Supersport-WM

Kenan Sofuoglu: Der wahre Grund seines Rennverzichts

Von - 13.05.2018 18:37

Ein letztes Supersport-Rennen wollte Kenan Sofuoglu in Imola noch fahren und damit ein erfolgreiches Kapitel schließen. Warum es sich der Rekordweltmeister spontan anders überlegt hat. «Meine Show ist vorbei», sagte er.

Alles war am Sonntag bereit für den letzten Auftritt von Kenan Sofuoglu. Der fünffache Weltmeister bestritt das Warm-up und zog sich gegen 11 Uhr ein letztes Mal seine Lederkombi für ein Supersport-WM-Rennen an. Selbst in der Startaufstellung sah noch alles danach aus, als würde der 33-Jährige sein angekündigtes letztes Rennen fahren, doch nach der Aufwärmrunde bog der 43-fache Supersport-WM-Laufsieger in die Boxengasse ab – und ließ irritierte Zuschauer und Fahrerkollegen zurück.

Nur sein Team hatte Sofuoglu in seine Pläne eingeweiht, dass er auf das Rennen verzichten wird!

«Ich entschied mich erst ein paar Minuten vor dem Start dazu. Mein Team war überrascht, aber sie haben es respektiert», verriet Sofuoglu. «Ich habe mich selbst gefragt, wieso ich das Rennen fahren soll. Ich spürte, dass ich körperlich nicht dazu bereit war. Und wenn ich einen der Titelanwärter aus dem Rennen gerissen hätte, wäre das sehr schlecht gewesen – ich hätte dann möglicherweise seine Saison zerstört.»

«Ich war hier für die Show, nicht für ein besonderes Ziel. Jetzt ist meine Show vorbei», sagte der Türke weiter. «Ich stand mit meinem Bike in der ersten Startreihe und konnte mich so von allen verabschieden. So war es das Beste. Ich wollte auch nicht das Versprechen brechen, das ich meiner Familie gegeben habe. Für mich war es eine große Sache, noch einmal hier zu sein. Dorna, mein Team und Kawasaki haben am Samstag eine tolle Veranstaltung organisiert. Jetzt danke ich allen. Ich danke auch Jonathan Rea, dass er zu meinem Abschied ins Parc Fermé gekommen ist.»

«Ich war glücklich im Supersport-Paddock, aber es war nicht meine eigene Entscheidung, in Rente zu gehen. Meine Familie und mein gesamtes Umfeld haben mich dazu überedet», erklärte Sofuoglu wehmütig.

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