Supersport-WM

Kallio Yamaha: Der Verlust von Cortese wiegt schwer

Von - 18.01.2019 06:49

In der Supersport-WM 2019 sehen wir zehn Fahrer auf einer Yamaha, das Weltmeister-Team von Vesa Kallio zählt mit Loris Cresson, Isaac Vinales und Thomas Gradinger nicht zu den Titelfavoriten.

Yamaha ist die dominierende Marke der Supersport-WM: 2017 und 2018 eroberten Lucas Mahias und Sandro Cortese den Titel, den letzten Nicht-Yamaha-Sieg holte Kenan Sofuoglu am 17. September 2017 für Kawasaki.

2018 schaffte es neben den starken Yamaha-Fahrern nur Raffaele De Rosa mit seiner MV Agusta F3 675 fünfmal aufs Podium, konnte aber nie gewinnen. Alle anderen Hersteller verfehlten die Top-3 Rennen für Rennen.

2019 treten sechs Teams mit Yamaha an, die stärksten Paarungen sehen wir bei Bardahl Evan Bros. (Krummenacher, Caricasulo) und GMT94 (Cluzel, Perolari). Das ungarische Team Toth hat sich mit dem tschechischen Team Willirace verbündet und den langjährigen MotoGP-Piloten Hector Barbera verpflichtet.

Kallio Yamaha hat zwar von zwei auf drei Fahrer aufgestockt, mit Loris Cresson, Thomas Gradinger und Klassenneuling Isaac Vinales aber keinen Fahrer unter Vertrag, der in der Supersport-WM einen Podestplatz vorweisen kann.

Die Fußstapfen von Weltmeister Sandro Cortese sind groß; SPEEDWEEK.com sprach mit Teamchef Vesa Kallio.

Vesa, mit deinem Bruder Mika hast du einige Rennsiege gefeiert, 2018 wurdest du als Teameigentümer Weltmeister. Macht das in deiner Wahrnehmung einen Unterschied?

Ja, das sind andere Siege. Wir haben sehr hart für diesen Titel gearbeitet, mein Vater und ich. Wir zeigen die gleiche Hingabe wie Mika damals, das ist einer der Gründe, weshalb wir so konkurrenzfähig sind.

Ihr seid Weltmeister, habt aber euren Nummer-1-Fahrer verloren.

Ja, das ist schade. Wir hatten ein gutes Jahr zusammen. Aber ich verstehe, dass Sandro aufsteigen wollte, ihm bietet sich eine gute Chance.

Was traust du Gradinger zu? Er wurde in den letzten drei Rennen 2018 jeweils Vierter.

Er hat eine erfolgreiche Zukunft vor sich. Er fuhr seine erste WM-Saison und hatte natürlich zu Beginn einige Schwierigkeiten. Der Level letztes Jahr war extrem hoch. Dann wurde er immer besser, die letzten vier Rennen war er sehr gut. Thomas ist ein starker Fahrer.

Mika ist nach wie vor der berühmteste der Kallio-Männer. Ist er der Mann im Hintergrund, der bei Sponsorenverhandlungen hilft, oder ist er auch ins Tagesgeschäft eingebunden?

Er ist nicht im Tagesgeschäft, aber wir reden viel miteinander. Besonders jetzt, wo er nicht mehr so viele Rennen fährt. Vielleicht spielt er in Zukunft eine tragende Rolle im Team. Das hängt auch davon ab, in welche Richtung wir uns entwickeln werden.

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Rennszene 2018: Sandro Cortese vor Thomas Gradinger © Gold & Goose Rennszene 2018: Sandro Cortese vor Thomas Gradinger Teamchef Vesa Kallio (li.) mit Sandro Cortese © Philippe Damiens Teamchef Vesa Kallio (li.) mit Sandro Cortese Loris Cresson bleibt Kallio Yamaha treu © Gold & Goose Loris Cresson bleibt Kallio Yamaha treu Isaac Vinales wechselt in die Supersport-WM © Gold & Goose Isaac Vinales wechselt in die Supersport-WM
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