Speedway-U21-WM

U21-WM: Die drei Finals finden ohne Deutsche statt

Von - 17.06.2018 16:41

Ein Platz unter den Top-4 war nötig, um aus einer der drei Qualifikationsrunden den Sprung in die Speedway-U21-WM zu schaffen. Vier deutsche Fahrer stellten sich der Aufgabe, keinem gelang die Quali für die Finalrunden.

In Vetlanda ging Dominik Möser an den Start. Der 20-Jährige, der seinen Lebensmittelpunkt in Dänemark hat, beendete das Rennen mit sechs Punkten auf dem neunten Rang, was zu wenig war, um weiterzukommen. Der Grund für das Ausscheiden war für Möser gleich gefunden. «Der Start war sehr entscheidend. Auf nationaler Ebene waren meine Starts bisher nicht die schlechtesten, aber im Vergleich muss eine ganze Schippe draufgelegt werden», so Möser, der dem Rennen auch Positives abgewinnen konnte. «Im Training fühlt ich mich gut. Die Geschwindigkeit passte und auch die teaminternen Änderungen und Unternehmungen der letzten Tage zeigten ihre Wirkung. In einem anspruchsvollen Fahrerfeld konnte ich Platz 9 mit sechs Punkten erreichen. Die gute Erfahrung, vor allem aus meinem zweiten Lauf, heißt es mit in die nächsten Wochen zu nehmen, Prioritäten zu setzen und das Beste aus der Saison herauszuholen.»

Zu den qualifizierten Fahrern aus Vetlanda gehört der Sieger Gleb Chugunov, der sich im Stechen um die Podiumsplätze gegen den Briten Daniel Bewley und Dominik Kubera aus Polen durchsetzte. Als vierter Fahrer qualifizierte sich der Däne Frederik Jakobsen.

Aus der Qualifikationsrunde im tschechischen Reichenberg (Liberec) ging der Däne Patrick Hansen als Sieger hervor. Er setzte sich vor den Polen Daniel Kaczmarek und Weltmeister Maksym Drabik durch. Drabyk schaffte trotz einer Disqualifikation nicht nur den Sprung in die nächste Runde, sondern auch aufs Siegerpodest. Um den vierten und letzten Qualifikationsplatz musste ein Stechen entscheiden, das der Slowene Nick Skorja für sich entschied – Filip Hajek und Zach Wajtknecht schieden aus.

Ebenfalls ausgeschieden ist Sandro Wassermann, der sieben Punkte holte und Zehnter wurde. «Im ersten Lauf hatte ich einen guten Start und lag in Führung. Der Lauf wurde abgebrochen, weil das Startband nicht richtig funktioniert hatte. Beim Restart kam ich schlechter aus dem Start und wurde Zweiter. Für den zweiten Lauf wechselte ich das Set-up. Das war ein Fehler, dadurch fuhr ich 0 Punkte. Im dritten Lauf startete ich auf gelb. Ich wurde am Kurveneingang hart nach außen gedrückt und konnte nur noch den dritten Platz halten. Im vierten Lauf war ich drei Runden gegen Drabik vorne. In der letzte Runde hatte ich einen Aufsteiger, dadurch ging er vorbei.» Im letzten Durchgang führte Wassermann zweimal den Lauf an, doch jeweils kam ein Abbruch: «Beim dritten Restart versagte meine Kupplung, dann konnte ich nur noch Platz 2 einfahren. Somit hatte ich sieben Punkte, das reichte nicht zum Weiterkommen.»

Im polnischen Rawitsch waren mit U21-Meister Daniel Spiller und dem letztjährigen WM-Teilnehmer Lukas Fienhage zwei Deutsche im Feld. Spiller holte zwar neun Punkte und war somit über alle Qualirunden gesehen der beste Deutsche, doch zum Weiterkommen reichte diese Performance auch nicht. «Wir sind ohne Erwartungen dort hingefahren. Ich bin mit meiner Leistung super zufrieden. Vor meinem letzten Lauf hatte ich gehofft, dass ich mich vielleicht noch qualifizieren könnte, aber es sollte nicht sein. Wir hatten Spaß und einen schönen Tag. Vollen Respekt an Robert Lambert, der zurzeit in Top-Form unterwegs ist und in Rawitsch gewonnen hat», erklärte Spiller nach dem Rennen gegenüber SPEEDWEEK.com. Der Brite Lambert, neuer Britischer Meister und Leistungsträger im britischen SON-Team gewann, das Rennen vor Bartosz Smektala (PL), Andreas Lyager (DK) und Robert Chmiel (PL).

