Supersport-WM 300

Exklusiv: Revolutionäres Konzept für Supersport 300

Von - 14.12.2015 16:17

2017 kommt die neue Einstiegsklasse Supersport 300. Weil die Performance der Motorräder so unterschiedlich ist, müssen sich FIM und Dorna etwas einfallen lassen, um annähernd gleiche Voraussetzungen zu schaffen.

Ab 2017 sehen wir in der Superbike-Weltmeisterschaft Titelkämpfe in drei Klassen: Superbike (1000 ccm), Supersport 600 und Supersport 300. In der kleinsten Klasse sollen die zukünftigen Stars herangezogen werden.

Die Industrie hat sich für diese Klasse stark gemacht, weil die 600er-Bikes im Markt kaum noch eine Rolle spielen, die Superstock-600-EM wurde deswegen beerdigt. Motorräder mit 250 bis 400 ccm boomen hingegen, vor allem in Asien, Brasilien und auch in Europa immer mehr. Dass die heutige Supersport-WM mit 600 ccm nicht abgeschafft wird liegt nur daran, dass es eine Klasse zwischen den 300ern und den Superbikes braucht.

Nach heutigem Stand gibt er nur vier Motorräder, welche für die 300er-Klasse 2017 in Frage kommen: Yamaha YZF-R3, Honda CBR300R, KTM RC390 und Kawasaki Ninja 300. Diese Bikes mittels Rennkit auf einen gleichen Level zu bringen, ist die Aufgabe für die kommenden Monate. Während die KTM mit 372 ccm und Einzylindermotor 44 PS leistet, kommt der Einzylinder von Honda mit 282 ccm ab Werk nur auf 31 PS. Die Zweizylinder von Yamaha und Kawasaki liegen knapp unter dem Wert von KTM.

Für den Motorrad-Weltverband FIM und WM-Vermarkter Dorna geht es aber nicht nur darum, Chancengleichheit durch die technischen Vorschriften zu schaffen. Sie wollen auch die Kosten möglichst gering halten und ein Wettrüsten zwischen den Herstellern unterbinden.

Die Idee ist, dass jeder Hersteller acht oder zehn Fahrer für die Supersport-300-WM nominiert. Diese könnten zum Beispiel die Spitzenpiloten aus den jeweiligen Cups sein.

Honda hat im Rahmen der europäischen Events der Superbike-WM den European-Junior-Cup, in dem aktuell mit CBR650F-Maschinen gefahren wird.

Yamaha richtet mit der neuen YZF-R3 in verschiedenen Ländern nationale Cups aus, Kawasaki mit der Ninja 300 ebenfalls.

KTM veranstaltete 2015 in sieben Ländern nationale Cups, die besten Piloten auf der RC390 durften letzten Oktober in Silverstone das Weltfinale bestreiten.

Der Plan der Dorna sieht vor, dass die Motorräder nicht von Teams eingesetzt werden, sondern dass sich eine Firma um die Wartung kümmert, so wie es ExternPro in der Moto2-WM mit den Motoren handhabt.

Für Supersport 300 bietet sich eine Zusammenarbeit mit Gerry Brice an, seine Firma richtet seit Jahren den European-Junior-Cup aus. Erst auf Kawasaki, später auf KTM und heute auf Honda.

Der Junior-Cup würde 2017 eingestellt, einige der Fahrer kämen in Supersport 300 unter und mit Bryce gäbe es einen fähigen Partner mit viel Erfahrung. Das sorgt zugleich für die Entzerrung des Zeitplans. Mit der Streichung der Superstock-600-EM bereits für die Saison 2016 wird dann so viel Freiraum geschaffen sein, dass sich die Veranstalter wieder selbst um ein attraktives Rahmenprogramm wie Stuntshows oder Renntaxifahrten kümmern können. Es steht auch zur Diskussion, dass der Superstock-1000-Cup zukünftig zwei Rennen pro Event fährt.

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