Supersport-WM

Héctor Barberá (Kawasaki): «Keine Ahnung von SSP-WM»

Von - 12.08.2018 10:54

Das Paddock der MotoGP ist eine eigene Welt und für manche endet selbige auch dort. Héctor Barberá, der mit Puccetti Kawasaki die restlichen Meetings der Supersport-WM 2018 bestreiten wird, weiß kaum etwas darüber.

Seit 2002 war Héctor Barberá ohne Unterbrechung im GP-Paddock zu Hause, er fuhr die mittlerweile abgeschafften 125er und 250er-Zweitakt-Weltmeisterschaften, sowie MotoGP und Moto2. Der Spanier bringt als möglicher Nachfolger von Rekordweltmeister Kenan Sofuoglu im Puccetti Kawasaki-Werkstgeam viel Erfahrung mit.

Vorerst hat Barberá aber nur einen Vertrag für die letzten vier Rennen der Supersport-WM 2018. Bevor er von Teamchef Manuel Puccetti einen Vertrag für 2019 vorgelegt bekommt, muss er mit Leistung überzeugen – und ein tadellosen Verhalten an den Tag legen. «Ich bin Manuel dankbar, dass er mein Privatleben außen vor gelassen und mich nur als Rennfahrer betrachtet hat», sagte der 31-Jährige bei Corsedimoto.

Zur Erinnerung: Der langjährige MotoGP-Pilot war seit dem 8. Juni 2018 auf Jobsuche. Damals erhielt er von seinem Moto2-Team Pons HP40 die Kündigung, weil ihn die spanische Polizei mit 0,67 Promille Alkohol im Blut am Steuer seines Audi erwischt hatte.

Die Umstellung für Barbera wird nach 16 GP-Jahren gewaltig sein. «Ehrlich gesagt weiß ich sehr wenig über die seriennahe Weltmeisterschaft», gab Barberá offen zu. «Ich hatte viele Verpflichtungen in der Motorrad-WM, aber ich habe es als interessante Meisterschaft betrachtet. Weil mein Kumpel Loris Baz dieses Jahr dort fährt, habe ich mich mehr damit beschäftigt.»

Althea BMW Loris Baz war 2016 und 2017 bei Avintia Ducati sein Teamkollege.

In sechs Moto2-Rennen 2018 hat Barberá einen kleinen Vorgeschmack auf die 600er Motorräder erhalten. «Ich glaube nicht an Zufälle. Es war Schicksal, dass ich diese Chance in der Supersport-WM erhalten habe», glaubt der 250er-Vizeweltmeister von 2009. «Ich habe die Kawasaki zwar noch nicht gefahren, aber ich will immer Gedanken. Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes behaupten würde. Aber ich bleibe auf dem Teppich, denn das Niveau ist hoch und ich kenne einige Rennstrecken nicht. Ich vertraue dem Team und werde mich Schritt für Schritt herantasten.»

Den ersten Test mit Barberá bestreitet Puccetti Kawasaki Ende August in Imola. Der Portimão-Test wird sehr wahrscheinlich ausgelassen.


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Hector Barbera weiß nicht, worauf er sich mit der Supersport-WM eingelassen hat © Puccetti Kawasaki Hector Barbera weiß nicht, worauf er sich mit der Supersport-WM eingelassen hat
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