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Speedway-Bundesliga

Speedway-Bundesliga wieder einmal vor großem Krach

Von - 13.09.2017 10:04

«Wir sind auf der Suche nach Alternativen, um im Falle des Worst-Case vorbereitet zu sein», sagt Landshuts 1. Vorstand Christian Schmid zu angedachten Änderungen für die Speedway-Bundesliga 2018.

Die Speedway-Bundesliga befindet sich in der entscheidenden Schlussphase, die Fans fiebern bereits den anstehenden Finales entgegen. Am 30. September treffen im ersten Finale in Brokstedt die gastgebenden Wikinger auf die AC Landshut Devils. Am 3. Oktober steigt um 14 Uhr in der OneSolar-Arena Landshut-Ellermühle der Rückkampf.

Mitten in der Finalvorbereitung kocht die Gerüchteküche bezüglich der Saison 2018 schier über: Dem Vernehmen nach wollen einige Clubs eine Reglementänderung herbeiführen. Doch anstatt die Liga stärker aufzustellen und die Zuschauer mit mehr Heimrennen enger an die regionalen Clubs zu binden, votieren verschiedene Vereine für ein System mit nur noch einem Heim- und drei Auswärtsrennen.

«Anfangs dachten wir an einen schlechten Witz, denn das ist vor allem wirtschaftlich ein Himmelfahrtskommando. Und auch sportlich und in der Außenwirkung ein enormer Rückschritt. Ähnlich sehen das die Verantwortlichen in Brokstedt», so ACL-Vize Gerald Simbeck. «Wir stehen seit Jahren für Kontinuität, Nachhaltigkeit, Transparenz, Zusammenarbeit und erfolgreiche Ergebnisse, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Wir werden immer eine kleine Liga haben, weil es nur ein begrenztes Fahrerpotenzial gibt. Dies ist nicht unbedingt ein Manko. Lieber kompakt und kraftvoll, mit einem funktionierenden Unterbau, als eine aufgeblähte 1. Liga, die künstlich am Leben erhalten wird.»

Das Speedway-Oberhaus stellt sich immer wieder selbst ein Bein. «Wir haben in den letzten Jahren oft appelliert, mehr zusammenzuarbeiten und gemeinsam eine noch attraktivere Bundesliga zu schaffen», erklärte der 1. Vorsitzende des AC Landshut, Christian Schmid. «Leider stehen immer wieder persönliche Interessen im Vordergrund und es zählt einzig der sportliche Erfolg für viele Beteiligte, auch wenn am Ende der faire Umgang und die Zukunft der Liga und der Fahrer aufs Spiel gesetzt wird. Schon lange herrscht Stillstand, anstatt Fortschritt. Uns wurde auch nichts geschenkt und nur durch jahrelanges Engagement des harten Clubkerns und einem konsequenten Handeln sind wir nach zahlreichen Meistertiteln da, wo wir sind – alleine auf weiter Flur? Viele können, beziehungsweise wollen in unseren Augen keinen Fortschritt, denn dies würde einen extremen Mehraufwand bedeuten. Und das meinen wir nicht finanziell. Zunächst muss mit einem enormen Kraftakt die Grundlage geschaffen werden, und es kommt in erster Linie auf den Willen an. Aber dies würde auch Veränderung bedeuten und damit hat die Menschheit bekanntlich oft ein Problem.»

Landshuts Schatzmeister Thomas Wurstbauer schlägt angesichts der Diskussionen die Hände über dem Kopf zusammen: «Das ist schier unglaublich und eigentlich muss man kein Wirtschaftsexperte sein um zu erkennen, dass so etwas langfristig in die Hose geht. Verfügt man jedoch über das nötige Kleingeld, und ist einem die Organisation und Durchführung eines Heimrennens mehr eine Last als ein Vorteil, dann fühlt man sich zunächst zum neuen Vorschlag hingezogen.»

Simbeck findet deutliche Worte: «Es gibt Clubs, die sind prädestiniert für eine zweite Liga und es gibt eine Handvoll Clubs für eine starke erste Liga. Für Erstgenannte wäre das aktuelle System nicht zu stemmen, von daher sollen sich plötzlich Clubs wie Landshut oder Brokstedt nach deren Interessen ausrichten und quasi mithelfen, die zweite Liga zur ersten Liga zu machen. Sollte eine solche Systemänderung kommen, wird und kann der AC Landshut dieses Spielchen nicht mitmachen. Wir sind das unseren Mitgliedern, Sponsoren und Fans schuldig. Wie soll ein regionaler Bezug hergestellt werden? Durch Berichte von den Auswärtsrennen? Da hast du ein Heimrennen in einer zweitklassigen Liga und vielleicht regnet es an dem Tag auch noch leicht – na herzlichen Glückwunsch Herr Schatzmeister, kann man da nur sagen.»

Wie geht es weiter beim deutschen Rekordmeister? «Wir sind derzeit in vielen Gesprächen und auf der Suche nach Alternativen, um im Worst-Case vorbereitet zu sein», schilderte Clubchef Schmid. «Wir wollten schon immer mehr Heimrennen für unsere Fans und die deutschen Fahrer, vielleicht ist auch jetzt ein wichtiger Schritt notwendig. In den nächsten Tagen wird es auch Gespräche mit unseren Fahrern geben, denn wir wollen gemeinsam die Situation erörtern und in eine spannende und erfolgreiche Zukunft gehen. Wie diese aussieht, wird sich zeigen. Unsere Fans und Sponsoren müssen sich keine Sorgen machen, ganz im Gegenteil – wir sind hellwach und werden mit dem Vertrauen sorgfältig umgehen. Es wird wie in der Vergangenheit mindestens vier hochkarätige Heimrennen geben und dazu noch Nachwuchsrennen. Mehr können und dürfen wir nach aktuellem Stand nicht sagen. Selbstverständlich hat eine 1. Deutsche Speedway-Bundesliga für uns Priorität, aber wir werden definitiv nicht fünf Schritte zurück machen und den Speedwaystandort Landshut aufs Spiel setzen. Auch wenn sich mancher das so wünschen würde.»

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