mit Yonny Hernandez und Gabriele Ruiu platzten, ergab sich für den Spanier im Dezember ein Jobangebot, um seine Karriere fortsetzen zu können.

Aus seiner Chance macht Torres das Beste: Seit dem Meeting in Assen ist der 31-Jährige aus Rubi in der Gesamtwertung hinter den Kawasaki-Stars Jonathan Rea und Leon Haslam der drittbeste Kawasaki-Pilot. Den talentierten Türke Toprak Ratgatlioglu, der als zukünftiger Werkspilot gehandelt wird, hat er mit den Plätzen 8 und 10 in Assen überholt und belegt WM-Rang 10.

Aufwärts geht es bei Torres seit dem Europaauftakt in Aragón. Immer in den Top-10 im Ziel, ist Platz 7 im zweiten Rennen sein bestes Saisonfinish. «Ein perfektes Wochenende für mich», jubelte der Kawasaki-Pilot. «Wir waren sehr schnell, vor allem im ersten Rennen. Die Positionskämpfe mit Toprak und Sykes machten Spaß; der achte Platz war großartig. Im zweiten Rennen war das Motorrad vorne und hinten etwas nervöser, ich kam nicht in die Kurven, wie ich wollte. Aber das Wichtigste ist, dass wir das Motorrad in Position 10 zurück in die Box brachten und sehr wichtige Informationen sammelten. Wir lernen mit jedem Rennen dazu.»

Teamchef Lucio Pedercini bläst ins selbe Horn. «Wir steigern uns mit jedem Rennwochenende und wir sind sehr optimistisch für die Zukunft», freute sich der ehemalige Rennfahrer. «Wir hatten im Winter nur wenige Testmöglichkeiten. Jedes Rennen verbessert das Gefühl von Jordi und seiner Crew mit dem Paket. Ich wusste, dass es passieren würde. Aber es ist großartig zu sehen, dass es wirklich auf der Strecke passiert.»

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