Steckbrief

Franz Tost

Management

Vorname: Franz
Nachname: Tost
Spitzname:
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Nationalität: Österreich
Geburtsdatum: 20.01.1956 in Trins, Tirol, Österreich (63 Jahre, 7 Monate und 3 Tage)
Familienstand: k.A.
Wohnort:
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Hobbys:
Lieblingssportart(en):
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Als Franz Tost noch ein junger Kerl war, hatte er ein großes Idol: Jochen Rindt. Die Wände seines Zimmers waren mit Postern des Formel-1-Asses bedeckt. Und wenn in der Schule wieder einmal ein Aufsatz mit freier Themenwahl anstand, dann stöhnten Franz´ Klassenkameraden auf, denn sie wussten, was nun kam: Eine weitere Lobrede auf Rindt.

Zwangsläufig fand sich Tost im Renncockpit wieder. Er startete in der Formel Ford. Er war schnell genug, um sich 1983 die österreichische Formel-Ford-Meisterschaft sichern zu können. Doch er spürte, dass es nicht zu einem Spitzenfahrer reichen würde.

Entsprechend findet man als nächsten Punkt in seinem Lebenslauf den erfolgreichen Abschluss eines Sportmanagement-Studiums an der Universität von Innsbruck. Damit bekam er eine Anstellung an der hoch eingestuften Walter-Lechner-Rennschule in Zeltweg, der Heimat des heutigen Red Bull Rings.

Anschließend wechselte Tost in die Rolle des Teammanagers bei EUFRA Racing, und Ende 1993 übernahm er den Posten des Teammanagers in Willi Webers Formel-3-Rennstall.

Dort kreuzte sich sein Weg mit dem von Ralf Schumacher, und Weber bat Tost, den Youngster nach Japan zu begleiten. Diese Aufgabe hatte zur Folge, dass er sich anschließend bei Jordan und bei Williams um Ralfs Interessen kümmerte, bevor er im BMW-Formel-1-Programm den Posten des «Operations Manager» übernahm.

2005 wurde Tost zum Teamchef der neu gegründeten Scuderia Toro Rosso ernannt, die aus dem Minardi-Rennstall hervorgegangen war.

Tost arbeitet hart und verlangt von seinen Mitarbeitern nicht weniger. Er ist geradeheraus, auch wenn seine Meinung unbequem ist. Mit Toro Rosso strebt er Schlussrang 5 in der Markenwertung an, bislang war der sechste Platz im Konstrukteurs-Pokal das beste Ergebnis, in jener Saison 2008, als Sebastian Vettel mit seiner Sensationsfahrt in Monza den bislang einzigen GP-Sieg von Toro Rosso einfuhr.

Toro Rosso wurde 2014, 2015 und 2016 jeweils WM-Siebter. Für 2017 verkündete Teamchef Franz Tost: «Rang 5 muss her.» Viele hielten das für verwegen. Aber ein starker erster Saisonteil hielt Toro Rosso da prima auf Kurs. Dann aber ging vieles schief. Die Konkurrenz holte auf. Renault schwächelte in Sachen Standfestigkeit. Die Fahrer Carlos Sainz und Daniil Kvyat waren bisweilen zu ungestüm.

Später rückte Red-Bull-Rennchef Dr. Helmut Marko den jungen Sainz zu Renault, Kvyat wurde entlassen, in den Toro Rosso sassen auf einmal Sportwagen-Weltmeister Brendon Hartley und der frühere GP2-Meister Pierre Gasly. Die beiden kämpften mit stumpfen Waffen: Um mit dem noch vorhandenen Material überhaupt über die Runden zu kommen, fuhren sie mit verringerter Leistung.

Der sonst so coole Tost reagierte feurig. Auslöser: In einem Interview deutete Renault-Sport-Chef Cyril Abiteboul an, dass die jüngsten Sorgen mit der MGU-H-Einheit, die der Motorkunde aus Faenza erlitten hat, eher auf die Arbeit des Teams als auf die Renault-Antriebseinheit zurückzuführen seien.

