Superbike-WM

Niederlage Alvaro Bautista: Die Ducati hat Schwächen!

Von - 11.05.2019 17:20

Zehntausende Ducatisti erwarteten im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola den zwölften Sieg in Folge von Alvaro Bautista und mussten erleben, wie Superbike-Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) ihm die Show stahl.

Jonathan Rea hatte es am Freitag geahnt: «Wenn es dieses Jahr die Möglichkeit gibt Bautista zu schlagen, dann ist Imola eine der besten.»

In der Superpole wurde der Nordire von Ducati-Ass Chaz Davies um 0,127 sec besiegt, im Rennen gewann zwar der Waliser den Start, aber Rea übernahm schon in der ersten Runde die Führung. Diese baute er innerhalb der 19 Runden auf 7,832 sec gegenüber dem Zweiten Alvaro Bautista aus. Davies schied früh auf Platz 2 liegend mit einem Elektrikschaden an seiner V4R aus.

«Das Problem der Ducati ist, dass sie sehr instabil ist», unterstrich Bautista. «Auf dieser Strecke macht sich das deutlicher bemerkbar als anderswo. Platz 2 war das Maximum, das habe ich erreicht. Meine Rundenzeiten waren schnell, Jonathan war aber schneller. Ich spekulierte darauf, dass er bei diesem hohen Rhythmus eventuell Schwierigkeiten mit den Reifen bekommt, aber er fuhr sehr konstant. Es war nicht so, dass ich nur den zweiten Platz nach Hause bringen wollte.»

Bautista hat die ersten elf Rennen mit teilweise riesigen Vorsprüngen gewonnen. Wenn er von Problemen an seinem Motorrad sprach, nahm ihn kaum einer ernst. In Imola ist aber mit bloßem Auge erkennbar, um wie viel stabiler die Kawasaki liegt, und dass sie die vielen Wellen deutlich besser schluckt.

«Das ist mehr der Bikecharakter, als die Abstimmung», hielt Bautista fest, dessen WM-Vorsprung noch immer 48 Punkte beträgt. «Dieses Problem war immer schon vorhanden, wir haben auch nichts am Motorrad modifiziert. Auf den bisherigen Strecken kamen wir damit zurecht, in Imola ist es schwieriger. Wir haben aber einige Ideen, wie wir das in den Griff bekommen können.»

Sind diese Probleme auch auf anderen Strecken zu erwarten? «In Jerez oder Misano wird es nicht so sein», ist der Spanier überzeugt. «Das sind Strecken, die ich sehr gut kenne, dort erwarte ich keine großen Schwierigkeiten. In Portimao vielleicht. Aber das ist noch weit weg, vielleicht finden wir bis dahin etwas.»

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