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GP-Boss Olsen: TV, Youtube, Sponsoren, Social Media

Von - 13.10.2016 16:26

In Deutschland fristet der Speedway-Sport ein Schattendasein, in anderen Ländern ist er Big-Business. SPEEDWEEK.com sprach mit Torben Olsen, dem Managing Director des Grand Prix.

Während in Ländern wie Polen, Großbritannien, Dänemark und Schweden Speedway so selbstverständlich zur täglichen Sportberichterstattung gehört wie bei uns die Formel 1, ist in Deutschland außerhalb der wenigen Fachmedien fast nichts zu erfahren.

Mit diesem Umstand geht Hand in Hand, dass deutsche Bahnfahrer kaum in der Lage sind größere Sponsoren aus der Industrie zu gewinnen – ohne Fernsehen keine lukrativen Werbeverträge.

SPEEDWEEK.com sprach mit Torben Olsen, dem Managing Director des Grand Prix, über das internationale Standing des Sports und der damit verbundenen geschäftlichen Seite.

Torben, der Speedway-GP hat in zahlreichen Ländern sehr viel TV-Zeit: Weshalb gelingt es euch bis auf wenige Ausnahmen nicht, große internationale Firmen mit bekannten Namen als Sponsoren zu gewinnen?

Ich würde sagen, dass wir ordentliche Firmen haben wie Monster, QBE, Adrian Flux, Mitas. Du siehst im Moment aber nicht die gleichen Firmen wie in MotoGP oder NASCAR, das stimmt.

Wir haben einen sehr guten Sport, auch wenn Speedway in vielen Ländern ein Nischensport ist. Aber ein Partner bekommt viel Gegenwert für sein Geld. Für uns ist einer der wichtigsten Punkte, dass wir ein gutes TV-Produkt abliefern. Wir halten unser Produkt für wirklich gut.

Trotzdem wundert es mich, dass ihr keine größeren Partner findet, da das Produkt offensichtlich stimmt. Die TV-Abdeckung und die Zuschauerzahlen passen auch.

Ich kann nicht viel mehr dazu sagen als in meiner vorherigen Antwort. Unser Fokus liegt darauf die richtigen Marken für unseren Sport zu interessieren. Monster zum Beispiel gehört zu Coca-Cola.

Kannst du mir etwas über einen zukünftigen TV-Vertrag für Deutschland erzählen?

Nicht wirklich. IMG Media kümmert sich für uns um die TV-Verträge. Das Fernsehen ist sehr wichtig für uns. Wenn wir in neue Märkte wie Deutschland kommen, dann wollen wir sicherstellen, dass wir dafür auch einen guten TV-Vertrag haben.

Für dieses Jahr haben wir einen Vertrag mit Youtube, damit die Menschen in Deutschland die Rennen sehen können. Das ist eine andere Form den Sport zu präsentieren, aber wir hatten einige erstaunliche Zugriffszahlen.

Wo siehst du das meiste Potenzial, um den Speedway-GP zu verbessern? Hast du Visionen?

Der Grand Prix ist eine gut geölte Maschine, ich habe nicht viel geändert, seit ich den Job von Paul Bellamy übernommen habe. Wir haben zwei wichtige Ziele. Wir wollen mehr Leute dazu bringen, sich Speedway anzusehen – nicht nur den Grand Prix, sondern alle Rennen. Und wir müssen mehr junge Menschen zum Sport bringen.

Dafür haben wir eine Strategie entwickelt. Als Erstes begannen wir damit, die Charaktere der Fahrer mehr herauszustellen. Es geht nicht nur um die Rennen, wir haben in unserem Sport einige fantastische Persönlichkeiten.

Tai Woffinden ist überall tätowiert, er hat früh seinen Vater verloren. Greg Hancock aus den USA kämpft an der Spitze und erledigt angesichts seines Alters einen unfassbar guten Job. Wir haben die jungen Polen, wirklich interessante Fahrer. Das alles wollen wir den Fans näherbringen. Wenn ein Fan einen Fahrer mag, dann folgt er automatisch dem Sport.

Um junge Menschen zu erreichen, muss unsere Arbeit mit den digitalen Medien deutlich besser werden. Darauf haben wir dieses Jahr großes Augenmerk gelegt. Es gibt jetzt viel mehr Videos, in den sozialen Netzwerken sind wir sehr aktiv. Dort zeigen wir den Leuten zum Beispiel, wie die Renntransporter von innen aussehen oder stellen die Fahrer vor.

In Landsberg sahen wir ein atemraubendes Finale. Innerhalb der ersten 24 Stunden klickten 1,3 Millionen den Videoclip dazu an! Diesen Boom haben wir in vielen anderen Sportarten zuvor gesehen. Uns hilft, dass unser britischer Broadcaster BT Sports oder auch unser Hauptsponsor Monster unsere Sachen über ihre Kanäle verbreiten und uns damit pushen. Damit bekommen auch bisherige Nicht-Fans mit, was der Speedway-GP für ein großartiges Produkt ist.

Alle diese Sachen zu etablieren, dauert seine Zeit. Wir werden in diese Richtung weiterarbeiten, dieses Jahr liegt unser Fokus darauf.

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Große Firmen wie Red Bull sponsorn nur, wenn die TV-Zeit stimmt © Pabijan Große Firmen wie Red Bull sponsorn nur, wenn die TV-Zeit stimmt Torben Olsen (li.) mit seinem berühmten Vater Ole © Pabijan Torben Olsen (li.) mit seinem berühmten Vater Ole
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