Das ärgerte Franz Tost so, dass sich der sonst so gelassene Österreicher eine Reaktion nicht verkneifen konnte. In einer Medienmitteilung stellte das Team klar, dass man nichts an den Einbau-Prozeduren verändert habe. Und man hielt fest: «Wir dürfen nicht vergessen, dass sie (Renault, die Red.) gegen Toro Rosso in der Team-WM kämpfen. Wenn Herr Abiteboul meint, die Situation sei kein Zufall, dann liegt es jedenfalls nicht am Auto von STR.»

Das wiederum sorgte bei Renault für rote Köpfe, denn die Franzosen wollten sich nicht vorwerfen lassen, ihren Motor-Kunden absichtlich mit schlechtem Material zu beliefern, nur um in der WM-Tabelle einen Rang nach vorne zu rücken.

Renault-Sonderbotschafter Alain Prost schaltete sich ebenfalls ein und meinte empört: «Renault ist seit vielen Jahren in der Formel 1 engagiert. Wir haben allen immer die gleichen Möglichkeiten gegeben. Wir würden nie dreckig spielen, um in der WM einen Platz zu gewinnen.»

Bereits geisterte im Fahrerlager herum, Renault sei über die Äusserungen von Franz Tost dermassen aufgebracht, dass die Franzosen vor dem WM-Finale von Abu Dhabi Toro Rosso als Denkzettel die Triebwerke entziehen könnten. Was nicht passierte.

Tost hielt auf den Einwand, bei Renault sei man aber richtig sauer, fest: «Wir sind auch nicht happy mit der Situation. Fakt ist, dass wir keine neuen Teile bekommen und deshalb müssen wir die Teile von einer alten Antriebseinheit in die jeweils nächste einbauen. Deshalb haben wir Probleme mit der Standfestigkeit. Das ist auch logisch, man kann in dieser Situation nicht erwarten, dass die Standfestigkeit auf einem hohen Niveau ist.»

Deshalb denkt er auch nicht dran sich zu entschuldigen. Auf die entsprechende Frage erwidert Tost: «Wofür denn? Für alle Schäden, die wir hatten? Und wer hat denn mit diesem ganzen Unsinn angefangen? Das war Cyril mit seinem dummen Interview. Was hätten wir sagen sollen? Super, das akzeptieren wir, alles ist gut? Nein, wir akzeptieren das nicht, deshalb haben wir unser Statement veröffentlicht.»

Letztlich spielte das keine Rolle mehr: Toro Rosso tritt seit 2018 mit Motoren von Honda an. Franz Tost: «Ich bin davon überzeugt, dass die ihre Probleme lösen werden, sonst hätten wir kein Abkommen gemacht.»

Tost visierte für 2018 Schlussrang 5 an, das wurde verpasst: Die Scuderia wurde im Konstrukteurs-Pokal nur Neunter. Das hatte Gründe. Franz Tost: «Die Zusammenarbeit mit Honda funktionierte von Anfang an bestens. Uns war klar, dass 2018 ein Entwicklungsjahr auf dem Programm stand. Toro Rosso war erstmals voll in die verschiedenen Prozesse der Antriebseinheits-Entwicklung integriert. Wir konnten einiges an Input am Management der so genannten «power unit» und an der Fahrbarkeit beisteuern. Der von Honda am Beginn des Jahres definierte Entwicklungsplan wurde eingehalten, und wir sind optimistisch für die nächsten Jahre.»

«Honda hat sowohl die Standfestigkeit, als auch die Leistung der Antriebseinheit merklich verbessert. Wie bereits erwähnt, war 2018 für Toro Rosso und Honda ein Entwicklungsjahr, man kann auch sagen, wir waren Versuchskaninchen. Gewinnt Red Bull Racing mit Honda, ist die Rechnung voll aufgegangen.»


«Da Red Bull Racing und Toro Rosso ab 2019 die Honda-Antriebseinheit einsetzen, ergeben sich viele Synergien. Toro Rosso wird die Getriebeeinheit von RBR, die komplette hintere Radaufhängung sowie Elemente der Vorderradaufhängung und andere Teile einsetzen. Wir sparen dadurch Ressourcen und erwarten uns eine Steigerung der Leistungsfähigkeit.»



Franz Tost © Red Bull Content Pool Franz Tost

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