MotoAmerica Superbike

Ausstieg der Werke? Wie BMW zu MotoAmerica steht

Von - 30.07.2019 09:17

Seit Jahren dominieren Yamaha und Suzuki mangels Konkurrenz die US-Meisterschaft MotoAmerica. Promoter Wayne Rainey bemüht sich um zusätzliche Hersteller, doch der Trend ist entgegengesetzt.

2015 übernahm ein privates Konsortium die Rechte an der Amerikanischen Rundstrecken-Meisterschaft, seit der dreifache 500er-Weltmeister Wayne Rainey die Zügel in die Hand nahm, ging es aufwärts.

Jetzt droht der erste Rückschlag für den inzwischen 58-Jährigen.

Während des Superbike-WM-Events in Laguna Seca, bei dem die MotoAmerica genannte US-Meisterschaft das Rahmenprogramm bildete, sickerte durch, dass Yamaha sein Werksengagement beenden möchte.

Seit Jahren teilen sich Yamaha und Suzuki in den USA mangels Konkurrenz die Titel. Keine anderen Hersteller engagieren sich werksseitig, wobei der Suzuki-Auftritt auf die Kappe der Tuningschmiede Yoshimura geht, mit welcher die Japaner eng zusammenarbeiten.

Offiziell bestätigt wurde der Ausstieg von Yamaha bislang nicht. Die Pläne sind aber zumindest so weit fortgeschritten, dass der zweifache US-Meister Cameron Beaubier, aktuell hinter Toni Elias (Suzuki) Zweiter der Meisterschaft, bei Yamaha wegen eines Jobs in der Weltmeisterschaft angefragt hat. Der 26-Jährige wurde schon mehrfach für ein WM-Team von Yamaha in Betracht gezogen, zeigte aber nie nachhaltiges Interesse.

Hersteller wie Honda, KTM, MV Agusta, Aprilia, EBR und Kawasaki engagierten sich die letzten 15 Jahre teilweise werksseitig in den USA, sind heute aber alle nicht mehr dabei.

Da wäre ein neues Werksteam von BMW höchst willkommen, Rainey führte mit Motorsport Direktor Marc Bongers erste Gespräche. «Das war ein gegenseitiges Abtasten, das ist aber weit weg von etwas Realistischem», sagte der Niederländer zu SPEEDWEEK.com. «Auch bei uns kam das Gerücht an, dass, wenn kein Hersteller dazu käme, sich die anderen beiden zurückziehen würden. Dann ist die Meisterschaft möglicherweise tot. MotoAmerica hat uns eingeladen und erzählt, was sie zu bieten haben. So einen Einsatz von Europa aus zu steuern, ist aber schwierig. Zudem sind die Budgets in Amerika brutal hoch. Wir haben auch keinen Partner dort, mit dem sich das geschickt umsetzen ließe.»

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BMW Motorsport Direktor Marc Bongers (li.) © BMW BMW Motorsport Direktor Marc Bongers (li.) Toni Elias (re.) wurde 2017 US-Meister und führt aktuell © Gold & Goose Toni Elias (re.) wurde 2017 US-Meister und führt aktuell
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