Steckbrief

Charles Leclerc

Rennfahrer

Vorname: Charles
Nachname: Leclerc
Spitzname: k.A.
Webseite: www.charles-leclerc.com/
Twitter: Charles_Leclerc
Nationalität: Monaco
Geburtsdatum: 16.10.1997 in Monte-Carlo, Monaco (21 Jahre, 11 Monate und 2 Tage)
Familienstand: Ledig
Wohnort: Monte-Carlo
Größe: 179 cm
Gewicht: 69 kg
Hobbys: Biken, Rennen fahren, Karten
Lieblingssportart(en): Motorsport
Lieblingsstrecke:
Lieblingsspeise(n):
Lieblingsmusik:

Charles Leclerc erlebte 2017 seinen grössen Triumph und seine schwärzeste Stunde: Nach dem Titelgewinn in der GP3 2016 holte er 2017 in der Formel 2 gleich die nächste Meisterschaft. Aber der Monegasse verlor seinen über alles geliebten Vater Hervé im Juni 2017. Leclerc senior wurde nur 54 Jahre alt.

Hervé Leclerc war selber Rennfahrer, brachte es in den 80er Jahren immerhin bis in die Formel 3. Im Kart konnte ihm so schnell keiner etwas vormachen. Er war Stammgast auf der Kartbahn von Brignoles, die von Philippe Bianchi geführt wurde, dem Vater von Jules Bianchi. Der junge Bianchi gehörte dem Nachwuchsprogramm von Ferrari an, der schlimme Unfall von Suzuka 2014 machte alle Hoffnungen zunichte, den Südfranzosen je in einem Grand-Prix-Ferrari zu sehen. Bianchi erwachte aus dem Koma nicht mehr, im Juli 2015 verstarb der Kumpel von Charles Leclerc im Krankenhaus von Nizza.

Heute ist Leclerc selber Ferrari-Junior, und sein Weg ist vorgegeben: Lehre bei Sauber 2018, 2019 oder 2020 soll der junge Monegasse den Ferrari von Kimi Räikkönen übernehmen und Stallgefährte von Sebastian Vettel werden.

Leclerc hat bislang alles richtig gemacht, um solch eine tolle Chance zu verdienen: 2005 begann er mit dem Kartsport und wurde gleich im ersten Jahr französischer Meister. Bis Ende 2013 gewann er im Kart fast alles, was es zu gewinnen gibt – Juniorentitel, den Kart-Cup von Monaco, den KF3-Weltcup, die FIA Academy Trophy, das Junioren-Kartmasters. 2011 nahm ihm Nicolas Todt unter seine Fittiche, Rennfahrermanager und Sohn des FIA-Präsidenten Jean Todt.

2012 folgten Kart-EM-Titel, Rang 2 in der KF2-Meisterschaft und in der WM. 2013 war das letzte Kartjahr, mit WM-Rang 2 hinter einem gewissen Max Verstappen.

2014 trat Leclerc erstmals im Rennwagen an, in der Zweiliter-Formel Renault. Er schloss die Saison auf dem zweiten Schlussrang hinter Nyck de Vries ab. 2015 rückte Charles in die Formel 3 hoch, wurde EM-Vierter und Zweiter beim Formel-3-Klassiker von Macau.

Im März wurde Leclerc Ferrari-Junior und testete den GP-Renner von Haas und von Ferrari. Charles bedankte sich für das Vertrauen mit dem Titelgewinn in der GP3, im ersten Jahr.

2017 war Leclerc der dominierende Mann in der Formel 2 (zuvor GP2): In 22 Rennen gewann er sieben Mal, acht Mal stand er auf Pole, zehn Mal auf dem Siegerpodest.

Im Dezember wurde Leclerc als Sauber-Fahrer 2018 bestätigt. Um das Schweizer Team kennenzulernen, hat er an verschiedenen Freitagtrainings teilgenommen. Leclerc ist 2018 der erste Grand-Prix-Fahrer aus dem Fürstentum Monaco seit Olivier Beretta 1994.

Es klingt nicht eingebildet, wenn der 19jährige Charles Leclerc sagt: «Ich habe in den Nachwuchskategorien alles bewiesen, was ich zeigen musste. Ich bin für die Formel 1 bereit.»

Seit 2009 (Nico Hülkenberg) hatte kein Rookie mehr in der Sprungbrettklasse zur Formel 1 gewinnen können! Vor allem aber beeindruckt Leclerc durch seinen sauberen Fahrstil, und bei einigen Formel-2-Rennen zeigte er Aufholjagden, die schlicht atemraubend gewesen sind.

Vielleicht gelingt Leclerc eines Tages auch ein ganz besonderes Kunststück. Denn noch nie hat ein Monegasse einen Formel-1-WM-Lauf in Monte Carlo gewonnen.

Wenn wir einfach vom Grossen Preis von Monaco sprechen, dann gab es zwar einen Sieger – Louis Chiron gewann den Monaco-GP 1931 (mit einem Bugatti). Aber damals existierte die Formel-1-WM nicht (die gibt es erst seit 1950). An den 1979 verstorbenen Haudegen erinnert eine schöne Büste im Bereich des Schwimmbads von Monaco. 1950 wurde Chiron (nun also in der Formel-1-WM) beim Heimrennen Dritter: dies ist das beste Ergebnis eines einheimischen Fahrers im Rahmen der Formel-1-WM beim Rennklassiker in den Strassen des Fürstentums. André Testut wird von verschiedenen Statistika als Monegasse aufgeführt, wurde jedoch in Lyon geboren – und konnte sich bei seinen zwei Einsätzen in Monte Carlo ohnehin nicht fürs Rennen qualifizieren (1958 und 1959). Olivier Beretta schliesslich wurde mit dem unterlegenen Larrousse 1994 stattlicher Achter beim Heimrennen. Das war es dann mit den Monegassen in der Formel 1.

Ferrari war Steigbügelhalter für Leclerc, um 2018 mit Alfa Romeo-Sauber an den Start zu gehen. Bei den ersten Rennen tat sich das Wunderkind schwer. Es gab viel zu lernen, die Arbeit mit den Reifen machte dem Monegassen zu schaffen, die Abstimmung passte nicht perfekt zum Fahrstil des Rohdiamanten. Aber dann fühlte sich Charles immer wohler, und die Ergebnisse kamen – Durchbruch war Platz 6 im Chaos-GP von Baku, Leclerc holte in jener Phase bei sechs Rennen fünf Mal Punkte.

Siebte Ränge gab es im Herbst in Russland, Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi. Da stand längst fest: Charles Leclerc wird Nachfolger von Kimi Räikkönen bei Ferrari, an der Seite von Sebastian Vettel. Alle im Formel-1-Fahrerlager sind sich einig: Leclerd hat das Zeug, um 2019 seinen ersten Grand Prix zu gewinnen.

Charles Leclerc © LAT Charles Leclerc

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