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Erik Riss: «Ich habe alles auf eine Karte gesetzt»

Von - 16.06.2017 12:39

Nach zwei Titeln auf der Langbahn meldete sich Erik Riss vor der Saison 2017 vom Grand Prix ab und konzentriert sich auf die britische Speedway-Liga. In Kürze wird er versuchen, in der polnischen Liga Fuß zu fassen.

Es war ein ungewöhnlicher Schritt, als Weltmeister auf die Titelverteidigung zu verzichten, doch Erik Riss geht seinen Weg und verfolgt seine Ziele. Da er diese auf der Speedwaybahn sieht, war es für den 21-Jährigen die logische Konsequenz, sich auf die Rennen in Großbritannien zu konzentrieren, nachdem er in der vergangenen Saison gerade mit seinen Leistungen in der U21-Weltmeisterschaft für Aufsehen sorgte. Einen Dämpfer erhielt Riss beim Qualifikationsrennen zur Speedway-WM am Pfingstmontag in Abensberg. Mit ein paar Tagen Abstand sprach Riss mit SPEEDWEEK.com über sein Ausscheiden in Abensberg, den bisherigen Saisonverlauf und den Einstieg in die polnische Liga.

Erik, mit neun Punkten bist du in Abensberg knapp gescheitert und im Stechen ausgeschieden. Wie hast du das Rennen erlebt?

Die Bahn war im Rennen sehr schlecht. Im Training am Tag davor war sie noch richtig gut und ich wählte nach den Trainingseindrücken den meiner Meinung nach passenden Motor. Im ersten Lauf war die Bahn dann auch noch gut, doch dann wurde zu viel Wasser gefahren und es bildeten sich tiefe Rillen. Ich habe dann zwei Läufe gebraucht, um mich wieder darauf einzustellen und konnte im letzten Lauf mit einem Sieg das Stechen erzwingen. Beim Losen der Startplätze fürs Stechen hatte ich Pech, zog einen schlechten Startplatz und kam nach dem Start nicht nach vorne. In der letzten Kurve habe ich alles auf eine Karte gesetzt und ich bin gestürzt. Glücklicherweise blieb ich unverletzt.

Inwiefern trübt so ein Rückschlag wie in Abensberg den bisherigen Saisonverlauf? Bist du grundsätzlich mit der Saison 2017 zufrieden?

Ich bin mit der Saison total zufrieden, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt. Ich bin mit dem Motiv nach England gegangen zu lernen und probiere bei den Ligarennen auch immer wieder etwas aus. Hin und wieder geht ein Versuch daneben. Trotzdem lerne ich auch aus einem schlechten Rennen immer viel dazu, was mich weiterbringt.

Du kamst für das City Team in der Speedway-Best-Pairs-Serie zum Einsatz und konntest dich gut in Szene setzen, hast in Thorn unter anderen Exweltmeister Chris Holder geschlagen. Sind das Highlights?

Thorn lag mir gut und ich konnte auch einen Exweltmeister schlagen. In so einem Feld braucht man einiges an Erfahrung, um mitzufahren.

Wir haben Juni, die Saison ist in vollem Gang und du wirst in diesem Jahr auch im Nationalteam um die Qualifikation für den World-Cup mitfahren. Wie lauten deine Ziele für den Rest des Jahres?

Ich will immer jeden Lauf und jedes Rennen gewinnen. Selbst in den Rennen, in denen ich etwas teste oder was Neues probiere, will ich gewinnen. Ich werde in Riga das erste Mal im Nationalteam starten, was für mich eine große Ehre ist und worauf ich mich auch schon sehr freue. Grundsätzlich zählt aber auch dort das Gleiche wie bei jedem anderen Rennen: Ich will in jedem Lauf gewinnen.

Du hast erst kürzlich in der 1. polnischen Liga bei Rzeszow einen Vertrag unterschrieben. Ist die polnische Liga nach dem Engagement in Edinburgh und Leicester der nächste große Schritt?

Ich wollte Anfang des Jahres bereits in Polen einen Club finden, doch es hat sich leider nichts ergeben. Als sich dann in Polen wieder ein Transferfenster öffnete, war ich schnell mit dem Club einig und habe sofort unterschrieben. Ich kann aufgrund meiner Termine bis Jahresende vermutlich nur maximal vier Rennen bestreiten. Am 9. Juli werde ich mein erstes Rennen in Polen fahren. Ich will davor dort trainieren und ein gutes Rennen abliefern, damit ich alle noch möglichen Rennen in Polen bestreiten kann.

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