Speedway-GP

GP-Routiniers glauben, dass sie besser denn je sind

Von - 30.07.2018 11:28

Die Top-3 aus dem Challenge in Landshut, Janusz Kolodziej, Niels-Kristian Iversen und Antonio Lindbäck, verfügen über jede Menge Erfahrung im Speedway-GP. Der Vormarsch der Jugend ist vorerst gestoppt.

Mit dem ehemaligen U21-Weltmeister Max Fricke (7.), dem britischen Megatalent Robert Lambert (5.) und Jack Holder (9.), junger Bruder von Ex-Weltmeister Chris Holder, sahen wir im GP-Challenge in Landshut drei vielversprechende Youngster.

Lambert fehlte nur ein Punkt, um ins Stechen um das letzte GP-Ticket zu kommen. Fricke hatte alle Chancen, doch der Australier fiel in seinem letzten Vorlauf aus. Mit dem Laufsieg wäre er im Grand Prix gestanden, Platz 2 hätte ihn ins Stechen um den dritten GP-Platz gebracht.

Es war die Altherren-Riege, die in der One-Solar-Arena auftrumpfte. Janusz Kolodziej (34), Niels-Kristian Iversen (36) und Antonio Lindbäck (33) verfügen über jede Menge GP-Erfahrung, sie sind allesamt Rückkehrer in die WM-Serie.

«Das ist wie ein Traum für mich», sagte der dreifache Polnische Meister Kolodziej nach seinem Triumph. «Jeder will Grand Prix fahren, ich werde dabei sein. Das ist sehr wichtig für mich.»

Kolodziej war bereits 2011 in der Serie, konnte als WM-14. aber wenig Eindruck hinterlassen. «Ich muss viele Dinge ändern, um im Grand Prix bestehen zu können», ist dem Routinier bewusst. «Sicher ist aber auch, dass ich heute ein besserer Fahrer bin. Ich mache weniger Fehler, als damals im GP.»

Iversen erlebte seine beste GP-Saison 2013, als er WM-Dritter wurde. Insgesamt war der Däne sieben Jahre Fixstarter und gewann fünf Grands Prix. «Solche Rennen sind immer schwierig und sehr hart», meinte Iversen, nachdem er sich bereits zum vierten Mal über den Challenge für die WM-Serie qualifizierte. «Ich habe den Challenge zweimal gewonnen, wurde einmal Dritter und jetzt Zweiter. Ich weiß auch, was ich jetzt zu tun habe – es ist genügend Zeit, um mich auf die nächste Saison vorzubereiten. Ich habe lange gebraucht, um nach meiner Verletzung letztes Jahr zurückzukommen.»

Lindbäck sorgte mit seinem Überholmanöver im Stechen, als er außen an Craig Cook vorbeipreschte, für einen der spektakulärsten Momente des Abends. «Es war nett und harte Arbeit», grinste der Schwede, neuerdings ohne Rastas unterwegs. «Ich wusste, dass Craig schnell ist und er hatte einen besseren Start. Ich brauchte einen Plan B und hatte etwas Glück, dass er die innere Linie wählte. So konnte ich ihm außen vorbeifahren.»

Neben Kolodziej, Iversen und Lindbäck fahren im Grand Prix 2019 die Top-8 aus dieser Saison. Obwohl erst die Hälfte der zehn Rennen absolviert ist, zeichnet sich ab, dass es für Martin Vaculik, Craig Cook, Przemyslaw Pawlicki und Nicki Pedersen sehr schwierig wird, sich zu qualifizieren. Scheiden sie aus, müssen sie auf eine der vier Dauer-Wildcards des Weltverbands FIM hoffen.

Ergebnisse Speedway-GP-Challenge Landshut/D:

Qualifiziert für den Grand Prix 2019:



1. Janusz Kolodziej (PL), 12 Punkte
2. Niels-Kristian Iversen (DK), 11

3. Antonio Lindbäck (S), 10+3



Ausgeschieden:



4. Craig Cook (GB), 10+2
5. Robert Lambert (GB), 9

6. Piotr Pawlicki (PL), 8
7. Max Fricke (AUS), 8

8. Martin Smolinski (D), 8

9. Jack Holder (AUS), 8

10. Kenneth Bjerre (DK), 7
11. Vaclav Milik (CZ), 7

12. David Bellego (F), 7

13. Hans Andersen (DK), 6
14. Kevin Wölbert (D), 5
15. Matej Zagar (SLO), 2

16. Max Dilger (D), 1
17. Valentin Grobauer (D), 0

18. Krzysztof Kasprzak (PL), 0

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Janusz Kolodziej vor Matej Zagar und Jack Holder © Pabijan Janusz Kolodziej vor Matej Zagar und Jack Holder Niels-Kristian Iversen (li.) bekam Ratschläge von Hans Nielsen © Pabijan Niels-Kristian Iversen (li.) bekam Ratschläge von Hans Nielsen Antonio Lindbäck (2): Nicht die besten Starts, aber sehr schnell © Pabijan Antonio Lindbäck (2): Nicht die besten Starts, aber sehr schnell
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