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Martin Smolinski: «Speedway hat für mich Priorität»

Von - 26.01.2016 09:20

Wenn jemand im Bahnsport polarisieren kann, dann ist das in Deutschland Martin Smolinski. Der 31-jährige Olchinger konzentriert sich weiter auf Speedway, fährt 2016 aber auch hin und wieder Langbahnrennen.

Die Saison 2015 war nach der Umstellung auf Jawa-Motoren nicht leicht für Martin Smolinski. Der Olchinger wurde zwar Deutscher Speedway-Meister, enttäuschte aber in der EM und konnte sich auch nicht wieder für den GP qualifizieren. Trotz guter Langbahn-Ergebnisse wurde die «Nummer 84» nicht für die Team-WM berücksichtigt. Deutschland wurde dann nur Zweiter hinter den Briten. SPEEDWEEK.com sprach mit Martin Smolinski.

Wie fällt dein persönlicher Rückblick auf die Bahnsport-Saison 2015 aus? Hat sich die Umstellung auf Jawa gelohnt?

Wir im Team sehen 2015 als Entwicklungsjahr für Jawa, bei denen ich einen Werksvertrag unterschrieben habe. Wir wussten zwar, dass es schwierig werden wird mit den Motoren, aber dass es so schwierig werden würde, hätten wir dann doch nicht gedacht. Wir haben hart gearbeitet und sehr viele Fortschritte gemacht, sind aber noch nicht da, wo wir hin wollen.

Erfolge gab es aber doch durchaus, oder?

Ja, ich wurde Deutscher Speedway-Meister und habe bei diversen Veranstaltungen eine sehr gute Hausnummer abgegeben. Ich war im internationalen Geschäft einer der wenigen Deutschen, die da vorne mitmischen konnten. Nach diesem Entwicklungsjahr bin ich sehr gut in den Winter gegangen und blicke entspannt auf das Jahr 2016. Ich fühle mich wohl dabei und das ist das Wichtigste.

Wie siehst du deine Langbahnauftritte im abgelaufenen Jahr?

Ich hatte keine Langbahnveranstaltung, wo ich nicht auf dem Treppchen gestanden bin. Ich bin da top zufrieden. Ich war in Willing, Berghaupten und Lüdinghausen und da waren auch keine langsamen Jungs unterwegs. Wenn man bedenkt, dass die Langbahn bei mir hinter dem Speedwaysport steht, muss ich mich auch in dieser Hinsicht nicht verstecken.

Fandest du es nicht schade, dass du nicht bei der Langbahn-Team-WM dabei warst?

Ich wäre gern mitgefahren und hatte mich auch angeboten, aber das ist immer eine Entscheidung der Offiziellen. Sie haben da eben anders entschieden. Ich war ihnen nicht böse, aber für die Fans und wohl auch für den Veranstalter war es eher traurig, denn ich bin jemand, der Zuschauer zieht in Deutschland. Das kann man auch immer daran ganz gut erkennen, wenn man sieht, wie viele Zuschauer mit einer 84 auf dem T-Shirt herumlaufen.

Was sind deine Erwartungen für 2016 im Speedway?

Ich möchte zurück in den Speedway-Grand-Prix. Und ich will schlagkräftig werden mit den Jawa-Motoren, dafür arbeiten wir seit Monaten hart. Ich sehe entspannt ins neue Jahr, denn wir sind sehr gut aufgestellt.

Wie ist es mit den Liga-Clubs?

Ich verhandel gerade mit Schweden, werde aber weiterhin mein Augenmerk auf Deutschland legen. Ich habe den deutschen Bahnsport und deutsche Veranstalter im Visier. Mir macht es persönlich einen Riesenspaß in Deutschland zu fahren. Warum soll ich jede Woche 2000 km nach Polen fahren, wenn ich die schönsten Veranstaltungen hier vor der Haustür habe? Ich sehe dabei einmal die sportliche, aber auch die geschäftliche Seite. In Deutschland kann man es Geschäft oder Kooperation mit den Veranstaltern nennen. Ich bin mittlerweile in Deutschland eine herausragende Persönlichkeit als Motorsportler und bringe damit sehr, sehr viele Zuschauer an die Bahnen. Es macht mir einfach Spaß, im deutschen Markt zu arbeiten, denn ich sehe den deutschen Bahnsport ganz weit vorne. 