Lukas Fienhage holte insgesamt acht Punkte und schied als Neunter ebenfalls aus. «Nach einem guten Training habe ich im ersten Lauf einen guten Start gemacht und bin weggefahren. Im zweiten Lauf ließ sich mein Motorrad durch einen technischen Defekt nicht anschieben und ich musste auf die zweite Maschine wechseln, mit der ich nicht so gut klarkam», berichtete Fienhage, der dann auf das dritte Bike wechselte. «Damit ging es wieder etwas besser. Insgesamt bin ich aber nicht zufrieden, ich hätte gerne die Quali geschafft. Ich werde mich auf jeden Fall für einen der Wildcard-Plätze bewerben.»

Zu den zwölf qualifizierten Fahrern werden drei permanente Wildcards vergeben. Derzeit im Feld stehen insgesamt fünf polnische Fahrer, drei dänische, zwei Briten und je ein Fahrer aus Russland und Slowenien, sodass die Chance besteht, dass Fahrer aus Schweden, Tschechien und Deutschland auf eine Wildcard hoffen dürfen. Die Finalrennen werden in Daugavpils, Lissa und Pardubitz ausgetragen.

Ergebnisse Speedway-U21-WM-Qualifikationsrunden:

Vetlanda/Schweden:

Qualifiziert für Finales:
1. Gleb Chugunov (RUS), 13+3 Punkte
2. Daniel Bewley (GB), 13+2
3. Dominik Kubera (PL), 13+1
4. Frederik Jakobsen (DK), 12

Ausgeschieden:
Filip Hjelmland (S), 11
6. Joel Kling (S), 11
7. Luke Becker (USA), 7
8. Jonas Jeppesen (DK), 7
9. Dominik Möser (D), 6
10. Nathan Greaves (GB), 6
11. Anton Karlsson (S), 5
12. Lasse Fredriksen (N), 5
13. Davis Kurmis (LV), 4
14. Kyle Thompson (AUS), 4
15. Christoffer Selvin (S), 2
16. Henri Ahlbom (FIN), 1
17. Elvis Avgucevics (LV), 0
18. William Bjoerling (S), 0

Reichenberg/Tschechien:

Qualifiziert für Finales:
1. Patrick Hansen (DK), 14 Punkte
2. Daniel Kaczmarek (PL), 12+3
3. Maksym Drabik (PL), 12+2
4. Nick Skorja (SLO), 10+3

Ausgeschieden:
5. Filip Hajek (CZ), 10+2
6. Zach Wajtknecht (GB),
8. Patrik Mikel (CZ), 8
9. David Pacalaj (SLO),
10. Sandro Wasserman (D), 7
11. Emil Millberg (S), 6
12. Niklas Sayrio (FIN), 4
13. Lucas Torresi (RA), 3
14. Steven Labouyrie (F), 3
15. Gaetan Stella (F), 2
16. Pavel Cermak (CZ), 1
17. Frantisek Klier (CZ), 0

Rawitsch/Polen:

Qualifiziert für Finales:
1. Robert Lambert (GB), 14+3 Punkte
2. Bartosz Smektala (PL), 14+A
3. Andreas Lyager (DK), 13
4. Robert Chmiel (PL), 12

Ausgeschieden:
5. Wiktor Lampart (PL), 11
6. Daniel Spiller (D), 9
7. Jaimon Lidsey (AUS), 8
8. Szymon Szlauderbach (PL), 8
9. Lukas Fienhage (D), 8
10. Christian Thaysen (DK), 6
11. Roman Lachbaum (RUS), 5
12. Jan Kvech (CZ), 4
13. Alexander Woentin (S), 3
14. Josef Novak (CZ), 3
15. Dmytro Mostovik (UA) 1
16. Dennis Fazekas (H), 1
17. Broc Nicol (USA), 0
18. Thomas Valladon (F), 0

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Dominik Möser (vorne) ist einer der gescheiterten Deutschen © Goffelmeyer Dominik Möser (vorne) ist einer der gescheiterten Deutschen Robert Lambert (3) ist in überragender Form © Pabijan Robert Lambert (3) ist in überragender Form Weltmeister Maksym Drabik © Pabijan Weltmeister Maksym Drabik
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