Steckbrief

Lando Norris

Rennfahrer

Vorname: Lando
Nachname: Norris
Spitzname:
Webseite: www.landonorris.com/
Twitter: @LandoNorris
Nationalität: Großbritannien
Geburtsdatum: 13.11.1999 in Glastonbury, Großbritannien (19 Jahre, 11 Monate und 8 Tage)
Familienstand: k.A.
Wohnort:
Größe:
Gewicht:
Hobbys:
Lieblingssportart(en):
Lieblingsstrecke:
Lieblingsspeise(n):
Lieblingsmusik:

Nein, sein ungewöhnlicher Name stammt nicht von der Star-Wars-Figur Lando Calrissian. «Meine Mutter mochte Lando, das ist alles», sagt der Rennfahrer.

Schon vor Jahren verriet uns ein britischer Karting-Experte: «Merkt euch gut den Namen Lando Norris, ihr werdet noch viel von ihm hören.»

Norris gilt als die grösste britische Rennhoffnung seit Lewis Hamilton. «Er ist ein aussergewöhnliches Talent und schon heute bereit, eine grössere Rolle zu übernehmen», lobt McLaren-Direktor Zak Brown, der Norris für 2018 als dritten Mann neben Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne engagiert hat.

Im Kartsport wurde Norris schon mit 14 Jahren Weltmeister. Wen er damit als jüngsten Champion ablöste? Einen gewissen Lewis Hamilton.

Schon bei seinem ersten Kartrennen, da war Lando sieben, stellte er sein Renngefährt gleich mal auf die Pole-Position. Im Kart gewann Norris einfach alles: Die WM in Bahrain, die WSK-Euroserie, die CIK FIA-EM, den FIA-Supercup.

Finanziert wurde das alles von seinem Vater Adam Norris, der mit dem Aufbau privater Rentenversicherungen ein Vermögen von rund 150 Millionen Euro angehäuft hatte und sich mit 36 Jahren aus dem Versicherungsgeschäft zurückzog. Seither investiert Norris senior in britische Start-up-Unternehmen – und in die Karriere von Lando. Adam Norris war ebenfalls Rennfahrer, Radrennfahrer, um genau zu sein. Doch aus der erhofften Profikarriere in Belgien wurde nichts. Norris kehrte nach Grossbritannien zurück, begann im Versicherungswesen und gründete eine Familie.

Mit 14 bestritt Lando die Ginetta-Juniorenmeisterschaft, wurde Rookie des Jahres und Gesamtdritter. 2015 sass er im Formel-4-Renner und gewann die britische MSA-Meisterschaft. 2016 holte er sich die Titel in den Toyota Racing Series und in der Zweiliter-Formel Renault. 2017 machte er sich im ersten Formel-3-Jahr zum jüngsten Meister der Serie. Vier Jahre, vier Titel.

Im Sommer 2017 fuhr er auf dem Hungaroring erstmals einen Formel-1-Renner, den McLaren-Honda von Fernando Alonso.

Der erste Tag von Lando Norris als Formel-1-Fahrer erzeugte in der Hungaroring-Boxengasse ungläubiges Staunen: Schlicht sensationell waren diese 1:17,385 min des englischen McLaren-Talents – der damals 17-Jährige (Geburtstag: 13. November 1999) fuhr eine Runde, schneller als die Quali-Zeit von Fernando Alonso im Abschlusstraining zum Ungarn-GP (1:17,549 min)!

Bald kursierte im Fahrerlager: Das sei kein Wunder, schliesslich sei der Teenager fast ohne Sprit gefahren, zudem habe er neun Sätze der ultraweichen Pirelli verfeuern dürfen, die Fernando Alonso am Ungarn-GP-Wochenende überhaupt nicht zur Verfügung standen. Das stimmt alles. Aber selbst wenn gemäss Pirelli der Unterschied zwischen superweich und ultraweich im Bereich von 35 bis 45 Hundertstel liegt, war die Norris-Zeit noch immer der Hammer. Denn mit fast leerem Tank fuhren auch Alonso und Stoffel Vandoorne.

Über den Einfluss von McLaren auf seine Karriere sagte dieser überaus vielversprechende junge Mann: «Ich stehe noch nicht an der Schwelle zur Formel 1. Aber ich habe zeigen dürfen, was ich kann. Zu einem Zeitpunkt meiner Karriere, an dem ich dafür bereit bin. Ich glaube, ich habe mich ganz ordentlich geschlagen. Und ich hoffe natürlich, dass sich daraus weitere Möglichkeiten ergeben. Ich kann von McLaren sehr viel profitieren, in Sachen körperlicher und geistiger Vorbereitung beispielsweise. Du kannst nicht einfach so daherkommen, in einen Formel 1 einsteigen und nur so aus Jux und Tollerei ein paar Runden fahren. Das war ein Test, bei dem für das Team um wichtige Erkenntnisse ging. Sie vertrauen dir. Es war ein grosser Schritt für mich.»

«Klar war ich gespannt darauf zu sehen, wie ich mit so einem Auto zurechtkomme. Ich habe meine eigenen Erwartungen sogar übertroffen. Das Team scheint zufrieden zu sein mit meiner Arbeit. Das Lob von Zak Brown und Eric Boullier hat mich sehr gefreut. Sie kennen sich aus mit jungen Fahrern, umso gewichtiger ist ihr Wort. Das war ein gewaltiger Schub für mein Vertrauen. Ich weiss jetzt, ich kann mit einem GP-Renner umgehen. Mein Ziel ist die Formel 1, ich hoffe, das schaffe ich in den kommenden zwei bis drei Jahren.»

Nach dem Gewinn der Formel-3-EM setzte McLaren den jungen Norris beim Formel-2-Finale von Abu Dhabi ein, einmal schied er im Campos-Renner aus, einmal wurde er 13. Nachher gab er zu: «Das war schwieriger als erwartet. Ich hatte Abu Dhabi nie zuvor gesehen, ich kannte das Auto nicht und die Reifen auch nicht, und auch das Team war für mich neu – eine steile Lernkurve.»

2018 trat Norris für den Rennstall von Trevor Carlin in der Formel 2 an, für dieses Team fuhr er seit 2015 in der Formel 4 und in der Formel 3. Mit Carlin wurde er Formel-3-Europameister und Zweiter beim Klassiker von Macau. Für den Titelgewinn stand ihm nur ein Mann vor der Sonne: George Russell. Norris wurde Meisterschaftszweiter, aber letztlich spielt das keine Rolle mehr, denn Anfang September stand fest – Norris wird zum McLaren-Stammfahrer; weil Fernando Alonso 2019 keine Formel 1 fährt und weil Stoffel Vandoorne ausgemustert wurde.

«Wir glauben, dass Lando ein aufregendes Talent ist, mit einem großen Potenzial», so McLaren-CEO Zak Brown. «Wir wissen, dass er talentiert ist, er lernt schnell, und er hat einen reifen Kopf auf seinen jungen Schultern. Für unsere gemeinsame Zukunft sehen wir viel Potenzial. Er hat seine Fähigkeiten gezeigt, sowohl im Auto, als auch in der Zusammenarbeit mit den Ingenieuren. Mit Lando und Carlos haben wir 2019 ein beeindruckendes Duo.»


Lando Norris © LAT Lando Norris

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