Ist man da im Ausland nicht weiter?

Nein, ich glaube, dass ich das aufgrund meiner Erfahrungen beurteilen kann. Ich bin in allen Top-Ligen gefahren, ich rede von Polen, Schweden, England und Dänemark. Wenn ich das mit Deutschland vergleiche, dann muss ich sagen, dass der deutsche Bahnsport besser aufgestellt ist, als viele andere zusammen. Schau dir nur die Veranstaltungen an, die demnächst in Deutschland stattfinden, wie den Speedway-GP, die Best Pairs und die SEC.

Wer bekommt die Wildcard in Teterow?

Das entscheiden die Offiziellen. Egal wer sie bekommt, wichtig ist, dass der, der sie bekommt, da auch mitmischen kann.

Fährst du weiter für den AC Landshut?

Ja, ich fahre weiter für die AC Landshut Devils, deren Kapitän ich bin. Es macht mir da riesigen Spaß. Ich bin seit acht Jahren in Landshut und seitdem stehen wir immer im Bundesliga-Finale. Das spricht für den Verein, aber auch für mich. Für uns muss aber mal wieder der Meistertitel her, das war jetzt zweimal nicht der Fall, denn sonst wird es langweilig.

Was erwartest du von der kommenden Saison?

Es ist schwierig für uns als Fahrer, Speedway und Langbahn unter einen Hut zu bekommen. Ich hatte, nachdem ich die letzten beiden Jahre meinen Startplatz in der WM abgegeben hatte, damit geliebäugelt, die Langbahn-Qualifikation mitzufahren. Wir haben uns im Team lange mit dem Thema Langbahn-WM beschäftigt, aber Priorität hat bei mir der Speedwaysport, der in Deutschland momentan wieder im Aufwind ist. Ich freue mich aber auf supergeile offene Langbahnrennen. Diese dürfen jedoch nicht fünf Stunden dauern. Man muss den Fans und den vielen Familien kompakte Veranstaltungen anbieten, die Erlebniswert haben. Unser Sport ist extrem nahbar und publikumsfreundlich. Wir müssen uns in Deutschland mit den Langbahnrennen nicht verstecken. In England fährt man bei den Rennen der Elite League vor 300 Zuschauern, in Deutschland sind bei Langbahnrennen, wo ich fahre, nie weniger als 2000 Zuschauer dabei.

Du bist neuerdings auch bei Wilbers Racing aus Nordhorn unter Vertrag?

Ja, ich habe da kürzlich einen Vertrag unterschrieben. Das ist eine sehr gute Firma, die werden meine Probleme auf der Langbahn beim Start beheben.

Willst du Deutscher Meister werden?

Ich bin schon zweimal Deutscher Langbahnmeister geworden und ein dritter Titel wäre nicht schlecht. Das Finale ist in Hertingen, es macht Spaß dort, weil es mal wieder eine ganz andere Bahn für eine DM ist.

Was macht ein Profi im Winter, wenn er keine Rennen fährt?

Ich bin derzeit sehr aktiv, nicht als Fahrer, sondern teils als Veranstalter von Events, denn ich habe auch eine Marketingfirma, die SR Speed Performance. Ich mache Nachwuchsschulungen, bin auf Messen unterwegs, kontaktiere meine Partner, baue mein Netzwerk aus, mache Fitnesstraining selbst und mit Kindern und beschäftige sie in der Werkstatt. Demnächst bringe ich auch ein Speedway-Talent bei mir im Team unter. Ich arbeite auch mit den Veranstaltern zusammen, fahre Motocross und engagiere mich im Landshuter Museum. Ich beschäftige mich mit vielen Sachen. Ich bin nicht nur Speedwayfahrer, sondern ich denke mir, dass es auch ein Leben nach dem Sport gibt.

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