Superbike-WM

Deutlich früher als erwartet: Reiterberger vor Sykes

Von - 17.04.2019 10:13

Markus Reiterberger liebt seit Jahren den TT Circuit in Assen. Trotzdem war es eine starke Leistung, dass der Bayer seinen BMW-Teamkollegen Tom Sykes bei der Superbike-WM in den Niederlanden schlagen konnte.

Startplatz 3 und die beiden sechsten Plätze von Markus Reiterberger in Assen sorgten für viel Applaus und Anerkennung. Weder BMW, noch Partner Shaun Muir Racing und auch nicht Reitis Manager Werner Daemen gingen davon aus, dass der Deutsche bereits im vierten Event des Jahres auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen Tom Sykes fährt, dem Weltmeister von 2013 und 34-fachen Laufsieger. Und das nicht nur in den Rennen, sondern auch während aller Trainings.

«Überrascht bin ich nicht von Markus’ Rundenzeiten in Assen, sondern dass er diese auch gegen Rennende noch fahren konnte», lobte ihn Daemen im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Markus hat in Assen in Sachen Professionalität einen Schritt nach vorne gemacht und sehr gut und sehr konzentriert gearbeitet mit seinem Crew-Chief, dem Reifenmann und seinem Team.»

Sykes betont, dass es mit dem leistungsschwachen BMW-Motor extrem wichtig sei ein gutes Qualifying zu fahren, um möglichst weit vorne starten zu können. Auf den Geraden ist die S1000RR zu langsam, um aus dem Windschatten heraus überholen zu können. Und in den Kurven vernichten die vor ihm fahrenden, langsameren Konkurrenten die Rundenzeit.

Reiti hatte in Assen das Glück, dass er wegen des abgebrochenen Qualifyings (Sturz von Razgatlioglu) erstmals aus der ersten Reihe starten durfte. Und Sykes hatte das Pech, dass er seine schnellste Runde, in der er auf souveränem Pole-Kurs war, nicht zu Ende fahren konnte und auf Startplatz 6 strandete.

Bis in voraussichtlich Jerez Anfang Juni der neue Motor mit angekündigten acht PS mehr kommt, müssen die BMW-Piloten auf Verteidigung fahren. «Und für die letzten fünf oder sechs Runden die Reifen konservieren», ergänzte Daemen. «In Assen im zweiten Rennen hat man gut gesehen, dass der Hinterreifen bei Haslam am Ende war. Und im ersten Rennen bei Davies. Die erste Rennhälfte müssen sie defensiv fahren, in den letzten Runden können sie zurückkommen, wie Sykes in Aragon bewiesen hat. Man muss aber ehrlich sagen: BMW und das Team stehen am Anfang, es kann nur besser werden.»

Sykes ist fest davon überzeugt, dass alle seine Probleme behoben sind, sobald er mehr Leistung bekommt. Siehst du das auch so, oder werden sich mit zusätzlichen PS neue Probleme auftun? Daemen: «Nein, das wird nicht passieren. Sykes wurde in Assen durch den Abbruch um die Pole gebracht, er wird dieses Jahr noch auf einigen Rennstrecken aufs Podium fahren. Wenn bei Markus wie in Assen alles passt, dann kann er in die Top-5 fahren.»

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Stark: Markus Reiterberger (28) schlug Tom Sykes in Assen zweimal © BMW Stark: Markus Reiterberger (28) schlug Tom Sykes in Assen zweimal Reitis Manager Werner Daemen © GeeBee Images Reitis Manager Werner Daemen
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