Superbike-WM

Lebenszeichen von Eugene Laverty: «Die Uhr tickt!»

Von - 11.06.2019 16:11

Ducati-Pilot Eugen Laverty, der in der vergangenen Woche seinen 33. Geburtstag feierte, gab nach längerer Zeit ein Lebenszeichen von sich und sprach über sein für das Superbike-WM-Meeting in Misano geplantes Comeback.

Eugene Laverty zog sich am 10. Mai 2019 bei einem Sturz im ersten freien Training zum Superbike-WM-Lauf im «Autodromo Enzo e Dino Ferrari» von Imola multiple Arm- und Handgelenksbrüche zu. Wie SPEEDWEEK.com bereits berichtete, geschah der Highsider, weil sich das Team Go Eleven Ducati und Laverty wegen elektronischer Probleme an der V4R darauf geeinigt hatten, dass der ehemalige Vizeweltmeister ohne Traktionskontrolle auf die Strecke geht. Ein fataler Fehler, wie sein Sturz und die schwerwiegenden Folgen beweisen.

Seit dem wurde der mittlerweile 33-jährige Nordire zweimal operiert und konzentriert sich seitdem auf seine vollständige Genesung. Einige Wochen war es sehr still um ihn, doch nun gab Eugene Laverty endlich ein Lebenszeichen und sprach über sein für das Superbike-Event in Misano geplantes Comeback.

«Bitte entschuldigt die Funkstille in den letzten Wochen, aber ich konzentrierte mich in dieser Zeit ausschließlich auf meine Genesung und die Rückkehr auf die Rennstrecke», berichtet Laverty. «Es fiel mir nicht leicht, die Rennen in Jerez am Bildschirm zu verfolgen, denn ich war traurig, dass ich dort nicht für mein Team Go Eleven Ducati antreten konnte. Ich weiß, wie viel Potenzial in unserer Ducati V4 R steckt, und ich möchte schnellstens wieder die Möglichkeit bekommen, dies zu demonstrieren, idealerweise schon beim nächsten Event in Misano.»

«Ich unternehme wirklich alles, um in Misano dabei zu sein, aber die Uhr tickt! Nach meinem Unfall in Thailand 2018 war mein Ziel, in Donington Park auf die Rennstrecke zurückzukehren und ich habe das sogar noch eine Runde früher geschafft. Auch in diesem Jahr wäre das achte Meeting in Donington Park ein realistisches Ziel, aber ich habe Misano aus zwei Gründen im Visier: Erstens ist es das Heimrennen meines Teams und zweitens war im vergangenen Jahr das Event auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli mein mit Abstand erfolgreichstes Rennwochenende der Saison 2018.»

«Die Genesung meines linkes Handgelenks ist bereits weit fortgeschritten, da es sich um eine einfache Fraktur des Radius und des Mittelhandgelenks handelt. Bei meinem rechten Handgelenk ist das alles viel komplizierter, die Bewegungsfreiheit ist entgegen der ersten Prognosen doch noch sehr stark eingeschränkt und dabei ist gerade das für einen Motorradrennfahrer äußerst wichtig.»

«Ich kann mich zwar nicht beschweren, aber die Hände des Motorradrennfahrers sind genauso wichtig, wie die Füße der Fußballer: Wir verdienen unser Geld damit und deshalb muss ich 100 Prozent fit sein, bevor ich wieder Rennen fahre. Das werde ich endgültig erst eine Woche vor dem Misano-Event wissen.»

Sollte sich die Rückkehr von Eugene Laverty weiterhin verschieben, steht für die siebte Runde der Superbike-WM in Misano vom 21. - 23. Juni 2019 erneut der aktuelle BSB-Gesamtzweite Thomas Bridewell als Ersatzfahrer zur Verfügung, da es an diesem Wochenende keine Terminkollision mit der Britischen Superbike-Meisterschaft gibt.

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Wie lange muss Eugene Laverty noch zuschauen? © Gold & Goose Wie lange muss Eugene Laverty noch zuschauen? Eugene Laverty kurz vor seinem Unfall in Imola © Gold & Goose Eugene Laverty kurz vor seinem Unfall in Imola Eugene Lavertys Arme waren vorübergehend beide eingegipst © Laverty Privat Twitter Eugene Lavertys Arme waren vorübergehend beide eingegipst
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