Supersport-WM

Offiziell: STK 600 stirbt, zwei Supersport-Wertungen

Von - 04.11.2015 12:14

Seit Mitte Oktober wissen SPEEDWEEK.com-User von den Dorna-Plänen, die Superstock-600-EM zu begraben und dafür die Supersport-WM umzukrempeln. Nun hat der Motorrad-Weltverband FIM das offiziell bestätigt.

Die Superstock-600-EM sahen wir dieses Jahr zum letzten Mal. Für WM-Vermarkter Dorna geht es dabei nicht nur um die Streichung einer Klasse: Mit weniger Teams soll die Qualität der gesamten Meisterschaft gesteigert werden.

«Einige Teams nützen das WM-Umfeld, um bei den Fahrern abzukassieren, sie wollen aber nicht investieren. Die Hälfte der Fahrer in der Supersport-WM gehört nicht dahin», sagte ein Dorna-Manager. «Dorna verliert Geld mit der Meisterschaft, wir brauchen Konzepte für die Zukunft.»

Das neue Konzept sieht wie vorab von SPEEDWEEK.com veröffentlicht so aus, dass Teams zukünftig die Möglichkeit haben an der gesamten Supersport-WM teilzunehmen, oder nur die europäischen Rennen zu fahren. Wie die neue Serie in der Supersport-Serie heißen wird, ist offen.

Die besten Superstock-600-Teams sollen in die Supersport-WM aufsteigen – die schlechten aus der Meisterschaft verschwinden. In der WM können sie sich mit den Besten messen und genießen eine weit höhere mediale Aufmerksamkeit, als jetzt in der Superstock-600-EM.

Was die Kosten der Motorräder betrifft, sind die Unterschiede nur noch klein, da sie sich technisch die letzten Jahre immer mehr angenähert haben. Zudem muss 2016 jeder Hersteller in der Supersport-WM eine Standard-ECU mit Kostendeckel anbieten. Da das zukünftige technische Reglement jenem der meisten nationalen Meisterschaften ähnelt, rechnet die Dorna mit zahlreichen Wildcard-Fahrern.

Die Superstock-600-Klasse wird in der Supersport-WM aufgehen, so sollen maximal 15 zusätzliche Fahrer in die Weltmeisterschaft gehievt werden. Gelingt dies, sehen wir kommende Saison bei den Europarennen zirka 35 Supersport-Piloten. Durch die Streichung der Superstock-600-EM wird der überlastete Zeitplan entzerrt.

«Wir sind zuversichtlich, dass das neue Format der Serie frische und zusätzliche Aufmerksamkeit bringt», sagt Javier Alonso, WSBK Executive Director. «Teams und jungen talentierten Fahrern bieten wir eine Möglichkeit, sich im Motorsport nach oben zu arbeiten.»

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