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Greg Hancock versucht’s mit Physiotherapie – sonst OP

Von - 10.08.2017 09:25

Speedway-Weltmeister Greg Hancock will seine mehrfach ausgekugelte linke Schulter bis in zwei Wochen soweit stabilisiert haben, dass er den Grand Prix in Landsberg bestreiten kann.

Das Missgeschick geschah kurz vor dem Cardiff-Grand-Prix am 22. Juli: Greg Hancock kam zuhause in seiner Wahlheimat Schweden beim Hinuntergehen der Treppe ins Straucheln und versuchte den Fall mit den Armen abzufangen. «Ich habe mir dabei die linke Schulter ausgekugelt, im Training am Freitag in Cardiff ist sie mir zweimal rausgesprungen», erzählte der 47-Jährige. «Danach ließ ich mich lange behandeln, für das Rennen haben wir die Schulter getapet. Aber ich konnte nicht weiterfahren, es war zu gefährlich – für mich und meine Gegner.»

Hancock gab nach seinem ersten Lauf auf und meldete sich auch für den Grand Prix am kommenden Samstag in Malilla ab. «Die Schulter ist nicht stabil genug, dass ich jeder Situation auf der Rennstrecke gewachsen wäre», teilte der Weltmeister mit. «In einem Grand Prix musst du wissen, dass du mit allem fertig werden kannst, was auf dich zukommt – dafür ist die Schulter nicht stark genug.»

Für Hancock rückt der zweite Substitute-Fahrer Martin Smolinski nach. Der erste Substitute, Peter Kildemand, ist bereits das fünfte Rennen in Folge für den langzeitverletzten Nicki Pedersen (Wirbelbrüche) im Einsatz.

«Ich bin am Boden zerstört, dass ich von 210 Grands Prix meinen zweiten verpasse», so Hancock weiter. «Aber ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist. Dieses eine Mal muss ich auf meinen Körper hören, ich will es nicht noch schlimmer machen. Der Plan ist, mit der Physiotherapie weiter zu machen, die Schulter zu stabilisieren und für den folgenden Grand Prix zurückzukehren.»

Bis zum Polen-GP am 26. August in Landsberg hat Hancock gut zwei Wochen Zeit dafür. Sind die bei seinem Sturz entstandenen Schäden an Bändern und Sehnen in der Schulter zu groß, kann der Oberarmkopf immer wieder aus der Gelenkpfanne springen. Tritt dies dauerhaft auf, kann nur eine Operation Abhilfe schaffen. Bei einer solchen OP ist danach eine sechswöchige Ruhigstellung unabdingbar, bis zur vollständigen Beweglichkeit und Genesung vergehen in der Regel drei Monate – Hancocks Saison wäre beendet.

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