Supersport-WM

Imola-Sieger Randy Krummenacher: «Es läuft traumhaft»

Von - 12.05.2019 15:13

Cool und fehlerfrei baute Randy Krummenacher mit einem weiteren Sieg seine Führung in der Supersport-WM 2019 weiter aus. Der Yamaha-Pilot will aber nicht taktieren, sondern weiter auf Sieg fahren.

Zwei Pole-Position, immer in der ersten Startreihe, drei Siege und zwei zweite Plätze aus den bisher fünf Rennen der Supersport-WM 2019 – so gut hat Randy Krummenacher noch keine Saison in der seriennahen Motorradweltmeisterschaft begonnen. 22 Punkte beträgt bereits sein Polster auf den zweitplatzierten Federico Caricasulo.

Selbstgänger sind die Siege aber nicht: Beim Meeting in Imola brauste der Schweizer nur 0,2 sec vor seinem Bardahl Evan Bros-Teamkollegen Caricasulo über den Zielstrich.

«Das Rennen war anstrengend», gab der Zürcher gegenüber SPEEDWEEK.com zu. «Federico war sehr schnell, da hatten wir permanent etwas Regen. Eine Behinderung war der Regen nicht, nur mental ist es eine Herausforderung. Als ich vorne lag und es im ersten Sektor stärker regnete, wars schon hart, am Gas zu bleiben. Keine Ahnung wie ich so am Ende noch die schnellste Rennrunde gefahren habe. Aber es ging gut und kurz vor Schluß habe ich ihm die Führung überlassen, um ihn ein wenig studieren zu können. Ich weiß nicht, ob er in der letzten Runde einen Fehler gemacht hat, vor der letzten Schikane habe ich aber super spät gebremst, innen geblieben und konnte dann gewinnen.»

War es kein Risiko, den schnellen Italiener vorbeizulassen? «Ich war mir sicher, dass ich ihn wieder packen würde. Unter Druck war er weniger stark und es hat dann ja auch funktioniert. Wir haben dieses Wochenende gut gearbeitet, aber wir haben am Freitag ein Training verpasst und waren vielleicht deshalb nicht ganz perfekt vorbereitet. Definitiv dürfen wir nicht nachlassen und auf der Hut sein. Unsere Gegner sind sehr stark.»

Von der Kollision von Cluzel, Mahias und Gradinger direkt hinter ihm hat Krummi nichts mitbekommen. «Auf dem Pitboard und dem Monitor habe ich gesehen, dass wir nur noch zu zweit vorne waren. Das gab den Ausschlag, Federico vorbei zu lassen. Mit fünf Piloten wäre das Risiko wirklich zu groß gewesen. Die Saison läuft bisher traumhaft. Unser Ziel muss aber weiter bleiben, jedes einzelne Rennen zu gewinnen und das Maximum herauszuholen. Um bereits an die WM zu denken, ist es aber noch zu früh.»


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