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Geile Zeit in Amerika

Kolumne von Martin Smolinski
Tobias Kroner (li.) und Martin Smolinski

Tobias Kroner (li.) und Martin Smolinski

Es liegen 14 super Tage an der Westküste der Vereinigten Staaten hinter mir. Sobald ich meinen Jetlag hinter mir habe, werde ich mich in die Verhandlungen und Vorbereitungen für die neue Saison stürzen.

In Kalifornien hatte ich gemeinsam mit Tobias Kroner eine Klassezeit. Obwohl ich Tobi ja von den Rennen her schon lange kenne, muss ich sagen, dass man sich als Rennfahrerkollege meist nur oberflächlich kennt. Das hat sich in Amerika ziemlich geändert, und wir hatten eine echt geile Zeit und eine Menge Spass. Nach unserer Landung in den USA haben wir unser Auto in Empfang genommen und ein Stück weit nur in den Tag gelebt. Zumeist haben wir erst abends entschieden, was wir am nächsten Tag machen. Unter anderem haben wir San Francisco besucht, haben Alcatraz besichtigt. Stress haben wir uns nie gemacht und alles spontan entschieden.

Beim Rennen in Auburn haben wir sehr gut zusammengearbeitet, und ich denke, dass Tobias von meinen Erfahrungen aus meinen ersten Auftritten in Auburn ein Stück weit profitieren konnte. Beim Training hatte er zu Beginn noch ein schlechtes Bike, doch nach einem Bike-Wechsel lief es dann auch bei ihm echt gut.

Mit einer Menge Spass war die «Cow Pie World Championship» verbunden. Als Trophäe gab es einen 1,5 Meter hohen Pokal zu gewinnen und den wollte ich eigentlich ganz gerne im Gepäck haben. Im Finale über zehn Runden lag ich sechs hinter Bart Bast und habe versucht, ihn brav zu überholen – was mir nicht gelang. In besagter sechster Runde startete ich dann eine etwas wildere Attacke, bei der ich mich überschlug und deswegen am Ende nur Dritter wurde. Das Coole beim «World Cow Pie» waren die Regeln: Es gibt keine! Man muss nur auf der Bahn bleiben und als Erster über die Linie fahren, um zu gewinnen. Im Rahmen des «Cow Pie» kam es zu einer Revanche der Weltauswahl gegen die USA. Wir starteten mit zehn Fahrern (je fünf aus jedem Team), und diesmal gelang uns der Sieg über die USA. Ich konnte meinen Anteil dazu beitragen.

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